1.000.000 Volt nicht gefährlich häää?

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7 Antworten

1 Megaohm?? Nene du. Die VDE spricht beim Körperwiderstand von 1.000 bis 10.000 Ohm. Und die Ampere an sich sind nicht das einzige was aussagt, wie gefährlich der Strom ist. 


Und was die Spannung angeht können 230V tödlich sein, 20.000 Volt hingegen absolut ungefährlich. Weidezäune für Kühe und Pferde haben ja auch 10.000-20.000 Volt. Aber es können halt nur ein paar Milliampere fließen.


Die Angabe mit 50mA sind tödlich hast du richtig recherchiert. Allerdings nur, wenn der Strom maximal 0,1 Sekunden lang dauert. alles darüber ist wieder gefährlich. 


Folgende Punkte besagen wie gefährlich der Strom ist:


  • Art des Stromes (Gleichstrom oder Wechselstrom)
  • Dauer des Stromflusses (der Fehlerstromschutzschalter löst knapp unter 0,1 Sekunden aus)
  • Weg des Stromes (Von Hand zu Fuß übers Herz oder doch nur von Finger zum Finger neben dran?)
  • Stromstärke (Diese ist nicht unbedingt von Spannung und Körperwiderstand abhängig! Siehe Berührungsspannung oder Weidezaun)


Wechselströme sind gefährlicher als Gleichströme, da sie Herzrythmusstörungen (Herzkammerflimmern) verursachen können. Wenn der Strom jedoch nicht übers Herz fließt sinkt die Chance auf so einen Effekt drastisch. Je länger der Stromfluss dauert, desto gefährlicher und tödlicher ist er. Selbst bei niedrigem Strom kann man jemanden gar kochen, wenn er minutenlang dran hängt. Und natürlich halt die Stromstärke. Ab 50mA übers Herz und min. 0,1 Sekunden spricht man von tödlich.

Die Stromstärke ist entscheidend, nicht die Spannung (Volt).

230 V aus der Steckdose können tödlich sein, da dort auch ein Strom fließt.

Elektroschocker haben in anderen Ländern 500 000 V und mehr und die meisten Leute (die keine Herzschwäche haben) stehen danach trotzdem wieder auf, weil eben die Stromstärke extrem gering ist (sonst würde auch eine 9 V Blockbatterie nicht ausreichen).

dompfeifer 01.12.2016, 01:39

Hallo FloTheBrain, das ist Unsinn! Siehe dazu meinen Kommentar oben bei DexterNemrod

Die Stärke des Körperstromes ist bei gegebenem Widerstand allein von der (Berührungs-) Spannung abhängig. Bei den Elektroschockern wird diese Hochspannung im Gerät schon gewaltig reduziert per Widerstand. Außerdem liegt da die Einwirkungszeit im Millisekundenbereich. Die umgesetzte Energie ist also ziemlich klein. Siehe dazu meine Erörterung oben. Die Elektroschocker sind technische Sonderfälle, deren Funktion nicht dazu taugt, Risiken bei alltäglichen Unfälle an festen Elektroanlagen einzuschätzen.

An Anlagen des öffentlichen Stromversorgungsnetzes bleibt zur Einschätzung des Gefahrenpotentials in aller Regel nur die Kenntnisnahme der Berührungsspannung. Nur die ist bekannt von allen maßgeblichen Daten. Alles andere ist Quacksalberei.

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Da hast Du wohl ziemlichen Unsinn gerechnet. Ich komme auf 80 V.

Also für den menschlichen Körperwiderstand können wir ungefähr 1,6 kΩ, das sind 1_600 Ω, ansetzen. Um über diesen Körper einen Strom zu leiten mit der Stärke 50 mA (Das ist schon ziemlich tödlich bei Wechselstrom!), also 0,05 A, brauchen wir eine Spannung von 1_600 mal 0,085 Volt, das sind 80 Volt und durchaus realistisch als "tödliche Grenze", allerdings nicht bei Gleichstrom.

Du kannst eine Spannung von 10000000000000 Volt haben, wenn kein Strom fließt kann auch nichts passieren. Die mA Zahl sagt aus wie viel Strom fließt. Und die Spannung eben mit was für nem Schwung/Geschwindigkeit. Vom beiden muss eben genug da sein um von einer Gefahr zu reden.

DerKorus 29.11.2016, 17:53

Geschwindigkeit? Nein egal wie gross/klein die Spannung ist der Strom fliesst immer gleich schnell.

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dompfeifer 01.12.2016, 00:59

Hallo Berny96, das ist alles völliger Unsinn!

Wo 10 Billionen Volt an einen menschlichen Körper angelegt werden, sind nur noch Blitz, Donner, Rauch und Gestank wahrzunehmen. Bei einem grob angenommenen Körperwiderstand von 1 kΩ würde durch den Körper ein Strom von 10 Milliarden Ampere fließen, die würden in hundertstel Sekunden den Körper in Asche verwandeln. Die jeweilige Stromstärke ergibt sich naturgesetzlich gemäß Ohm'schem Gesetz immer als Verhältnis von Spannung zu Widerstand. Siehe Wiki "Ohm'sches Gesetz".

