Warum verhalten sich viele Transpersonen dem Klischee?

Ich bin damals vielen Transpersonen begegnet sowohl Transfrauen und auch Transmännern,mir ist aufgefallen das sich viele Transfrauen/Transmänner typisch dem Klischee weiblich/männlich benehmen,ich hab absolut nichts dagegen das sie sich so verhalten ich sehe sie auch so an wie sie sich so sehen.Transpersonen fühlen sich im falschen Körper und das verstehe ich auch und das eine Transfrau/Transmann ein weibliches/männliches Denken und Verhalten hat ist mir auch klar nur Frage ich mich warum sie sich mehr weiblicher/männlicher verhalten und sogar anziehen als eine Durchschnitts Frau/Mann es tut.Vielen Transfrauen denen ich begegnet bin, lieben das Thema Beauty so krass und sexy Kleidung und wirken irgendwie übertrieben sexuell,auch ist ihre Lieblingsfarbe meist typisch pink usw also alles typisch Frauenklischee und bei Transmännern ist es genau das gleiche nur halt dem Männerklischee.Ich bin eine Frau und es gibt auch viele Dinge wo ich mich typisch weiblich verhalte und anziehe aber nicht so krass weiblich wie es in meinen Augen eine Transfrau tut,ich kenne viele Frauen, die unscheinbare, bequeme Kleidung besser finden. Frauen, die sich nicht schminken mögen und Frauen, die sich über andere Hobbys definieren. Gerade auch, weil sie nicht dem Klischee bedienen wollen.Ich bin kein Sonderfall der das so sieht,es gibt noch andere die das wie ich sehen und sich genauso die selbe Frage stellen.Ich habe diese Frage gestellt da ich mich momentan mit dem Thema LGBTQIA beschäftigte und auch LGBTQIA unterstütze und ich auch mehr über das Thema lernen und verstehen will.

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Also- das Phänomen gibt es schon. Aber vergiss nicht, dass es viele Transsexuelle gibt, bei denen du gar nicht merkst dass sie trans sind. Weil sie einfach viel unauffälliger sind :)
Es sind also nur wenige so, wie du es beschreibst. Aber die fallen natürlich mehr auf.

Warum sind mache also so extrem klischeehaft? Auch das kann ich dir erklären.
Es ist sehr schwer als Transsexueller. Sehr viele Menschen nehmen einen überhaupt nicht ernst, ständig wird man mit falschen Namen und dem falschen Geschlecht bezeichnet, manche drücken einem sogar unverblümt ins Gesicht, dass man "immer eine Frau/ein Mann bleiben wird" und sie einen für geisteskrank halten. Auch von mir selbst kenne ich es also, dass diese ständige Leugnung meiner Männlichkeit (bin ein transsexueller Mann) bei mir das Bedürfnis hervorgerufen hat "zu beweisen" dass ich ein Mann bin und mich dann auch männlicher zu verhalten.

Gerade in den ersten Jahren meiner Transition, als meine Mitmenschen noch wussten das ich trans bin, war das schlimm. Ständig wurde mein Verhalten bewertet. Ich habe oft völlig ungebeten von irgendjemandem "also so verhalten sich männer aber nicht, das muss du noch lernen" gesagt bekommen. Totaler Schwachsinn, aber ja. Irgendwie zeigen einem die Mitmenschen einfach, dass sie einen nicht ernst nehmen, wenn man sich nicht klischeehaft verhält. Ich war verzweifelt. Das ständige geleugnet werden hat mich kaputt gemacht. Es war mir einfach lieber, bewusst ein klischee zu spielen und dann dafür mehr akzeptiert zu werden.

