Am 24. 12. wurde ja Jesus geboren, warum kommt dann der Weihnachtsmann?

4 Antworten

Zum Geburtsjahr von Jesus:

Jesus ist unzweifelhaft die wichtigste Persönlichkeit der Geschichte, weshalb sogar die Berechnung der Jahre auf seine Geburt hin ausgerichtet wurde. Die christliche Zeitrechnung wurde erst im 10. Jahrhundert üblich. Christliche Autoren betrachteten die Geburt Christi als Mittelpunkt der Geschichte, daher zählten sie vor und nach Christi Geburt. Im 6. Jahrhundert hatte der römische Abt Dionysius Exiguus versucht, das Jahr der Geburt Christi errechnet durch eine Datenliste für Passahfeste auszurechnen. Die christliche Zeitrechnung beruht auf diesem errechneten Geburtsjahr.

Die Römer hatten auch ihre Zeitrechnung. Ihre Jahrzahlen begannen mit der „Gründung der Stadt Rom“, eingepasst in die christliche Zeitrechnung war es das Jahr 753 v.Chr. Weiter ist zu bedenken, dass die Juden, die Moslems, die Buddhisten und andere jeweils ihre eigenen Zeitrechnungen haben.

Bei der Abgleichung der verschiedenen Angaben hat sich herausgestellt, dass sich der römische Abt um einige Jahre verrechnet hat. Da die Jahrzahlen mit vor und nach Christus international eingeführt waren, beließ man die Jahrzahlen, wobei eingeräumt werden muss, dass das eingeführte Geburtsjahr nicht dem historischen Geburtsjahr von Jesus Christus entspricht, da er wahrscheinlich zwischen 7 und 4 v. Chr. geboren wurde (einige Autoren geben auch die Jahre 3 oder 2 v. Chr. an, was mit der Datierung des Todes von Herodes d. Großes zu tun hat, der noch lebte, als Jesus in Bethlehem zur Welt kam).

Zum Geburtstag von Jesus:

Üblicherweise behaupten Kritiker, Weihnachten sei heidnischen Ursprungs, weil die Römer am 25. Dezember ihr Sonnenfest feierten. Und dieses Fest sei dann um das Jahr 313 herum mit Kaiser Konstantins Hinwendung zum Christentum einfach christianisiert worden.

Auf der Webseite The Cripplegate zeigt der Kirchenhistoriker Nathan Busenitz allerdings: Kaiser Aurelius machte erst im Jahre 274 den Sonnenkult zu einem römischen Staatsfest.

Doch unabhängig davon kursierten schon mindestens 80 Jahre vorher in der Gemeinde zwei Daten, die als Geburtstag des Herrn vermutet wurden: Im Osten ging Clemens von Alexandria vom 6. Januar aus und im Westen meinte Hippolyt von Rom, es sei der 25. Dezember gewesen. Das Datum steht somit weder mit einem römischen Feiertag noch mit deren Christianisierung in Verbindung.

Hippolyt, der sowohl zu Aurelius’ als auch zu Konstantins Zeiten schon lange tot war, hatte andere theologische Gründe für seine Annahme: Er glaubte, dass der 25. März der erste Tag der Schöpfung gewesen sei. Aufgrund dessen spekulierte er, dass Jesus an diesem Tag auch in der Jungfrau Maria gezeugt wurde. Er rechnete neun Monate hinzu, und, voilà, so kam er auf den 25. Dezember als Gedächtnistag der Geburt Jesu.

Das müssen ja tolle Hirten sein, die im Dezember in der Nacht mit ihren Schafherden draußen auf dem Feld sind. Sorry, aber der Termin des Weihnachtsfestes hat nichts mit dem Zeitpunkt der Geburt Christi zu tun, sondern nur mit dem etwaigen Zeitpunkt des heidnischen Festes der Wintersonnenwende.

Ich streike bei allen Weihnachtsmannsachen. Grundsätzlich!!!Keine Weihnachtskarten mit Weihnachtsmann, keine Servetten, kein Geschenkpapier, keine Puzzels online mit Weihnachtsmannmotiven...niks!

