altes Pferd zu dünn! was machen?

15 Antworten

DennisG8 braucht halt den berühmten Zaun zwischen dem Partner und den Pferden, weil Menschen, die die Nähe noch fürchten, fühlen sich mit Zaun dazwischen wohler ;-)

Aber zurück zur Fragestellung:

Wenn es jetzt in den Winter geht und er so wenig Substanz hat, würde auch ich Deckenfeind eindecken - meiner steckt grade auch unter seiner ungefütterten Regendecke, weil ihn eine Verletzung so viel gekostet hat. Der wird mir dieses Jahr nimmer rund genug, um dem Wetter zu trotzen, fürchte ich. Nächste Chance im nächsten Jahr, ganz einfach. Lebenslang wird mein Großer nicht unter der Decke stecken, aber vielleicht einfach mal diesen Winter, bis er wieder nach Pferde aussieht.

War der Tierarzt, der die Zähne gemacht hat, ein auf Zahnheilkunde spezialisierter? Ich habe schon so oft mitbekommen, dass die normalen Pferde-Fachärzte das auch mit machen, aber zum Teil so viel Scheu vor den Schneidezähnen haben, dass hinterher die nimmer mit den Backenzähnen zusammenpassen, sich beispielsweise die Backenzähne nicht mehr berühren, weil die Schneidezähne vergleichsweise zu lang sind. Und wenn sie sich an die Schneidezähne mal ran trauen, machen sie mehr kaputt als gut. Von daher bin ich bei einer spezialisierten Tierärztin und werde auch immer so jemanden haben.

Mit der Reheneigung würde ich auch mehr Meinungen einholen, denn etwa 70% der Rehediagnosen (und eben auch Gefahrendiagnosen), die hierzulande getroffen werden, sind Fehldiagnosen, wo der Huf aus anderen Gründen so schlecht aussieht, dieselben Probleme zeigt, aber eben nicht stoffwechselbedingt, sondern großteils bearbeitungsbedingt. Vielleicht darf er ja.

Dann heißt es auf den Fütterungsseminaren immer, Rehepferde stellt man auf kniehohe Weiden (wenn man eine solche hat - die meisten, die eine solche haben, müssen draus Heu machen, denn Flächen für die Heuerzeugung sind kostbares Gut in der Pferdehaltung), dann können sie auch viele Stunden raus und viel futtern. Nur kurzes Gras ist so fruktanhaltig, dass man aufpassen muss.

Das Tier sollte Heu bekommen, so viel es "inhalieren" kann, wenn der Stoffwechsel fit ist, solltest es damit so weit bekommen, dass Du nicht mit ungesunden Dickmachern hantieren musst.

Hafer ist sehr, sehr gut, liefert Energie, ohne krank zu machen, ist nur oft die Frage, ob er nicht damit im Stall schon so viel läuft (wie wird das Pferd eigentlich gehalten), dass er die Haferenergie direkt wieder runter läuft und nicht einlagert.

Müsli ist eine einzige Katastrophe. Tut mir zwar leid, wenn ich das immer wieder sagen muss, weil da viele Arbeitsplätze in der Futtermittelindustrie, im Transport und Handel mit dran hängen, aber damit tut man keinem Pferd was gutes.

Pass sehr auf mit Stärke. Melasse ist reiner Zucker, Mais im Prinzip ähnlich, aber nicht so schlimm. Wenn Du Mais gibst, kauf hydrothermisch aufgeschlossenen, denn den können sie noch am besten verwerten und beobachte Dein Pferd ganz genau, denn die Stärke ist grade für ein Rehepferd reines Gift. Ich musste nun zwei Wochen ein klein wenig Mais zufüttern, weil mein Pferd in der Klinik zu sehr abgenommen hat durch die Belastung mit seiner Verletzung und was war: Magengeschwüre, Mauke ... bei einem Pferd, das zwar zu Stoffwechselstörungen neigt, aber noch nie sowas gezeigt hatte. Auch Äpfel und Karotten enthalten leider viel Zucker und die Säure von Äpfeln ist auch nicht gut für ein Pferd, das schon Probleme hat. Mehr als einen Apfel pro Tag sollte man eh nicht füttern, Karotten im Fellwechsel, weil der Vorteil durch das Vitamin B den Nachteil durch den Zucker meistens überwiegt. Für einen Rehekandidaten gilt das nicht! Da heißt es Finger weg von Karotten.

