Anschlag in Christchurch - wäre die Reaktion eine andere wenn die Täter Muslime gewesen wären?

24 Antworten

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Stimme dir vollkommen zu. Ich staune ja schon, dass es diesmal als Terrorattacke bezeichnet wurde, obwohl man bei Anschlägen auf Muslime gern andere Etiketten drüberpappt. Wäre es hier passiert, dann wäre es wieder relativiert worden. Das ist die Doppelmoral. Für Muslime ändert niemand sein Profilbild...

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Kommt eben nicht in unsere Länder, ok?

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@HaSatan666

Dann kommt nicht in unsere Länder und exploitiert nicht unsere Ressourcen.

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@HaSatan666

Du weißt schon, dass wir Europäer zuerst in "deren" Ländern gewesen sind. Mit teils erschreckenden Folgen. Das weißt Du doch, ja? Nein, natürlich weißt Du´s nicht.

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@CarlLinne

Nicht ganz richtig:

Die heutigen islamischen Länder waren bevor sie erobert wurden, christlich, zoastrisch, buddhistisch.

Lange bevor der Europäer überhaupt daran dachte den Kontinent Afrika zu betreten, jagten, mordeten, versklavten muslimische Araber die indigene Bevölkerung Afrikas. Die Araber waren auf den Sklavenmärkten führend.

In Saudi Arabien wurde erst 1960 die Sklaverei, die eindeutig im Koran erlaubt ist, abgeschafft.

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@AyatollaKhom
Die heutigen islamischen Länder waren bevor sie erobert wurden, christlich, zoastrisch, buddhistisch.

Dasselbige kann man über die USA, Australien, Neu-Seeland, Kanada sagen: Die Europäer haben die Bevölkerung aufs Übelste malträtiert und durch gezielte Assimilation unterjocht.

Lange bevor der Europäer überhaupt daran dachte den Kontinent Afrika zu betreten, jagten, mordeten, versklavten muslimische Araber die indigene Bevölkerung Afrikas. Die Araber waren auf den Sklavenmärkten führend.

Und das relativiert die Tatsache, dass die Europäer den Sklavenhandel statt abzuschaffen, innovierten und gar industrialisierten?

Im Kontrast zu den Europäern, haben die Araber die Bodenschätze Afrikas nicht exploitiert und eine karge Landschaft voller Hass (siehe: Hutu-Tutsi-Konflikt) hinterlassen.

In Saudi Arabien wurde erst 1960 die Sklaverei, die eindeutig im Koran erlaubt ist, abgeschafft.

In der islamischen Lehre gibt es keine Sklaverei, d.h. keine im Sinne des rechtlosen Menschen wie in Teilen der römischen oder amerikanischen Praxis vor nicht allzu langer Zeit. - Richtig ist: milk al-yamîn („Besitz der rechten Hand“) haben einige Rechte der Vollfreien nicht, dafür aber Erleichterungen im Vergleich zu Vollfreien (z.B. keine Wehrpflicht, milderes Strafrecht, keine Pflicht zur Teilnahme am Freitagsgottesdienst). Ihr Status kommt dem eines normalen Bürgers in mancher Hinsicht erstaunlich nahe:

Dies lässt sich mit vielen Beispielen aus der historischen islamischen Rechtssprechung unterstreichen, z.B. demjenigen eines christlichen „Sklaven“ im Osmanischen Reich des 16. Jahrhunderts, der einen Gerichtsprozess gegen einen vollfreien Muslim gewann, der ihm Geld schuldete.

Außerdem gibt es die Pflicht, milk al-yamîn auf ihren Wunsch ganz freizulassen, wenn sich dies verantworten lässt (vergleiche: Sure 24:32-33).

Auch wird an zahlreichen Stellen in Koran und Sunnah zur Freilassung von milk al-yamîn als vortreffliches Werk motiviert oder als Möglichkeit der Sühne genannt, in speziellen Fällen sogar unverzichtbar zur Sühne gefordert.

So wird Schritt für Schritt die „Sklaverei“ abgeschafft (in der Zeit des Kalifen Umar b. Abd al-Azîz soll daher einmal ein Punkt erreicht worden sein, an dem es kaum noch milk al-yamîn gab).

Dies und die Regelungen zum humanen, würdigen und respektvollen Umgang mit Nicht-Vollfreien ist unter den Religionen der Weltgeschichte einzigartig.

Dass diese Art der weitgehenden Abschaffung die beste denkbare ist, erkennt man schnell, wenn man betrachtet, was in Amerika passierte, als man die Sklaverei per politischen Beschluss abzuschaffen versuchte: Ein Bürgerkrieg der brutalsten Sorte mit über 600.000 Toten, 400.000 Verletzten und mehreren Milliarden Dollar Kriegskosten.