"Wenn kein Strom" durch den menschlichen Körper "fließt, passiert" natürlich auch "nichts", weil an dem Körper keine Spannung anliegt, klar. Da kannst Du ruhig einige Billionen Volt sonst irgendwo "haben" (!!!????) in großer Entfernung, nur nicht am Körper! Bei der Beurteilungen von drohenden Körperschäden geht es um Berührungsspannungen und Körperströme!

Und die Spannung hat schon gar nichts mit "Schwung" oder "Geschwindigkeit" zu tun!

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Die Gefährlichkeit des Stroms hängt eher von der Stromstärke denn von der Spannung ab. Entscheidend ist wie viel Energie dem Körper zugeführt wird, und die Energie hängt allein von Stromstärke und Widerstand ab, aber nicht von der Spannung.

dompfeifer 01.12.2016, 01:19

Energie gleich Spannung mal Stromstärke mal Zeit. Bei der Stromstärke geht es hier um den Körperstrom, bei der Zeit um die Einwirkungszeit. Die körperliche Schädigung ist bei ganz grober Rechnung schon ungefähr proportional zu Energie, die im Körper umgesetzt wird. 

Nun kennst Du ja beim Unfall aber weder die Einwirkungszeit noch die Größe des Körperstromes. Letztere ergibt sich gemäß Ohm'schem Gesetz aus der am Körper anliegenden Spannung und dem gesamten Widerstand des schädlichen Stromkreises, d.h. in der Regel Körperwiderstand plus örtlichem und situativem Erdungswiderstand. Und diese Werte kennst Du im Schadensfall auch nicht. Mit der nachträglichen Ermittlung dieser Werte wäre selbst ein forensischer Techniker eine Weile ausgelastet.

Somit bleibt zur  Einschätzung des Gefahrenpotentials in aller Regel nur die Kenntnisnahme der Berührungsspannung. Nur die ist bekannt. Alles andere ist Quacksalberei.

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Du hast dich da etwas geirrt.

Bei Berechnungen wird ein Körperwiderstand von 1 000 Ω zugrunde gelegt. Das ergibt bei den heutigen 230 V 0,23 A.

Ab etwa 30mA wird es aber für den Körper gefährlich. Das ergibt eine gefährliche Spannung von etwa 30V. Deshalb ist ja die Kleinspannung mit 25V begrenzt.

Wird allerdings die Leistung begrenzt, können selbst Spannungen von einigen Zehntausenden Volt ungefährlich sein. Die besten Beispiele dafür sind wohl ein Teslatrafo oder ein Weidezaun.

1.000.000 Volt sind bei niedriger Stromstärke (Ampere) auch nicht gefährlich. 

Mineexplows 29.11.2016, 17:37

d.h. 1.000.000 v sind nicht gef. / aber in foren jammern alle rum 50 v sind gef. /wenn ja der innenwiederstand 1000000 ohm beträgt ergibt das 50mA hmmmm.ich glaube es stimmt was mit dem innenwiederstand net

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dompfeifer 30.11.2016, 20:44
@Mineexplows

Hallo Mineexplows!                                     

Das habe ich mit meinem Kommentar hier hoffentlich hinreichend geklärt. Bei 1_000_000 Ohm Innenwiderstand liegen 1_000_000 Ohm mit dem menschlichen Körper in Reihe. Da liegt der Mensch an einer kleinen Teilspannung von rund 10 V. Da fließen rund 10 mA. 

Bei 1_000_000 Volt bliebe von dem Menschen nur noch Blitz, Donner, Rauch und Gestank übrig!

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dompfeifer 30.11.2016, 20:35

Hallo  thegoodman, das ist barer Unsinn!

Wenn Du an einem Körper mit dem Widerstand von 1,6 kΩ eine elektrische Spannung von 80 V anlegst, dann fließt durch diesen Körper ein Strom von der Stärke 80/1600 Ampere = 0,05 A bzw. 50 mA, und zwar naturgesetzlich. Siehe Wiki "Ohm'sches Gesetz". Mit anderen Worten: Die jeweilige Stärke des fließenden Stroms ergibt sich allein aus der anliegenden Spannung und dem angeschlossenen Widerstand!

Du kannst natürlich an einer Stromquelle mit 1_000_000 V einen menschlichen Körper in Reihe schalten mit einem weiteren Widerstand von 100_000_000 Ω. Dann hängt der an einer kleinen Teilspannung von nur etwa 10 V. Und dann entwickelt sich eine vergleichsweise harmlose Stromstärke von rund 10 mA (0,01 A). Das kann in der Praxis auch durch eine hochohmige Isolierung gegen die Erde geschehen.

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