Wo steht eigentlich in der Bibel, dass man heiraten muss, bevor man Sex hat?

20 Antworten

Hallo Fred0212,

es stimmt, die erste Eheschließung war nicht mit irgendeiner Zeremonie verbunden. Doch heißt es im Genesisbericht auch, nachdem Gott die Frau zu Adam gebracht hatte: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen  e  i  n   Fleisch werden" (1. Mose 2:24). Durch diese Aussage machte Gott deutlich, dass die Verbindung zwischen Mann und Frau dauerhaft sein sollte. Auch wenn es hier also zu keiner zeremoniellen Trauung kam, schloss Gott zwischen Mann und Frau die erste Ehe. Erst danach hatten die beiden dann sexuelle Beziehungen miteinander.

Der Maßstab Gottes hat sich seitdem nicht geändert. An mehreren Stellen in der Bibel wird gesagt, dass Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist und vorehelicher Sex unter „verbotene sexuelle Beziehungen“ fällt (Hebräer 13:4, BasisBibel). Als Beispiel möchte ich nur drei Bibeltexte anführen, die uns Gottes Standpunkt in dieser Frage klarmachen:


"Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. Deshalb soll niemand unerlaubte sexuelle Beziehungen eingehen" (1, Thessalonicher 4:3, Hoffnung für alle).

"Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Körper wie bei sexueller Unmoral.    Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein  Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst.   Gott  hat euch als sein Eigentum erworben; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat!  Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht!" (1. Korinther 6:18-20, Neue Genfer Übersetzung).

"Die Ehe soll bei allen  in Ehren gehalten werden; es darf zwischen Mann und Frau keinerlei Untreue geben. Denn wer unmoralisch lebt oder Ehebruch begeht, den wird Gott richten" (Hebräer 13:4, Neue Genfer Übersetzung).


Ist dieser Standpunkt aber wirklich veraltet, da wir heute im 21. Jahrhundert leben? Und wie wirkt es sich auf unser Leben aus, wenn wir uns nach den moralischen Standards der Bibel ausrichten?

Es stimmt, vieles hat sich seit den Tagen der Bibel verändert, anderes jedoch auch nicht. Zum Beispiel sind die menschlichen Bedürfnisse bis heute gleich geblieben. Wir benötigen noch immer Liebe, menschliche Zuwendung, Aufmerksamkeit, Freundschaften usw. Gott hat die Bibel mit Absicht so schreiben lassen, dass die darin enthaltenen Grundsätze nicht dem Zeitgeist unterworfen sind, sondern für alle Zeiten ihre Gültigkeit behalten. Dennoch betrachten heutzutage viele diese biblischen Standards als einengend und nicht mehr zeitgemäß.

Wir leben in einer Zeit, in der man eine Vielzahl biblischer Regeln über Bord geworfen hat; dazu zählt gerade auch das, was die Bibel zum Thema Sex sagt. Es ist wohl wahr, dass es für einen jungen Menschen eine große Herausforderung ist, mit sexuellen Kontakten bis zur Ehe zu warten, zumal er umgeben ist von Menschen, für die die biblische Moral weitgehend ohne Bedeutung ist. Immer mehr junge Leute fangen schon in sehr frühen Jahren damit an, sexuell aktiv zu werden und haben sehr oft wechselnde Partner. Sie sind der Meinung, man mache nichts falsch, solange man keinem anderem Schaden zufügt.

Doch sollte man sich fragen: Hat die heutige Moral die Menschen wirklich glücklicher gemacht? Hat sie zu glücklichen und erfüllten Beziehungen geführt?

Muss man nicht ehrlicherweise zugeben, dass die heutige sexuelle Freizügigkeit auch ihre Schattenseiten hat? Umfragen unter jungen Menschen haben ergeben, dass viele Jugendliche nach dem Sex frustriert und teilweise sogar verzweifelt sind, da sie sich benutzt und ausgenutzt fühlen. Oftmals verlieren Jungs an Mädchen das Interesse, nachdem sie es "herumgekriegt" haben. Wie fühlt sich wohl ein Mädchen, das seine Unschuld durch einen Jungen verloren hat, der so denkt? Und ist es für die Mädchen nicht etwas schockierend, wenn sie erfahren, dass viele Jungen niemals ein Mädchen heiraten würden, mit dem sie zuvor schon geschlafen haben?

Eine weitere Schattenseite sind die vielen unehelichen Schwangerschaften mit teilweise unsäglichem Leid für die Mutter und das Kind. Ein Kind ohne einen Vater aufzuziehen, kann für junge Mutter zu einem wahren Albtraum werden. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Vielzahl von Geschlechtskrankheiten und nicht zuletzt Aids, die durch häufig wechselnde Sexualpartner natürlich sehr leicht übertragen werden können.

