Astronomie - Ideen für Unternehmungen :))

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Hallo A TimeToShine,

da kann eine Leidenschaft draus werden aus so einem Vorhaben... ;-)

"Experimente" als solche gibt es in der Astronomie eigentlich nicht, aber Beobachtungen. Und die kann man systematisch durchführen und so auch etwas lernen, wie bei einem Experiment.

Als erstes solltet Ihr bei klarem Wetter regelmäßig üben, einfach alle möglichen Sternbilder zu finden, die gerade am Himmel zu sehen sind.

Je nach Jahreszeit sind das ja andere. Zur Zeit sieht man die Herbststernbilder, tief im Osten auch schon die Wintersternbilder. Ihr habt also schon Pläne für fast ein Jahr, um wirklich den gesamten Nordhimmel einmal kennengelernt zu haben.

(Dass es in verschiedenen Jahreszeiten verschiedene Sternbilder zu entdecken gibt, liegt an der Bewegung der Erde um die Sonne. Mehr verrate ich nicht, auch das ist eine interessante Aufgabe, es selbst herauszufinden.)

Eine Hilfe, die Sternbilder zu entdecken, findet Ihr hier:

http://www.ajoma.de/html/orientierung.html

(Auf der Seite findet sich auch noch mehr, was für die Beobachtung interessant ist.)

Wenn man sich erst einmal grob zurechtfindet, ist es interessant, einzelne Beobachtungen miteinander zu vergleichen:

  • Ihr könntet an verschiedenen Tagen einen Blick auf einen veränderlichen Stern (das ist ein Stern mit sich verändernder Helligkeit) werfen. Dazu vergleicht man die Helligkeit an diesem Tag mit der der umliegenden Sterne und merkt sich, welcher Stern einem gleich hell erscheint. (Noch besser: man notiert es...) Nach ein paar Tagen vergleichtr man dann mit einer aktuellen Beobachtung. Algol im Sternbild Perseus ist ein geeignetes Objekt für so eine Beobachtung.

  • Ihr könnt den Mond beobachten. Erst einmal könnt Ihr an aufeinanderfolgendn Tagen notieren, zwischen welchen Sternen er gerade steht. Aus Vergleichen der Daten von aufeinanderfolgenden Tagen sieht man so sehr schön seine Bewegung auf seiner Bahn um die Erde Richtung Osten. Wenn Ihr einen Feldstecher habt, könnt Ihr versuchen ein Stativ zu basteln. Das Genügt dann meist schon, um recht viele Mondkrater sehen zu können. Ein Vergleich mit einer Mondkarte ist interessant. Bestimmt könnt Ihr mindestens den großen Krater "Tycho" identifizieren.

  • Ihr könnt versuchen, die hellen Planeten aufzusprüren. Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind mit bloßem Auge sichtbar. Manchmal sind sie jedoch von uns aus gesehen zu nahe an der Sonne und deshalb unbeobachtbar.

Wenn Ihr schnell seid (was das schlechte Wetter verhindern könnte), könnt Ihr am Morgenhimmel Merkur im Moment noch im Sternbild Jungfrau aufspüren, im Moment noch gegen 6:00 morgens, bis zur Monatsmitte hin ab etwa 6:30. Danach ist seine momentane Sichtbarkeitsperiode vorbei. Venus wird ab Ende Dezember am Abendhimmel zu sehen sein. Mars steht am Abend bereits tief im Südwesten im Sternbild Schütze und kann dort bis etwa kurz nach 19:00 entdeckt werden. Jupiter steht in der Nähe des Sternbildes Löwe und geht kurz vor Mitternach auf, gegen Monatsende sogar schon um 22:00. Er wird in den kommenden Monaten zum auffälligen Objekt, das die ganze Nacht am Himmel steht. Saturn steht im Moment von uns aus gesehen in der Nähe der Sonne und wird erst im Dezember wieder am Morgenhimmel aufspürbar sein.

Auch bei den Planeten kann man über einige Wochen hinweg ihre Position zwischen den Sternen beobachten und so wirklich sehen, wie sie sich zwischen den Sternbildern weiterbewegen.

Für weitere Ideen würde ich Euch auch das "Kosmos Himmelsjahr" empfehlen. Im Moment sind aber die genannten Möglichkeiten bestimmt schon Herausforderung genug.

Tipp: Eine gute Sternkarte sollte man immer dabei haben. Und man sollte den Augen ausreichend Zeit geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Also nicht aus dem hellen Raum raus und dann gleich beobachten. Zum Blick auf die Sternkarte ist gut, wenn man das Glas einer Taschenlampe mit rotem Transparentpapier abdeckt, weil man im roten Licht zwar die Karte erkennen kann, aber nicht geblendet wird.

Viel Spaß beim Beobachten!

Grüße

P.S.: Das Thema "Astrologie" habe ich entfernt, weil es jedem Astronomen einfach in der Seele weh tut, wenn die Astronomie mit diesem Horoskop-Unsinn in Verbindung gebracht wird. ;-)

Vielen, vielen Dank! Das sind super Ideen! Ich freue mich schon rießig es umzusetzen. :))

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Liebe uteausmünchen,

wenn Sie etwa geschrieben hätten: "P.S.: Das Thema "Astrologie" habe ich entfernt, weil es vielen Astronomen in der Seele weh tut, wenn die Astronomie mit der Astrologie in Verbindung gebracht wird" - dann würde Ihre Voreingenommenheit der Astrologie gegenüber weniger emotionalisiert erscheinen. Sie sind doch eine gescheite Frau (Frau nehme ich einfach mal an)! Das Statement "jeder Astronom" stimmt so nicht, denn Sie werden immer irgendwo einen Astronomen finden, der sich auch ernsthaft mit dem Gedankengut der Hermetik auseinandergesetzt hat. Ist es denn so schwierig zu erkennen, dass unser Universum (und damit sind Sie, ich und alle(s) andere gemeint) auch eventuell anders als nur naturwissenschaftlich interpretiert werden kann? Aber wer den einen Pol zu stark betont, wird irgendwann vom anderen eingeholt. Eine Drohung? Nein, eine Tatsache, die das Leben schreibt . . .