Bei uns in der Apotheke steht so eine Figur und jedesmal, wenn man an der vorbei geht, sagt sie 'hou hou hou'. ich verstehe nicht, wieso der Apotheker nicht wahnsinnig wird von diesem 'hou hou  hou'.

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu. Obwohl kein Mensch sagen kann, ob das der echte Geburtstag ist. Aber das ist ja egal;

Bei uns kommt auch kein Christkind. Noch nie gekommen. Wir feiern einfach die Geburt Jesu. Wir denken daran, dass er vor 2000 Jahren vom Himmel herabgestiegen ist, sein Gottsein abgelegt hat, Mensch wurde, um für uns zu sterben. Um uns den Weg zu Gott frei zu machen.

Der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von Coca-Cola. Jesus wurde wenn überhaupt im Sommer geboren. Das Fest wurde nur so gelegt, dass es auf das heidnische Julfest fällt.

Der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von Coca-Cola. 

Warum ist dieses Gerücht eigentlich nicht totzukriegen?!

Der Weihnachtsmann, bzw. dessen Ursprünge, sind Jahrhunderte älter als Coca Cola, gar älter als das "Christkind".

www.markenlexikon.com/coca-cola-weihnachtsmann.html

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@Margotier

Nun ja, so ganz falsch ist es nicht. Sicher stimmt es, dass der Brauch um den Weihnachtsmann älter als Coca Cola ist, aber dass er in einheitlichem Rot gekleidet ist, ist durchaus eine Folge des Marketings von Coca Cola gewesen.

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@Margotier

Lies halt den Text, von dem du den Link hineingestellt hast, dann weißt du was Haddon Sundblom im Auftrag von Coca Cola gemacht hat! - Die Vorstellung vom Christkind leitet sich vom Christuskind ab, ist also an die 2 Tausend Jahre alt. Bischof Nikolaus lebte knapp 3 Jahrhunderte später. Die Gestalt dieses ungemein beliebten Heiligen wurde in den USA, speziell in der Gefolge einer Werbekampagne des erwähnten Getränkekonzerns verunstaltet. Was der "Hoho"-gröhlende Typ und die Rentiere mit dem Heiligen aus Kleinasien zu tun hat sind wenige Äußerlichkeiten. 

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@Eselspur

Und das erklärt natürlich auch die Figur Väterchen Frost. ;)

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@Eselspur

dann weißt du was Haddon Sundblom im Auftrag von Coca Cola gemacht hat! 

Ja: er hat die heutige Darstellung des Weihnachstmanns "verusacht".

Der Weihnachtsmann kam schon zu meiner 1893 geborenen Uroma und auch zu deren Eltern und Großeltern, da gab es Coca Cola noch gar nicht. Meine Uroma hat mir als ich klein war immer ein Weihnachtsmanngedicht aus ihrer Kindheit aufgesagt. Da ich das Plattdeutsch nicht beherrsche, kann ich es hier nicht korrekt wiedergeben. Es lautete in etwa: Lieber guter Wiehnachtsmann, lütten Elsa (Name meiner Uroma) bin ich man, viel erzählen kann ich nicht, Wiehnachtsmann vergiss mich nicht.

Dieser Weihnachtsmann hat seine Wurzeln sehr wohl im Heiligen Nikolaus.

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@JTKirk2000

Väterchen Frost wurde als Alternative zum Nikolaus von den russischen Kommunisten eingeführt. Die wollten den Nikolaus abschaffen, und Religion ganz verbieten. Bei den orthodoxen ist Nikolaus ein wichtiger Heiliger und viele Zaren trugen diesen Namen. Schon im Mittealter wurde Nikolaus in Rot mit weißem Rand im Gewand abgebildet. Das war die Farbe der Bischöfe, zumindest in der Westkirche. Bei den Orthodoxen, spielen die Farben keine so große Rolle, da sieht man ihn auch in goldenen Gewändern.

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@Klaraaha

Nun ja, man lernt doch immer wieder dazu. Immerhin zeigt dies aber auch, dass die Idee dieser Figur eben keine neuzeitliche Erscheinung ist, und demnach auch was den Weihnachtsmann angeht.

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