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Das hat verschiedene Gründe. Um es mal humorvoll zu beginnen möchte ich sagen, dass ich als Atheist vielleicht gewillt wäre ein "Je sui Charlie" T-Shirt anzuziehen, aber mich weigern würde ein "Je sui Moslem" T-Shirt überzustreifen.

Hinzu kommt, dass Frankreich ein Nachbarland ist, über das immer wieder mal berichtet wird. Wann hört man in den Nachrichten schon mal was über Neuseeland? So gut wie nie. Die sind von Deutschland so weit weg wie es die Kugelform unserer Erde nur zulässt. Dort sind auch relativ wenig Korrespondenten vor Ort. Ich vermute aber, dass schon Flugzeugladungen voll Journalisten unterwegs sind, um uns dann mit "Liveberichterstattungen mit neuen Erkenntnissen zu den Hintergründen" zu beglücken.

Bei "Charlie" war der Fall klarer. Eine französische Zeitung wurde in Frankreich Opfer eines Terroranschlags ausländischer, religiös motivierter, Islamisten. In Neuseeland wurden Moslems in Neuseeland Opfer eines innländischen, ideologisch verblendeten, Rassisten.

In Frankreich verbündeten sich die Leute, weil der Anschlag gegen unsere Meinungsfreiheit gerichtet war. In Neuseeland gibt es gar nichts wogegen sich der Anschlag richtet. Der Bekloppte, der das auch noch online gestreamt hat, wird nicht weiter als bis "Die gehören alle erschossen" gedacht haben, so wie ich das sehe.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass es durchaus in Neuseeland Trauer und Bestürzung gibt. Einige Festvals und Veranstaltungen wurden abgesagt. Es gibt auch lokal öffentliche Trauer. Man muss aber sehen, dass Neuseeland etwas größer als Großbritannien ist, aber nur 4,8 Millionen Einwohner hat. Da ist es viel schwerer größere Massen zu bewegen.

Vielleicht liegt es auch an der Entfernung, der Anschlag in Frankreich, war direkt im Nachbarland, der Angriff war auf eine Zeitung die in unserer Demokratie freie Meinungsäußerung betreibt. Die Nähe, das Symbol das dieser Anschlag hatte, hat es sehr präsent gemacht und die Anschläge danach folgten auch schnell, Grausamkeit hier in Europa, wo wir auch leben, das sogt für persönliche Angst.

Der Fall in Neuseeland ist grausam und widerlich, das ist keine Frage, aber das sind Amokläufe an Schulen in Amerika oder so passieren auch, aber sie "interessieren" die Deutschennachrichtensender vielleicht nicht so sehr wie anderes (Zumal es bestimmt öfter passiert als es in den deutschen Medien vorkommt). Ich denke das hat wenig mit Muslimen oder Christen oder sonst was zu tun.
Alles sind Menschen die von hasserfüllten Menschen getötet werden und das ist immer schlimm, nur weil die Medien es nicht aufbauschen, macht es das nicht weniger furchtbar oder weniger bedeutungswert und vor allem sind die Menschen dadurch nicht weniger wert, egal als was man sie "klassifiziert".

Man sollte sowieso mehr auf schriftliche Nachrichten setzen, dort sind sie viel ausführlicher und es gibt eine größere Brandbreite an Informationen.

Panische Flugangst. Angst vor Terroranschlag bzw. Bombe. Brauche Hilfe.

Guten Tag,

in weniger als einem Monat fliege ich nach Thailand. Und zwar mit einer arabischen Fluggessellschaft. Beim Hinf- und Rückflug ist eine Zwischenlandung+Umsteigen in den Vereinigten Arabischen Emirate geplant. Seit Tagen habe ich nun schon Alpträume, dass eine Bombe an Board explodieren könnte, da es ja ein arabisches Land und eine arabische Airline ist. Die Sicherheitskontrollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten dürften ja nicht annähernd so hoch sein, wie am Frankfurter Flughafen, oder?

Was kann ich gegen diese Angst unternehmen? Wenn ich an den Flug und an diese Tatsache denke, bekomme ich regelrecht Panikattacken und Schweißausbrüche. Flugangst habe ich keine, daran liegt es nicht. Hat jemand einen Rat? Ich habe für den Flug keinerlei Versicherungsoptionen abgeschlossen, müsste also den vollen Preis zahlen, falls ich umbuchen wollte.

Als ich den Flug gebucht habe, hatte ich keine Angst vor sowas. Diese Angst kam erst, als ich eine Doku über den Lockerbie-Anschlag gesehen habe. Man ist so viele Stunden in dem Flugzeug und jede Sekunde könnte es passieren. Jeden Atemzug. Ich bekomme totale Panik.

Wie sind die Kontrollen dort? Ist meine Sorge berechtigt? Wie wahrscheinlich ist es, das sowas passiert?

Für Rat wäre ich sehr dankbar.

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