gegenargument zum veganismus? ist es wirklich so? jemand meinte veganer sind auch mörder weil man für obst gemüse auch tiere tötet schädlingsbekämpung?
mäuse ratten usw werden ja getötet wegen weizenproduktion. ist das ein argument dagegen?
8 Antworten
Ja, bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln werden auch Tiere getötet. "Schädlinge" werden aus Selbstschutz getötet, denn irgendwas müssen wir essen und wir haben das Recht, unsere Lebensgrundlage zu verteidigen. Natürlich sollten wir Möglichkeiten finden, das Leid das für den Anbau von Pflanzen verursacht wird, so gut es eben geht zu verhindern.
Weitere Tiere sterben in der Landwirtschaft unbeabsichtigt. Zb rehkitze, die sich bei der Ernte im Feld verstecken. Auch an solchen Problemen sollte man selbstverständlich arbeiten.
Das wichtigste ist allerdings die Tatsache, dass für eine omnivore Mahlzeit viel mehr Tiere auf Feldern sterben, als für eine vegane Mahlzeit. Schließlich muss man ein Rind monatelang mit Pflanzen füttern, bevor man sie schlachten kann. 60% Der Anbaufläche in Deutschland wird für Futtermittel für Nutztiere bewirtschaftet!
Es ist völlig sinnbefreit, gezielt hunderte Millionen von Tieren heranzüchten und zu töten und diese Gewalt dann damit zu rechtfertigen, dass es sowieso nicht möglich ist, Todesfälle durch den Ackerbau zu vermeiden. Das ist als würde jemand absichtlich einen Fußgänger überfahren und dann sagen "Joar, Verkehrsunfälle lassen sich ja sowieso nicht vermeiden und als Selbstschutz dürfte ich ja auch jemanden überfahren, der mich umbringen will"
Hast du denn ein vernünftiges Argument dafür?
Meinst du etwa, das süße kleine Lämmchen darf nicht gegessen werden, weil es ein "Recht auf nicht getötet werden" hat?
Hat es dieses Recht auch noch, wenn der Wolf kommt?
Nein? Dann hatte es dieses Recht auch vorher nicht.
Oder meinst DU, daß Nutztiere die gleichen Rechte haben sollten, wie Menschen auch?
Oft hört man in der "Argumentation" der Veganer, daß die Tiere 60% der deutschen Agrarfläche beanspruchen, und wir ja von dieser Fläche viel mehr Menschen ernähren könnten. Ja. Könnten wir, vielleicht.
Aber wenn du mehr Menschen ernähren willst (ich denke 8 Milliarden sind schon viele), heißt das, daß sie sich weiter vermehren dürfen.
Dem Tieren gibst du dieses Recht aber nicht. Im Gegenteil, "wir brauchen doch bloß keine mehr nachzüchten".
Dann werden es aber weniger.
Also, wenn die Tiere kein Recht darauf haben, von uns nicht getötet zu werden, und die Veganer ja (angeblich) Tierfreunde sind, dann setzen wir doch Alles daran, daß den Tiere auch das Recht auf Nachwuchs zugestanden wird.
Hier noch ein aktuelles Zitat aus einer anderen Antwort auf diese Frage:
""Schädlinge" werden aus Selbstschutz getötet, denn irgendwas müssen wir essen und wir haben das Recht, unsere Lebensgrundlage zu verteidigen."
Wildschweine fallen gern in Gemüsebeete, Kartoffelfelder und Getreidefelder ein. Dort sind sie Schädlinge. Und dürfen laut dem Veganer, der diesen Satz geäußert hat, auch getötet werden.
Also ist er, oder sind die Veganer nicht gegen das Töten. Und wenn das Wildschwein getötet wurde, können wir es auch essen.
Wenn es im Veganismus nicht darum geht, keine Tiere zu töten, und nicht darum, daß Tiere die gleichen Rechte wie Menschen hätten, sondern eher darum, die Anzahl der Tiere zu reduzieren (weil Irgendjemand im Hintergrund Tiere haßt, oder sein Kunstfleisch teuer unter die Kunden bringen will), dann darf man das nicht auch noch unterstützen.
Und die Veganindustrie erhöht ihren Profit, und spendet an die vielen Veganvereine, damit noch mehr Kunden deren Zeug kauft.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß durch die Abwendung von den Tieren in deren Leben irgend etwas verbessert wird.
Wer ein Tierfreund ist, kümmert sich um die Tiere. Entweder aktiv, indem er selbst welche hält, oder die Tierhalter unterstützt, und von denen die Produkte kauft, die sich gut um ihre Tiere kümmern.
Die Zukunft der Nutztiere sollten wir nicht den Tierhassern überlassen, die sie ausrotten wollen.
Und das ist doch ein gutes Argument gegen Veganismus.
Grundsätzlich sollte sich jeder von dem Kinderwahn abwenden, dass kein Tier sterben darf. Tiere sterben täglich zu Billionen und entstehen neu zu Billionen. Das war schon immer so, auch als der Mensch erst zu zehntausend auf der Erde unterwegs war.
Heute, mit über 8 Milliarden Bewohnern drückt der Mensch die Natur weitaus zuviel an die Wand. Aber leider kommt von Veganseite fast NIE die Initiative, die Menschheit soll endlich ihre Geburtenrate in den Griff bekommen.
Es ist dem Mensch so gut wie unmöglich, mit artgerechter Nahrung zu überleben ohne Tiere zu töten. Auch ein wilder Veganist hackt seinen Gemüsegarten und tötet dabei Ameisen, Regenwürmer, Käfer usw. Selbstverständlich ist aber so jemand kein "Mörder". Mörder ist NUR, wer absichtlich einen Menschen tötet.
"Es ist dem Mensch so gut wie unmöglich, mit artgerechter Nahrung zu überleben ohne Tiere zu töten. Auch ein wilder Veganist hackt seinen Gemüsegarten und tötet dabei Ameisen, Regenwürmer, Käfer usw. Selbstverständlich ist aber so jemand kein "Mörder". Mörder ist NUR, wer absichtlich einen Menschen tötet."
darauf gehe ich nicht, weil es typischer whataboutism ist und zudem falsch ist. Einfach nur blöde rumlabern, um seinen nicht-veganen Lebensstil zu rechtfertigen...
Nein ist es nicht denn diese Produkte werden ja auch von omnis gegessen. Und den Veganern ist sehr wohl klar dass auch beim Anbau von Obst, Gemüse, Getreide usw eben Tiere zu Schaden kommen. Ein Argument gegen veganismus ist das aber trotzdem nicht eben weil diese Produkte auch von omnis sprich alles essen konsumiert werden.
Ja wäre ein Argument. Aber nunja Sie tun die ja nicht essen aber in gewissermaßen ist es ein indirekter Tod.