Dann habe ich angefangen Testosteron zu nehmen, mein Passing wurde schlagartig richtig gut, ich bin umgezogen und habe ein neues Leben angefangen. Dieses Mal direkt als Mann und ich habe gar nicht mehr erzählt, dass ich trans bin. Da habe ich erst wirklich zu mir selbst gefunden. Und auch aufgehört mich so klischeehaft zu verhalten. Ich musste es ja nicht mehr, da niemand mehr so dreist war mein Mann-Sein anzuzweifeln. Inzwischen habe ich zb auch wieder richtig lange Haare :)

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trans Manner werden weniger oft/schlimm behandelt als transFrauen

Alle Transsexuellen haben das Problem von einigen Menschen, besonders im Internet, als geisteskrank beschimpft zu werden und einfach nicht als die, die sie sind, ernst genommen zu werden.

Aber es stimmt, dass trans Frauen zusätzlich noch oft als "gefährliche Männer" gesehen werden. Oder als notgeile Kerle, die einfach nur an Möpsen rumspielen und sich in Frauenumkleiden schleichen wollen.
Transsexuelle Frauen haben ja auch mehr Schwierigkeiten mit einem guten Passing, besonders am Anfang

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ich denke du kennst einfach die falschen Männer.

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Aber das ist doch alles ein gesellschaftliches Konstrukt. Auch ein Mädchen kann doch "Jungssachen" machen und ein Junge "Mädchensachen" ohne trans zu sein. Nur, weil man nicht in das gesellschaftliche Bild passt, ist man doch nicht im falschen Körper.

Richtig!

Ich schaute gerade eine Doku über Kinder, die trans sind. Sie meinten, sie hätten dadurch früh Probleme gehabt, nämlich dass sie Dinge nicht machen durften, die für ihr gefühltes Geschlecht typisch waren, aber nicht für ihr biologisches.

Trotzdem kann ich das nachvollziehen. Dabei geht es eher um folgendes: Stell dir ein Kind vor, das körperlich weiblich ist und als Mädchen wahrgenommen wird, aber innerlich eigentlich ein Junge. Das Kind hat nun den Wunsch Fußball zu spielen, darf aber nicht, mit der Begründung "Dass das ja nichts für Mädchen sei sondern für Jungs." Das Kind fühlt bei dieser Aussage einen Bruch. Denn sein Gefühl sagt ihm: "Aber ich bin doch ein Junge!"

Es geht also weniger um Geschlechterklischees, sondern darum immer wieder als Junge abgelehnt zu werden und als Mädchen bezeichnet zu werden.

Aber ich frage mich, wie merken Menschen, dass sie trans sind?

Wie genau man es herausfindet, ist bei jedem anders. Viele fangen irgendwann an sich im Internet als das andere Geschlecht aus zu geben. Oder sehen sich selbst in ihrer Fantasie oder in Träumen als das andere Geschlecht. Bis sie immer mehr merken, dass sie das tun, weil es sich richtig anfühlt.

Viele erleben, dass sie sich ständig missverstanden und falsch fühlen. und außerdem große Probleme mit ihren körperlichen Geschlechtsmerkmalen haben. Man kann sich einfach keine Zukunft als Frau/Mann vorstellen.

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mir fehlt nichts aber asexuell bin ich auch nicht?

Also ich weiß nicht wo ich anfangen soll..

Ich bin 18, werde im Februar 19 und bin noch Jungfrau.
In der Schule aber auch privat gibt es viele die auf mich stehen aber ich selbst war einfach noch nie verliebt. Ich hatte schon einige Dates mit verschiedenen Jungs aber verliebt hab ich mich noch nie. Allerhöchstens ein bisschen Schmetterlinge im Bauch aber nie genug um eine Beziehung einzugehen.

Rummachen beim Feiern und auf Partys sind kein Problem für mich, da bin ich schließlich betrunken aber Sex mit einem X-Beliebigen will ich nicht.

Irgendwie fragen mich oft wirklich hübsche und bodenständige Männer, die mit beiden Beinen im Leben stehen, nach Dates bzw. sagen dass sie Interesse hätten mich näher kennenzulernen aber ich hab irgendwie keine Lust. Ich würde so gerne aber ich kann mich einfach nicht überwinden. Ich weiß nicht was mich zurückhält.

Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Wir haben ein riesiges Haus, ich habe viele Freunde, ich hab ein wunderbares Hobby und in der Schule schreibe ich sehr gute Noten. Mir wird irgendwie nie langweilig weil ich in meiner Freizeit viel mit Freunden mache und ein zeitintensives Hobby hab, welches mich extrem erfüllt.

Gestern kam ich um 18 Uhr nachhause und musste noch Haare waschen. Da fragte mich ein Typ, welchen ich vom Feiern kenne, ob wir uns nicht noch treffen wollen und ich sagte dass ich heute nicht mehr kann.
Klar, ab 19:30 hätt ich Zeit gehabt aber mich extra zu schminken, mir extra die Haare zu föhnen und dann raus in die Kälte gehen? Nope, danke.

Der Typ ist Jura Student, sportlich und sieht gut aus. Was stimmt denn mit mir nicht, dass ich lieber alleine zuhause vorm Fernseher chillen will, anstatt mich mit so einem zu treffen?
Meine Freundinnen würden alles tun, um mit so einem ausgehen zu können.
Ich will lieber essen, schlafen, chillen als mit Männern ausgehen.

Warum also will ich nicht?
Asexuell bin ich nicht. Ich hab schon irgendwie das Bedürfnis nach Sex aber ich akzeptiere halt dass ich momentan keinen habe.

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Es gibt nicht nur Asexualität, es gibt auch Aromantik. Beides kann auch ohne das andere auftreten :) Aromantik heißt, dass man sich nicht verliebt. Freundschaftliche/Familiäre Liebe ohne Schmetterlinge im Bauch kann man aber trotzdem empfinden.

Ich würde so gerne aber ich kann mich einfach nicht überwinden. Ich weiß nicht was mich zurückhält.

Wenn es dich aber stört, dass du dich noch nie verliebt hast, deutet es für mich darauf hin, dass du eher nicht aromantisch bist.
Was genau stört dich, was genau fehlt dir? Vielleicht hilft dir diese Frage, das "Problem" besser zu differenzieren.

Was genau empfindest du, wenn dich jemand nach einem Date fragt? Unlust? Kennst du diese Unlust auch noch aus anderen Situationen? Wann empfindest du diese Unlust immer?
Kann es vielleicht sein, dass du unterbewusst Angst hast? Fühlst du dich vielleicht unwohl damit, als 18 Jährige noch unerfahren zu sein?

Wie sieht es denn bei deinen Freunden aus? Bist du nur mit Mädchen befreundet oder gibt es auch einen Jungen, den du vielleicht hübsch findest und dem du emotional nah stehst? Wenn ja, kannst du dir auch bei einem Freund nicht vorstellen, dich emotional auf die Person einzulassen?

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selber Betroffen/ regelmäßig erlebt

Es ist aber stark vom Umfeld, mit dem ich zutun habe. Unter Studenten und Personen aus akademischen Familien habe ich NIE Homophobie erlebt. Ganz im Gegenteil, es wurde nicht mal mit der Wimper gezuckt wenn ich meinen damaligen Freund erwähnte.

Ganz anders ist es jetzt, wo ich im Handwerk (Baugewerbe) arbeite. Ich werde täglich als abartig und ekelhaft beschimpft, gleichzeitig sind meine Arbeitskollegen aber diejenigen, die sich ausmalen welche Sexpraktiken ich mit Männern wohl habe. Es werden viele Witze gemacht, einer (Anfang 20 -jähriger Deutscher!) sagt mir manchmal ganz unverblümt, dass meine Existenz von Gott nicht gewollt ist und ich krank sei.

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Am besten sprichst du offen mit ihr, damit sie weiß worauf sie sich einlässt :)

Dass man noch nicht verliebt ist, wenn man Datet, ist aber auch ganz normal. Eine gewisse Sympathie für die Person zu haben wäre natürlich gut.

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Oute dich doch am besten erstmal bei deinem Bruder, dann hast du direkt einen "Verbündeten".
Eigentlich ist es nicht so schwer, du musst dich eben überwinden. Ich weiß auch nicht, was man da großartig für einen Tipp geben sollte.

