Ab welchem Alter sollten Eltern dem Kind ein Pferd kaufen?

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Ab wann ein King ein Pferd haben soll/kann ist schwer beschreiblich....
Es hängt davon ab wie die Familie finanziell da steht und natürlich wie viel Erfahrung/Wissen/Willen da ist ein Pferd zu unterhalten.
Zu einem Pferd gehört:
-putzen, striegeln und evtl besondere Pflege falls das Pferd eine Krankheit hat
-der Stall/Unterkunft muss ebenfalls geputzt werden und gezahlt werden
-Futter/Wasser muss man zahlen
-man muss nach der Ausstattung gucken lassen, wo ebenfalls kosten auftreten für z.B eine Neuanschaffung oder aufpolstern
-man muss eben auch alles mögliche anschaffen für ein Pferd (putzsachen, verschiedene Decken zum abschwitzen und den Winter, Halfter, Trense, Sattel, Schabracken, evtl Lammfell, Reflektoren, gamaschen, fliegenmittel, koppelpfosten, litze,...)
-wenn der Tierarzt kommt, kann es schnell mal teuer werden und es kann sein dass man sogar eine Zeit sein Pferd nicht bewegen darf
-die Hufe brauchen auch besondere Pflege, die der Hufschmied macht und logischerweise ist da auch nichts umsonst
-.....
Man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Pferd durchgehend Pflege braucht und man auf jeden Fall Geld auf der Seite haben muss für besondere Fälle!

Kinder bekommen ja letztlich von den Eltern auch nur ein Pferd zur Verfügung gestellt. Die Eltern tragen die komplette Verantwortung für das Tier, insofern sollten sie nur dann ein Pferd anschaffen, wenn sie diese Erfahrung tragen können (und wollen). Das heißt, dass sie sich umfassend mit der Materie "Pferd" beschäftigen und auseinandersetzen müssen, um über genügend Erfahrung und Kenntnisse über die Bedürfnisse dieses Tieres zu haben. Natürlich muss auch die finanzielle Seite abgesichert sein. Wenn die Eltern selber Reiter sind, kommen die Kinder also in den Genuß, das Pferd der Mutter/des Vater mitnutzen zu können. Ob es dafür ein "Mindestalter" gibt, entscheiden die Eltern.

Schlecht beraten ist man dann, wenn die Eltern weder Interesse noch Ahnung von Pferden haben und von den Kindern dazu überredet werden sollen, ein Pferd anzuschaffen. Dafür gibt es meiner Meinung nach auch kein "Mindestalter", sondern eher ein finanzielles Mindesteinkommen des Kindes, welches es dem "Kind" erlaubt, Pferd und Unterhalt selbst zu finanzieren.

Haben nicht reitende und noch nicht an Pferden interessierte Eltern den Wunsch, ihrem Kind den Wunsch nach einem Pferd zu erfüllen, sollten die sich erstmal mit der Materie Auseinandersetzung (und zwar selber aus erster Hand und sich nicht nur "Modellrechnungen" vom Kind vorlegen lassen) und dürften dann in der Regel selber zu der Entscheidung kommen, was sie ihrem Nachwuchs diesen Wunsch erfüllen. Dann sollten die Eltern nämlich ausreichend darüber informiert sein, wie man am besten ein Pferd für den Nachwuchs aussucht, wie es untergebracht werden sollte, wie und wo man sich reiterlich weiter ausbilden lassen kann und wer im Umfeld bei aufkommenden Fragen in Sachen Pferd weiterhelfen kann.

Das ist aber keine Frage des "wie alt ist mein Kind jetzt", sondern eine Frage, wie engagiert und bereitwillig bin ich als Eltern, um meinem Kind diesen Wunsch zu erfüllen.

Hatte mal eine Mutter mit Tochter (17) bei mir zum Pferdekauf.

Mutter war vollkommen überrascht, als ich eine ganz andere Rechnung für den Unterhalt vom Pferd aufgestellt habe als das Kind.

Beim Kind war mit 250 Euro alles erledigt. Nachdem ich die Mutter informiert habe, das bei 250 Euro der Spass erst anfängt und das TA kosten von mehreren Tausend Euro auf sie zukommen können, bei Verletzung oder Krankheit, war sie vollkommen ernüchtert und hat sich bei mir für meine Ehrlichkeit bedankt.

Tochter (18) hat jetzt zwar trotzdem ein Pferd, (keines von meinen) finanziert das aber scheinbar vom Ausbildungsgeld selbst.

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@friesennarr

Ich kanns mir gar nicht vorstellen, dass Eltern sich vom Nachwuchs für ein Pferd überreden lassen (können), ohne sich selbst ein Bild von den Kosten zu machen. Aber scheints ja wohl doch zu geben :-)

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Stimme dir voll und ganz zu:) Bei mir war oder ist es auch das Problem das meine Eltern vom Thema Pony keine Ahnung haben. Allerdings habe ich dafür meine Stallbesi, die sich mit meinen Eltern an einen Tisch gesetzt hat, ihr laufenden Kosten erklärt hat und letztendlich mit mir zum angucken von vielen Ponys gefahren. Ohne Stallbesi wäre das auch nie was geworden!

