"-ie" vs."-y" zwischen Englisch und Deutsch?

11 Antworten

Dass dem deutsches Schluss -ie im Englischen oft ein -y entspricht (Beispiele aus der Literatur: Ironie, Metonymie, Philosophie, Allegorie u.v.a.)  , stimmt sicher, aber eine allgemeingültige REGEL kann man daraus wohl nicht machen. Was z.B. ist mit "navy"?

Ich vermute und bin einigermaßen sicher , dass die "deutsche" -ie -Endung eigentlich aus dem FRANZÖSISCHEN, früher der Sprache der Gebildeten in Deutschland, stammt.

Das französische Wort für "Monopol" aber ist "monopole" , nicht "monopolie". (Mein etymologisches Wörterbuch sagt, dass es vom Altgriechischen  mono plus polein = verkaufen stammt.)  Es könnte also gut sein, dass auch beim Beispiel "Monopol" die Vorlage aus dem Französischen stammt (monopole > Monopol)

Eine Regel gibt es natürich, aber sie ist schwierig, - vor allem, wenn man nicht deutschsprachig aufgewachsen ist und nicht viel gelesen hat. Im Gegensatz zu vielen neuen Modewörtern stammen solche Wörter direkt aus Latein und sind schon vor langer Zeit in die deutsche bzw. englische Sprache eingezogen, und sie haben deren Sprachentwicklung mitgemacht. So kommt es zu den verschiedenen Schreibweisen.

Bei den erst neuerdings ins Deutsche eingezogenen Anglismen bleibt es gewöhnlich bei der englischen Schreibung und Aussprache. Dabei gibt es eine relativ neue Regelung. Die bis vor einiger Zeit auch verwendeten englischen Plurale sind eingedeutscht worden. So ist es zu den Hobbys und Storys gekommen. Das sind also echte Hybride.

Nein, feststehende Regeln dafür gibt es nicht.

Man sollte stets berücksichtigen, daß Englisch eine sehr armselige Sprache ist, die fast nur aus Lehnworten besteht. Bei Deinen genannten Beispielen wird das englische Wort mit dem "y" gebildet. 

Lehnworte im Deutschen zumeist mit "ie", aber Monopol ist schon mal eine Ausnahme.

Im übrigen haben diese Begriffe im Deutschen ein Geschlecht (das Monopol, die Anarchie usw.usw.), im Englischen nicht.

Das Brettspiel "Monopoly" hat hiermit nichts zu tun, dabei handelt es sich um einen Eigennamen.

Ich würde mir an Deiner Stelle nicht anmaßen, die englische Sprache als "sehr armselig" zu bezeichnen. 

Dass Lehnworte im Deutschen zumeist mit "ie" gebildet werden, ist eine bloße Behauptung.

Was das Genus hier zu suchen hat, ist mir schleierhaft.

Und "monopoly" gibt es nicht nur als Brettspiel. 

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@joheipo:

Englisch ist keine "sehr armselige Sprache", aber dies war eine sehr anmaßende Antwort.

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@earnest

Och, anmaßende Antworten gleiten an mir ab wie das Wasser von der Ente.

Daß ich Englisch als "armselig" bezeichne, stütze ich auf die Anzahl der englischen Basiswörter, von denen es ungefähr 300 gibt, mehr nicht (diese Weisheit habe ich von einem Gymnasiallehrer für Englisch, der ein paar Semester Anglistik studiert hat).

Eben dieser Fachmann hat mir auch erklärt, daß Englisch zwar nicht zum romanischen Sprachraum zählt, jedoch aufgrund der römischen Besetzung ebensoviel lateinische Lehnworte enthält wie Italienisch, Französisch usw. Reine Sprachen wie Finnisch oder Isländisch sollen da ganz anders aussehen, wurde mir erklärt.

Deutsch ist, mal abgesehen vom zunehmenden Teenie-Deppendeutsch "Germish / Denglisch", natürlich ebenso mit Lehnworten anngereichert wie Englisch. 

Als albern empfinde dabei aber, daß ohne nachzudenken behauptet wird, unsere Lehnworte kämen samt und sonders aus dem Englischen. Siehe "Monopoly".

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@joheipo

Selbst wenn du solche "Weisheiten" übernimmst, solltest du mit den Schlüssen, die du daraus ziehst, vorsichtiger sein.

Dein (in meinen Augen überheblicher) erster Satz erinnert mich, pardon, an ein Kleinkind, das stolz auf seine "Hinterlassenschaft" blickt.

Zur Sache: Wie kann man eine Sprache als "sehr armselig" bezeichnen, wenn man das an der Zahl von "Basiswörtern" festmacht?

Shakespeares Dramen bestehen nicht nur aus "Basiswörtern".

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@joheipo

Dieser so genannte "Fachmann" hat offensichtlich beim Studium im Bereich "Sprachwissenschaft" tief geschlafen.  Ich möchte die Diskussion um das Wort "armselig" nicht unendlich ausweiten, aber die englische Sprache (vor allem die amerikanische Variante")als "armselig", "primitiv" usw zu bezeichnen, erinnert doch sehr peinlich an Propaganda des Deutschlands von 1933 - 1945.  Solchen Urteilen fehlen  fehlt eigentlich nur noch der Hinweis auf Kaugummi, heiße Kartoffeln im Mund und Neg ermusik.

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Du verbreitest mit Deinem Beitrag peinlichen Unsinn, der nur eins beweist:  UNWISSENHEIT .

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