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Zunächst solltet Ihr überlegen, ob Ihr eher theoretisch oder aber praktisch an die Astronomie herangehen wollt. Theoretisches Wissen vermitteln Bücher, das Internet, Planetarien, Astroshops und Co. Beim praktischen Vorgehen wäre wohl als erstes die Frage zu stellen, mit welchen optischen Geräten Ihr den Himmel beobachten wollt, und wo mit dem Beobachten beginnen. Die uns nächsten astronomischen Ziele wären Mond, die Planeten, aber auch die Sonne. Interessant wären zum Beispiel die Beobachtung des Jupiter und des Saturn. Schon auf Grund ihrer Größe sind sie gut zu beobachten. Beim Saturn dürfte der Ring um den Planeten mit all seinen Unterteilungen von Interesse sein. Welche optischen Geräte kommen in Frage? Da gibt es wirklich eine Vielzahl an Möglichkeiten, angefangen vom Fernglas über das Spektiv bis hin zu den Fernrohren. Mit einem Spektiv (ein gutes bekommt man für etwa 300 Euro), dazu kommt ein geeignetes Stativ, könnte man zum Beispiel beginnen. Ein Fernrohr mit automatischer Nachführung (wegen der Erddrehung) wäre dann vielleicht ein nächster Schritt. Dabei müsstet Ihr Euch mit den verschiedenen Fernrohr-Typen vertraut machen. Und: Wo kann man all diese Geräte kaufen? Zum Beispiel bei www.astroshop.de. Dort gibt es auch viele wertvolle Tipps und Hinweise im Zusammenhang mit nahezu allen astronomischen Fragen.

Vielleicht ist es sinnvoll, "klein" und mit wenig finanziellem Aufwand zu beginnen. Ein Spektiv zum Beispiel lässt sich nicht nur für astronomische Beobachtungen verwenden, sondern auch zur Vogelbeobachtung nutzen. So vermeidet man, dass man unnütz Geld in ein Hobby investiert, das sich dann später als Flop erweist.

Hallo,

der Besuch eines Planetariums ist auf jeden Fall zu empfehlen. Oftmals ist es so, dass das Sonnensystem als Modell an Wegen entlang aufgebaut ist um die enormen Entfernungen zu verdeutlichen.

Neben dem Planetarium ist auch der Besuch einer Sternwarte sehr empfehlenswert um mal einen Blick durchs Teleskop zu werfen.

Die Experimente - guck doch mal auf Google und gib "astronomische Experimente" ein. Es wird wirklich sehr viel angeboten (747.000 Treffer).

Oftmals wird gedacht, dass Astronomie nur mit teuren und großen Teleskopen betrieben werden kann, aber das muss nicht zwangsläufig stimmen. Gerade für Anfänger ist es interessant den Sternenhimmel mit bloßem Auge, mit einem Fernglas oder aber auch am heimischen PC mit Planetariumssoftware zu erkunden. Bei gutem Himmel und mit einem Fernglas lassen sich beispielsweise schon so einige Messier-Objekte entdecken. Messier hatte damals übrigens auch kein Riesenteleskop zur Verfügung. Gerade M31 und M45 sind dankbare Fernglasobjekte.

Aber es gibt noch mehr zu entdecken am Himmel - Stichwort Satelliten. Auf der Seite www.heavens-above.com kannst du deinen genauen Standort eingeben und dir so einiges anzeigen lassen wie z.B. welche Planeten/ Asteroiden/ Kometen gerade zu sehen sind mit ihren Positionen, du kannst dir anzeigen lassen wo und wann die ISS zu sehen ist (Beobachtung macht immer sehr viel Spaß da die ISS als recht helles und schnell Objekt am Himmel zu sehen ist), natürlich kannst du dir auch andere Satelliten anzeigen lassen und du kannst dir auch Iridium Flares (von denen bin ich ein ganz großer Fan) anzeigen lassen - sehr spektakulär wenn diese Objekte kurzzeitig nach Sonne und Mond die hellsten Objekte am nächtlichen Himmel sind.

Das gemeinsame identifizieren von Sternbildern macht auch Spaß – entdecke den Stier mit seinem „roten Auge“, wer findet die Zwillinge am schnellsten, da ist der imposante Orion!

Das gemeinsame Beobachten von Meteorschauern hat auch immer einen ganz besonderen Reiz - wer sieht die meisten Sternschnuppen:-)

Dann gibt es aber noch die sog. Atmosphärischen Erscheinungen – die Halos. Sehr eindrucksvoll sind z.B. der Mondkranz, das Mondhalo, Nebenmond und Nebensonnen, irisierende Wolken und noch viele weitere.

Falls du Interesse hast, dann meld dich doch einfach nochmal bei mir und ich kann dich mit ein paar nützlichen Einsteiger-Links versorgen, stehe aber auch gerne bei weiteren Fragen zur Verfügung.

Sky Guide ist eine gute app wo alle uns bekannten Sterne und Planeten aufgereiht sind.

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@Komscho

Jep, durchaus möglich, dass es da schöne Apps gibt, aber ich vermeide den Einsatz von Smartphone oder Laptop wenn ich draußen am Beobachten bin. Es gibt zwar diesen wundervollen Nachtmodus, aber der ist trotzdem noch so hell, dass er dir die ganze Dunkeladaption kaputt haut :-)

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