Das sind nur einige Gründe, warum die Bibel vorehelichen Sex untersagt. Gott möchte uns ganz bestimmt nicht durch allzu strenge Sittengesetze uns des Glücks berauben - ganz im Gegenteil. Er hat immer nur unser Wohl im Sinn und möchte uns vor Schaden bewahren. Übertritt man Gottes Standards im Hinblick auf eine gute Moral, dann hat man zwar kurzzeitig vielleicht etwas "Spaß" (immerhin spricht auch die Bibel von dem "Genuss der Sünde" (Hebräer 11:25)), doch sollte man auch nicht die langfristigen schlechten Folgen übersehen, die sich daraus ergeben.

LG Philipp

Danke für Deine Erläuterungen, lieber Philipp, haben diese mir doch lebhaft in Erinnerung gerufen, warum ich Gott dafür danke, nie Christ gewesen zu sein und auch keiner werden zu wollen,

sodass mir Deine Erläuterungen (die ja durchaus in sich kohärent sind) glücklicherweise .... äh, also: ...dass sie mich nicht betreffen;)

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In der Bibel steht nichts davon. Jesus verurteilt nur den Ehebruch,
Unzucht und H. H.rerei bedeutet ein Verhalten wie H., also Sex
mit ständig wechselnden Partnern; Unzucht bedeutet anstößiger Sex, z.B.
Sex mit der Frau des eigenen Vaters, die nicht zugleich die leibliche
Mutter ist (in einem Paulusbrief genannt), oder Sex mit Minderjährigen,
mit Abhängigen (Schülerin z.B.).

danke

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Kannst mal 1 Korinther 7 lesen. Dort wird darauf eingegangen.

Voraussetzung ist, dass jemanden danach strebt ein christliches Leben zu fuehren.
In diesem Text wird auf Ehe, ledig sein etc. eingegangen.

Oder man kann auch mal unter 1 Korinther 13 nachlesen.(Rechtsstreitigkeiten unter Christen)

christliche Freiheit: kein Freibrief für sexuelle Unmoral

12 »Alles ist mir erlaubt!« ´Wer so redet, dem antworte ich:` Aber nicht alles, ´was mir erlaubt ist,` ist auch gut ´für mich und für andere`. – »Alles ist mir erlaubt!« Aber es darf nicht dahin kommen, dass ich mich von irgendetwas beherrschen lasse.

Auch muss man darueber nachdenken, dass frueher die Position der Frau ganz anders war (und in manchen Laendern noch so ist). Die Frauen die unverheirateten Sex hatten, konnten zu Tode gesteinigt werden. 

Wir haben die Bibel als Werkzeug. Haben wir Fragen, so koennen wir in der Bibel die Antwort finden (wenn wir sie gut genug kennen).

Ja, Zeiten haben sie geaendert, doch Gottes Wort ist nach wie vor unveraendert. Er liebt uns, egal was wir tun, wir haben freie Entscheidung. Doch die Konsequenzen muessen wir spaeter halt tragen. Nur weil wir etwas in der heutigen Zeit 'normal' finden, heisst es nicht, dass es gut fuer uns ist. 

Ist alles eine Sache der Auslegung. Und jeder muss das mit sich selbst vereinbaren koennen.





Lies dazu einfach mal 1. Korinther 7,1-15.

Wer sich also nicht enthalten kann bzw. will sollte heiraten.

Es gibt dann auch noch Textstellen, die gerne als Belege für göttliche Grausamkeit herangezogen werden von Leuten, die einfach nicht verstehen, was eine Ehe tatsächlich ist. 

Da ist die Rede davon, daß ein Mann, der eine Frau schwängert, mit der er nicht verheiratet war, diese anschließend heiraten muss. Und er darf sie nicht mehr verlassen. Ehebruch (fremdgehen) wird auch nicht gern gesehen. o.O

Ein Mann, der mit einer Frau also Sex hat, heiratet diese quasi allein schon durch den sexuellen Akt.

Ich persönlich finde, das sollte man heutzutage mal Vergewaltigern klar machen. Und diese dann auch zu anderen ehelichen Pflichten wie eben der wirtschaftlichen Versorgung der Frau heranziehen. ;)

Früher oder später würde sojemand sich lieber kastrieren als noch eine Frau zu "heiraten" ...

warehouse14

aua auahh, lieber Warehause:

GENAU DAS (also: Heiraten der Vergewaltigten inkl. Übernahme der weiteren "ehelichen" und wirtschaftlichen Pflichten) - wird in vielen - vorwiegend muslimischen - Staaten (bald wohl auch wieder in der Türkei) geduldet, explizit erlaubt oder gar gefördert, um EHRE wiederherzustellen...