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Nein, es ist vollkommen okay wenn du dich nicht mit Dingen auskennst, mit denen du gar nichts zutun hast. Solang du offen dafür bist, Neues kennen zu lernen und deinen Mitmenschen prinzipiell mit Respekt behandelst, verhältst du dich besser als viele andere Menschen.

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Das mit dem schwulen Paar ♥️

Kinder kennen noch keine Homophobie. Für sie ist es nichts seltsames, wenn zwei Menschen sich lieben.

Homosexualität ist ganz normal und für viele unserer Mitmenschen ein fester Bestandteil ihres Lebens. Kinder sollten diese Vielfalt kennen lernen und man sollte ihnen nicht vorgaukeln, dass Liebe etwas sei, dass es nur zwischen Mann und Frau geben kann. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass das Kind sich selbst später mal ins eigene Geschlecht verlieben wird und es wäre schön, wenn das Kind verinnerlicht hätte, dass jede Liebe wunderbar und okay ist.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man darin ein Problem sehen kann.

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Frau sein (wollen) mit Penis?

wieder ein sehr brisantes Thema, unter dem sich unwissende, hasserfüllte Nachrichten finden lassen werden. ich bin schon sehr gespannt.

ich als selber queere Person habe eine Meinung zu Menschen, die mit männlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen und dann eine Psychotherapie beginnen, Östrogen hinzunehmen und Testosteronblocker, Brüste entwickeln, diese eventuell - wenn sie kleiner als ein A Körbchen sind - vergrößern lassen, sich aber gegen eine Geschlechtsangleichung entscheiden.

wieso habe ich etwas dagegen: nun - was stört sie an ihrem Körper wenn nicht das Offensichtliche: der Penis?

dann frage ich mich nämlich: was denken diese Menschen macht eine Frau zu sein aus? eine Frau hat lange Haare zu haben, was viele dann endlich das erste mal ausprobieren? muss sie (große) Brüste haben? muss sie eiche Haut haben (ein Effekt durch die Hormone)? mein Punkt ist: was glauben trans Frauen/Transfrauen, macht sie zu einer Frau, wenn nicht, dass sie eine Vagina und Vulva operiert bekommen? ich habe das nie verstanden

nochmal deutlich: ich respektiere Menschen, wenn wir in einem respektvollen Umgang miteinander sind. deshalb muss ich sie aber nicht verstehen.

es gibt Frauen mit Mikromastie - sie bilden keine oder kaum sich vom Oberkörper erhebende Brüste aus.

es gibt Frauen mit dem MRKH-Syndrom - sie haben keinen vaginalen Durchgang zu ihrer Gebärmutter, können nicht ovulieren - bis zu einer Operationen

es gibt Frauen mit Hirsutismus - ihre Körper- und Gesichtsbehaarung gilt als übermäßig, maskulin, Grund dafür können Veränderungen ihrer Chromosomen oder ihrer Hormone sein

all das - Brüste, Gebärfähigkeit, Behaarung - sind (gesellschaftlich, körperlich) Aspekte, die über das Frausein oder nicht bestimmen, oder nicht?

ich möchte von euch wissen: könnt ihr mir erklären warum trans Frauen/Transfrauen ihren Penis behalten (wollen)? Die Orgasmusfähigkeit bleibt zumindest OFT erhalten, die operativen Maßnahmen werden immer besser. was also hält diese Menschen bitte an ihrem penis? man sieht ihn durch Kleidungsstücke, sie können immer noch "abspritzen", sie werden steif - das sind DEFINITIV keine weiblichen Eigenschaften. eine Brustlose, behaarte, unfruchtbare cis Frau (mit XX Chromosomen) ist eine Frau, durch und durch.

eine Brustlose, behaarte, unfruchtbare trans Frau/Transfrau (mit XX Chromosomen) ist eine trans Frau/Transfrau, durch und durch.