Du wirst um ein relativ teures Mineralfutter nicht drumrum kommen, wenn das Tier schon eine stoffwechseltechnische Vorgeschichte hat. Aber gib lieber eines wie die Produkte von Iwest oder das Atcom Nutrivital, bevor Du viel Geld quasi auf den Mist kippst, indem Du ein günstigeres gibst, das nicht verwertet werden kann. Das macht das günstigere nämlich günstiger: Die Stoffe liegen in einer Form und Zusammenstellung vor, die nicht so gut funktioniert, die aber billiger im Einkauf ist. Wenn Du bei den Herstellern der guten anrufst und ein Blutbild hin schickst ... zu dem ich Dir sowieso raten würde (lieber in ein Blutbild investieren als in Experimente), wirst Du normal auch sehr, sehr gut beraten und wenn Du sagst, so arg viel Geld ist aber nicht drin für Mineralfutter und Co. gehen die auch drauf ein und versuchen, Dir die günstigste Lösung zu suchen, auch wenn sie vielleicht dazu sagen, eine andere würde noch mehr Erfolg bringen.

Klar ist ein Herdenwechsel für Pferde belastend. Meiner hat als ranghohes Tier ein Jahr gebraucht, bis er durch das Stoffwechselchaos durch war. Aber dennoch kannst Du ihm auch jetzt helfen.

Ich habe hier jetzt schon wieder irgendwo Biotin gelesen - wenn das gefüttert wird, dann darf man damit nicht mehr aufhören. Der Körper hört nämlich auf dieses zu produzieren, wenn es zusätzlich gefüttert wird. Bei unserer alten Stute, 32 Jahre alt, haben wir auf Heu- und Maiscops gesetzt. Die können auch alte Pferde super fressen, weil sie weich sind, haben bisher noch jedem Pferd geschmeckt und sind auch recht günstig zu bekommen.

Wichtig ist dabei nur drauf zu achten, dass sie wirklich aufgeweicht sind, weil sie sonst im Magen nachquellen, was das für Folgen hat muss ich wohl kaum erklären.

Und eine Ferndiagnose kann hier keiner stellen, woran es liegt wird dir ganz alleine ein TA sagen knnen, ohne diesen und seinen rat solltest du ein kein Biotin, Selen oder Spurenelemente, die übrigens auch Schuld am abmagern sein könnten, füttern. Das kann sehr, sehr schnell nach hinten los gehen.

LG

Also mein Pflegepferd ist auch total dünn ... liegt bei ihr aber hauptsächlich am alter :/ so an sich ist sie fit und lebendig aber halt zu dünn. sie wird gar nicht mehr geritten, lebt aber im offenstall. Sie wird ab und zu longiert und laufen gelassen... wir gehen oft spazieren oder sie wird anderweitig bewegt.

Wir füttern ihr Hafer und Müsli ... Am besten ist es wenn du die portionen auf mehrere kleine verteilst. Sie bekommt noch ca. 2 hände voll weizenkleie pro Tag. Dazu gibt es noch leinöl. (falls es dir zu teuer ist geht aber auch normales sonnenblumenöl oder du mischst es...) sie bekommt viele möhren äpfel und ab und zu rote beete. momentan gibt es alle ein bis zwei wochen eine portion mash. im winter wird es dann mind. eine portion pro woche. du solltest noch gucken ob dein pferd genug heu hat . du könnest die portion auhc erhöhen ( am besten ist es wenn er die ganze nacht und den ganzen tag genug hat )

ich kenne eine frau auf unserem hof das hufrehe hat und es steht im moment ca. 1 stunde pro tag auf der weide. sie meinte das gras im moment ist nicht so schlimm aber es wird gefählich wenns langsam herbst wird oder so ... kenne mich das aber nicht so aus....

Hey, bei älteren Pferden sind meist die Zähne nicht mehr ganz ok, d.g. sie kauen zu schlecht und schlucken das Futter zu grob und können deshalb schlechter verwerten. Laß einmal den TA die Zähne anschauen, zur Not macht das auch der Hufschmied (ist nicht so teuer). Auch ändert sich oft der Stoffwechsel was die Futterverwertung schwieriger macht.Bis dahin Heucobs füttern und Öl (sollte aber min. 200 ml sein , sonst bringt es nichts). Du kannst auch Rübenschnitz geben . Aber Achtung mit allem Kraftfutter wenn er nichts arbeitet wegen Rehe (sei vor allem mit Mais vorsichtig !!)/Kolik. Lieber viel Heucobs, damit kannst du nicht wirklich überfüttern.

also mein pflegepferd ist 28 und hat ähnliche probleme, reitest du dein pferd mit sattel? Ich würde mir ein dickes rückenschonendes pad nehmen und eine decke drüberlegen dechengurt drauf, fertig nie mit sattel wenn er sowiso eingefallen ist!!!

alt ist dein pferd eig. ja nich! Rübenschnitzel sind echt gut!!! bau die muskulatur auf!!! Das geht am besten mit arbeit an der longe oder mit vieeel bodenarbeit. man braucht sehr viel geduld für so etwas!!!

Viel erfolg

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