Mehrmals vom Wickeltisch gefallen und als Kind regelmäßig unter Cannabis gesetzt: Erwerbsunfähig - Wie soll es weiter gehen (v. a. in finanzieller Hinsicht)?

Ich erwähne gleich, dass es hier um einen fiktiven Fall geht, aber davon ausgegangen werden soll, dass es ein realer Fall ist, der nun gelöst werden muss. Beispielsweise könnte so ein fiktiver Fall für Jura-Stundenten eine Aufgabe sein, die zu lösen ist. Aber auch interessant zu wissen, wäre, wie ihr so einen Fall als Laie lösen würdet?

In diesem fiktiven Fallbeispiel geht es: um einen mittlerweile 23-jährigen jungen Mann, welcher in seinem Leben bisher noch nie gearbeitet hat, keine Ausbildung gemacht hat und nicht einmal einen Schulabschluss besitzt. Er hatte schon eine rechtliche Betruung, welche aufgrund fehlender Mitarbeit scheiterte und er mittlerweile zu der Kategorie der 'unbetreubaren Fälle' gezählt wird.

Er ist als Säugling regelmäßig vom Wickeltisch gefallen, ist zudem auch des Öfteren Personen runtergefallen und hat dadurch ein erworbenes Frontalhirnsyndrom seit früher Kindheit.

Vom Frontalhirnsyndrom abgesehen hat er dann noch eine angeborene Fehlbildung des Gehirns (Corpus-Callosum-Agenesie), die ihn aber nicht weiter einschränkt. Oftmals fällt ein fehlender Hirnbalken in isoliert auftretender Form gar nicht auf. In dem Fall tritt es aber nicht in isolierter form auf.

Davon abgesehen hat seine Mutter - während sie mit ihm schwanger war - beinahe täglich bis zum Delirium Alkohol getrunken. Zudem hat sie mehrmals wöchentlich Cannabis und täglich 20 normale Zigaretten geraucht. Es ist nicht auszuschließen, dass er davon auch einen Schaden hat.

Als Kind wurde er dann regelmäßig (mehrmals wöchetnlich) unter Cannabis gesetzt. Er bekam unter anderem auch Alkohol und evtl. noch diverse andere Drogen. Darauf bezogen hat er zusätzlich zu den anderen Diagnosen noch eine frühkindliche Psychose, die ihn bis dato sehr stark einschränkt.

Im Laufe seines Lebens war er immer wieder auffällig und hat zudem noch mehrere psychische Diagnosen. Er hat lediglich im Alter von 16 Jahren einen Förderschulabschluss mit einem Schnitt von 4,8 erworben. Jetzt ist er seit 7 Jahren arbeitslos. Er bekommt nicht einmal Hartz4, weil angeblich seine Eltern bis 25 unterhaltspflichtig sind. Unterhalt bekommt er aber nicht. Seine rechtliche Betreuung wurde vor 2 Jahren beendet weil er nicht betreuer bar ist.

Er wohnte schon in betreutem Wohnen, wurde aber rausgeschmissen weil er mit Drogen dealte.

Vorübergehend arbeitete er schon in einer Behindertenwrkstatt. Dort wurde er auch rausgeschmissen, weil er dort mit Drogen dealte.

Davon abgesehen hat er 16.000 Euro Schulden verursacht und ist deshalb auch schon vorbestraft. Eine stationäre Reha wurde von der Kranken- und Rentenversicherung nicht bewilligt.

Er hat weder Anspruch auf Rente noch auf Sozialhilfe oder Unterhalt. Normalerweise bräuchte er Untersützung beim Leben. Betreutes Wohnen wird aber nicht mehr bewilligt, weil er schon mehrmals wegen Dealen rausgeflogen ist. Eine rechtliche Betreuung ist in diesem Fall auch auszuschließen.

Hättet ihr Tipps? Wie würde ihr so einen schwierigen Fall lösen?

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