...wogenen wirklich humanitäre (damit meine ich: Nicht-religiöse) Organisationen wie amnesty international bspw. zu Recht Sturm laufen!

...hast Du entfernt eine Ahnung davon, wie sich eine Frau fühlt, die ihren Vergewaltiger heiraten muss, um EHRE wiederherzustellen...?

Befürwortest Du so etwas etwa? - (...zumal es so zu sein scheint, dass die meisten Männer - welche das von ihrer Religion erlaubt bekommen - dann definitiv und mehrheitlich die Vielehe der Kastration vorziehen...)

...ich will es nicht hoffen...

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@ArbeitsFreude

Nur, weil Du darin etwas verwerfliches sehen willst muss es noch lange nicht verwerflich sein.

Was spricht dagegen, daß eine Frau durch einen Mann ihren Lebensunterhalt bekommt, der meint, sie wie einen Gegenstand (also Gummipuppe) nutzen zu dürfen? Steht nicht im Gegenzug der Frau das Recht zu, den Mann ebenfalls als Gegenstand (in dem Fall eben Geldautomat) zu sehen? Sie hat ja ein Leben lang mit der Sache zu kämpfen. Warum also der Täter nicht auch?

Ich möchte mal sehen, welcher Mann ernsthaft mehr als 2 Frauen ein angemessenes Leben finanzieren kann.

Abgesehen davon: eine Frau, der man Gewalt angetan hat, ist eine überaus gefährliche "Sache", wenn man mit ihr unter einem Dach leben muss (er hat also keine Wahl!) und von ihr Essen gekocht bekommt.

Ob das wirklich erstrebenswerter für die Herrschaften ist sollte man einfach mal in einem Feldversuch testen.

Ich schlage vor, das "Feld" gleich als Friedhof zu weihen. ;)

Im Übrigen nützt eine Kastration bei Triebtätern wenig. Man braucht keinen Penis (der ja noch funktioniert nach der Kastration), um zu vergewaltigen. Das geht auch mit anderen Dingen. Solange man noch brauchbare Hände hat jedenfalls.

Aber da läuft amnesty international dann auch Amok, wenn man das als Konsequenz vorschlägt.

Also was wollen die wirklich?

Ich als Missbrauchsopfer sehe jedenfalls nicht nur die Nachteile bei solchen Urteilen.

Ich wäre auch für ein Stirntattoo bei (nachgewiesenen!) Triebtätern. Dann steht es ihnen buchstäblich im Gesicht geschrieben. Nur werden sie damit wohl nicht sehr alt werden...

Aber auch das wird nicht gerne gesehen. Man deckt halt lieber Straftaten zu und gefährdet andere dadurch.

Wäre es öffentlich (so wie 'ne Eheschließung...), würden sich nur noch wirklich geistig kranke trauen, so einen Shitt zu machen. Und die sind für gewöhnlich krank genug, um ein Wegsperren bis zum (natürlichen) Tod zu rechtfertigen.

warehouse14

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erst mal schon falsch gefragt:

man heiratet nicht, bevor man Sex hat, sondern man heiratet, indem man Sex hat.

Das was der Pfarrer vorher macht (oft aber nicht immer) ist nur der Segen der Kirche für die geplante Heirat, nicht die Heirat selber. Das erkennt man z.B. daran, dass die kath. Kirche keinerlei Problem hat eine Ehe für nichtig zu erklären, falls bzw. so lange es noch keinen Sex gegeben hat. (Und bei ganz genauem Hinsehen merkt man, dass die Ehe meist sogar nichtig erklärt wird, wenn es nur Sex gegeben hat, aber mit Verhütung, also ohne Zeugung.)

Der wirkliche Streitpunkt hier ist bzw. war früher, dass sich die Kirche das Recht herausgenommen hat, bestimmen zu wollen wer Sex haben durfte und wer nicht - denn früher (vor Jahrhunderten) war es wirklich so, dass diejenigen, die ohne Erlaubnis des Pfarrers Sex hatten, deswegen eingesperrt werden konnten.

 

Was die Bibel betrifft, ist die einfach alt und wurde durch den technischen Fortschritt überholt:  nach der Bibel ist es z.B. auch so, dass - falls Du ein Mann bist und einen Bruder hat, und dieser ist verheiratet aber stirbt dann ohne einen Sohn gezeugt zu haben - in diesem Fall Deine Schwägerin von Dir zu Recht verlangen darf, ihr einen Sohn zu machen. (Darum gehts in der biblischen Geschichte von Onan.)

Solche biblischen Regeln sind inzwischen überholt, denn wir haben heute künstliche Befruchtung und andere neue Techniken der Fortpflanzungsmedizin, und brauchen diese Verpflichtung des Bruders zum Einspringen nicht mehr.

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