eine Penis-Person mit Brüsten, langen Haaren, weicher Haut ist keine Frau, IN MEINEN AUGEN

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Person mit Penis kann eine Frau sein
eine Brustlose, behaarte, unfruchtbare trans Frau/Transfrau (mit XX Chromosomen) ist eine trans Frau/Transfrau, durch und durch.

häh? Transfrauen haben XY Chromosomen.

dann frage ich mich nämlich: was denken diese Menschen macht eine Frau zu sein aus? [...] was glauben trans Frauen/Transfrauen, macht sie zu einer Frau, wenn nicht, dass sie eine Vagina und Vulva operiert bekommen?

Du scheinst Transsexualität nicht verstanden zu haben. Transsexuelle Frauen sind Frauen, weil sie eine weibliche Identität haben. Mit dieser werden sie geboren. Eine Operation oder nicht ändert daran nichts.
Angenommen einem Jungen muss nach einem schweren Unfall Penis und Hoden entfernt werden - wäre er dann kein Junge mehr? So ein Unsinn.

Mann oder Frau sein bedeutet für uns Menschen sehr viel mehr als nur Penis oder Vagina. Schließlich unterscheiden wir tagtäglich und in sehr vielen Alltagssituationen zwischen Männern und Frauen, obwohl das biologisch gar keinen Sinn ergibt.

Es gibt also eindeutig ein soziales Geschlecht. Eine Geschlechtsidentität- auch Gender genannt.

Das erleben Transsexuelle besonders stark. Natürlich kennen sie ihr biologisch eindeutiges, körperliches Geschlecht. Wir sind ja nicht blöd. Aber Transsexuellen fühlen auch eindeutig, dass "Sie selbst" ein anderes Geschlecht haben. Nun stellt sich die Frage - wer ist "Ich"? Sind wir unser Körper? Unser Körper gehört natürlich zu uns und ist auch der Ort, an dem sich unsere Gedanken nachmessen lassen. Aber "Ich" ist das, was überhaupt erst "Ich" denken kann: Unser Bewusstsein. Wer wir als Person im Kern sind, ist unser Bewusstsein, unsere Gedanken und Gefühle, unsere Persönlichkeit, unsere Identität. Und diese Identität beinhaltet bei den meisten Menschen (zusammen mit vielen anderen Aspekten), dass man Mann oder Frau ist.

Bei Transsexuellen ist es nun so, dass sie eindeutig fühlen, dass ihre Persönlichkeit, also sie selbst, einem anderen Geschlecht angehört, als ihr Körper biologisch hat. Und da wir primär unser Bewusstsein sind und unser Körper nur etwas ist, das auch irgendwie dazu gehört, wird eben klar empfunden, dass der Körper "das unpassende Geschlecht" hat, und die Geschlechtsidentität das richtige Geschlecht ist.

Darum leiden Transsexuelle enorm darunter, wenn ihre Geschlechtsidentität nicht ernst genommen wird. Dem Körper ist es egal, ob er als Mann bezeichnet wird, obwohl da eine Vagina ist. Der Persönlichkeit eines Menschen hingegen ist es wichtig, als das gesehen zu werden, was es wirklich ist.

Manche Transsexuelle schaffen es, Frieden mit ihrem Körper zu schließen, so wie er dann ist. Ich zb bin ein transsexueller Mann. Ich lebe seit Jahren glücklich als Mann, aber ich lasse mich nicht operieren, weil ich es nicht brauche um glücklich zu sein. Solche Operationen sind schwere Eingriffe, man sollte sie auf keinen Fall machen lassen, wenn man sie nicht braucht um glücklich zu sein. Dafür sind die Risiken zu groß!

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Ich frage mich, welchen Nutzen es hat, über diese Frage zu debattieren?
(vor allem so oft, diese Frage wird auf GF ständig gestellt)

Wem geht es dadurch besser? Bringt das irgendwelche Fortschritte für die Medizin, welche ebenfalls dafür existiert dass es Menschen besser geht?