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Meine Kinder sind mit Pferden groß geworden. Schon mit 2,3 Jahren saß mein Kleinster zum Beispiel auf dem Pony, wenn es zur Weide ging. Mit Kappe und geführt. Richtig angefangen zu reiten hat er allerdings erst mit knapp 7 und das ist auch für die Muskulatur und das Skelett eines Kindes wünschenswert. Zu Früh sollten Kinder nicht reiten, weil unter anderen die Koordination noch nicht ausreicht und es auch gesundheitlich nichtratsam ist. Das wird jeder Kinderarzt und Orthopäde bestätigen.

Demnach hatten unsere Kinder schon früh Pferde zu ihrer Verfügung, aber sie hatten auch Eltern im Hintergrund, die sich mit der Materie auskannten und selber reiten.

Bei nicht-reitenden Eltern finde ich es fatal, wenn Kinder zu früh ein eigenes Pferd haben, weil die Kinder nicht über das erforderliche Wissen verfügen und mitunter viele Fehler im Umgang mit dem Pferd machen. Da würde ich immer empfehlen, dass diese Kinder erst mal ein paar Jahre Reitbeteiligungen haben, oder man ihnen ein Pferd mietet, in einem Stall, in dem sie genügend Ansprechpartner haben und kümmernde Augen, die im Blick haben, wenn etwas falsch läuft. Meiner Meinung nach sollte in dem Fall kein Pferd vor dem 14. Lebensjahr angeschafft werden. 

Sicherlich gibt es da auch immer wieder Ausnahmen. Kinder, die auch mit 14 nicht reif genug sind, oder talentierte 10-jährige, die sich als überaus verantwortungsbewusst erweisen und Eltern, die zwar nicht reiten, sich jedoch so weiter bilden, dass das Ganze nicht falsch läuft.

Doch das Gros meiner Erfahrung zeigt mir immer wieder, dass Kinder ohne reitenden Familien-Background elementare Fehler machen, genau wie deren Eltern, die es eben nicht besser wissen.

Zu Früh sollten Kinder nicht reiten, weil unter anderen die Koordination noch nicht ausreicht und es auch gesundheitlich nicht ratsam ist. Das wird jeder Kinderarzt und Orthopäde bestätigen.

na ja, dann müsste die britische Oberschicht eine Klasse voller Krüppel sein. William und Harry Windsor machen auf mich aber einen munteren Eindruck und die wurden mit Sicherheit aufs Pferd gesetzt als sie laufen konnten. Auch die alte Queen hat sicherlich sehr früh angefangen. Und sie reitet immer noch mit ihren 90 Jahren. Und sitzt auch sonst nicht im Rollstuhl.
Allerdings reiten britische Kinder natürlich auf Ponies und nicht auf große Warmblutzossen.
Und seit wann hat ein Orthopäde Ahnung vom Reiten? Oder ein Kinderarzt. Es gibt Orthopäden, die gemütlich nicken, wenn es ums Reiten geht und andere, die vor Entsetzen umfallen. Dass sind aber diejenigen, für die ein Pferd hinten tritt, vorne beißt und in der Mitte buckelt. Das habe ich selbst nicht selten erlebt. Der Eine hat mir dringend abgeraten, der nächste hatte nichts dagegen.

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@Dahika

Ich vermute, Ihr redet ein wenig aneineander vorbei. Ist vielleicht Interpretationssache, was man da unter " richtigem " reiten versteht...

Dass die wenigsten Ärzte eine Ahnung vom Reiten haben, ist allerdings leider wahr.

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@Urlewas

ich hab meine ersten "reitversuche" mit etwa 1,5 jahren gemacht. ich erinnere mich nicht daran - aber es gibt fotos davon.

für ein kind unter 3 jahren hat ein schafbock gerade die richtige grösse. ostpreussische tradition. da hat man die kinder, sobald sie laufen konnte auf schafe gesetzt. ;-))

zwischen 2 und 5 habe ich bei jeder möglichkeit aufs pferd zu kommen (pony oder grosspferd war egal) so lange gegnatscht, bis die eltern ein einsehen hatten ;-))

voltigieren habe ich mit 5 angefangen.

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Hallo

das kann man nicht pauschal sagen. Ich kenne Mädels die hatten im Grundschulalter schon ein Pferd.

Bei uns war es so dass meine Eltern auch geritten sind und wir daher auch schon immer ein Pferd hatten, seitdem ich auf der Welt bin. Als ich 15 war, ist unser erstes Pferd dann gestorben und ich habe dann quasi kurz darauf "meinen" bekommen.

Meiner Meinung nach ist das Wichtigste, wenn man ein Pferd anschaffen möchte, dass man genug Geld hat. Dann kann man notfalls nämlich auch jemand bezahlen der das Pferd versorgt bzw. bereitet, wenn das Kind krank ist oder für die Schule lernen muss.

Eltern sollten einem Kind nur dann ein Pferd kaufen, wenn sie selbst Reiter sind, es reiten oder zumindest hauptamtlich pflegen wollen. Die Kinder wären dann die Reitbeteiligung am Pferd der Mutter oder des Vaters.

Sonst sollten sie sich auf Bitten der Kinder taub stellen. Die meisten pferdeverrückten Kinder hören in der späten Pubertät mit dem Reiten wieder auf. Denn dann wird Heinz oder Hans spannender.

Und es ist dann extrem nervig, die desinteressierte Tochter am Wochenende aus dem Bett "prügeln" zu müssen, weil sie zum Pferd MUSS.

Ich kenne so viele Pferde, die herumgammeln, weil ihre ehemals begeisterten jugendlichen Besitzer keine Böcke mehr auf den Bock haben.

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