Und vor allem: Welchen Mehrwert hat es, den Satz "eS gIBt NuR zWei gEScHleChTER" ins Internet zu rotzen?

Die ganze Diskussion scheint mit aus folgenden Dingen zu bestehen:
- Kreiswichsen von LGBTQ-Gegnern "Wie viele Geschlechter gibt es?" - "Nur zwei, alles andere ist Einbildung der LGBT Community" - "Ja voll die sind richtig dumm, haben in Biologie nicht aufgepasst hahaha"
- Hoffnungslose Versuche von aufgeklärten Menschen, dafür zu sensibilisieren dass Menschen GEBOREN werden, die biologisch nicht eindeutig männlich oder weiblich sind und daher als KERNGESUNDE BABYS an den Genitalien operiert wurden damit sie nur irgendwie in dieses Bild von "es gibt nur zwei Geschlechter" rein passen.
- ganz viele Leute die garantiert nicht vor haben ihre Meinung zu hinterfragen, weshalb alle nach dieser Diskussion genau so schlau/dumm sind wie vorher

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Ich bin ein Mann und ich wüsste gerne wie ich zu einer Frau werden könnte.

Gar nicht. Operationen können nur die äußerliche Erscheinung verändern. Aber nicht deine Identität oder dein biologisches Geschlecht. Ich glaube kaum, dass ein Mann sich mit einem weiblich aussehenden Körper wohl fühlen kann.

Muss ich da nur meinen Penis abschneiden oder ist da mehr zu tun. Das geht ja sonst auch ohne ärztliche Hilfe.

DU kannst da schon mal gar nichts tun. Außer dich umbringen, falls das dein Ziel ist.

Wenn transsexuelle Frauen sich eine sogenannte Neovagina operieren lassen, wird der Penis dafür gebraucht. Er wird nämlich nach innen gestülpt um das neue Geschlechtsteil zu bilden.

Wenn du diese Operation in Deutschland und von Krankenkassen bezahlt machen möchtest, musst du vorher einen langen und steinigen Weg gehen, der Psychotherapie, die Notwendigkeit bereits als Frau zu leben, psychiatrische Gutachten, Hormontherapie und eine rechtliche Namens- und Personenstandsänderung beinhaltet.

Die besten Chirurgen, die diese Operation durchführen, findet man (soweit ich es von transsexuellen Frauen gehört habe) aber in Thailand. Die verlangen glaube ich keine Gutachten usw. Dafür aber jede Menge Geld.

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ich kann keine Zahlen sagen.

Ich glaube aber, dass sehr viele Menschen die rassistische, sexistische oder queerfeindliche Dinge sagen, das nur tun weil sie erwarten für die Aussagen Zuspruch zu bekommen. Es ist ein bekanntes psychologisches Phänomen, dass eine Gruppe gestärkt wird, wenn die Mitglieder schlecht über Außenstehende sprechen.

Sehr viele Menschen, die diskriminierende Dinge sagen, sind doch viel aufgeschlossener, wenn sie dann wirklich mal eine transsexuelle Person kennen lernen oder sich mit einem Menschen mit ausländischen Wurzeln anfreunden.

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Wenn du nicht den Eindruck hast, dass die besonders schwulenfeindlich sind, dann würde mich an deiner Stelle nicht unbedingt groß outen.

Wenn deine Eltern dich fragen wie dein Tag war, dann erzähl doch einfach mal dass du Typ xy aus deiner Klasse süß findest.
Oder erzähl einfach mal nebenbei von einem Promi oder Influencer den du hübsch findest.
Oder häng dir eine LGBT Flagge ins Zimmer.

Aber natürlich ist es auch dein gutes Recht, dich zu outen, wenn du dir das wünscht. Immerhin sind Sexualität und Liebe grundlegend wichtige Themen in unserem Leben. Es ist verständlich, wenn du deinen Eltern anvertrauen willst, dass du schwul bist. Dafür würde ich einfach einen ruhigen Moment wählen und es erzählen :)

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