Worin besteht der Unterschied zwischen Sternbild und Sternzeichen?

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Sternbild ist die astronomische Bezeichnung verschiedener scheinbarer Sternenanhäufungen bzw. Sternenbilder, die ihre Namensgebung in der griechischen Antike fanden. Sie sind von unterschiedlicher Größe und Anordnung und am Himmel zu finden.

Sternzeichen ist eine missverständliche Aufteilung des Zodiakkreises, der sich auch am Himmel, und zwar am Frühlingspunkt orientiert. Es handelt sich um eine jeweils gleich große Aufteilung von 30 Grad je Zeichen, wenn man den Himmel oder den Erdball mit 360 Grad - Kreis rechnet. Da der Frühlingspunkt sich alle 72 Jahre um ein Grad verschiebt, stimmt der Frühlingspunkt mit den Berechnungen nicht mehr überein, weshalb es Astrologen gibt, die die Sternzeichen bei ihren Berechnungen verschieben.

Also: Sternenbild = Astronomie mit griechischem Hintergrund, Sternzeichen = Astrologie.

Klar?

Danke für Dein Lob.

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Für die astrologische Deutung ist die Ekliptik in 12 Deutungsbereiche (jeweils 30°) geteilt. In der Antike nahm man die Namen von den Sternbildern, die in diesem Bereich hauptsächlich (Überlappungen/ unterschiedliche Größe) zu sehen waren, um diese Bereiche zu bezeichnen.

Im Gegensatz zu Pseudokritiker spielt die Präzession (weswegen die Sternbilder heute nicht mehr in den Deutungsbereichen ihres Namens zu finden sind) für den Astrologen keine Rolle, da in der Astrologie nicht von einer Wirkung der Sternbilder ausgegangen wird.

Sternzeichen ist also der Name des Abschnitts der Ekliptik, der die astrologisch definierten Eigenschaften aufweist, die dem namensgebenden Sternbild entsprechen.

Den Sternen einen Einfluss zuzuschreiben, hätte ja wenigstens einen Pseudosinn gehabt ... wenn einem die Präzession da einen Strich durch die Rechnung macht, erklärt man die Sternbilder als bedeutungslos und erfindet ganz einfach die vollkommen fiktiven und willkürlich gewählten Sternzeichen. An Logik und Stringenz ist ein derartiges Vorgehen kaum zu überbieten.

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@Altair080

Wenn es jemals um Wirkungen der Sternbilder gegangen wäre, hätte man die Bereiche dem Radius der Sternbilder vorneweg angepasst - was aber allein wegen Überlappungen und Zwischenräume nicht möglich oder sinnvoll gewesen wäre.

Dass die erfundene Präzessionsmasche (es ging immer um die gleichen 30°Bereiche) oder andere Scheinargumente nicht fruchten, tut mir leid. Sein Weltbild auf derartige Verschwörungstheorien aufzubauen und zu behaupten, die Astrologie würde ihre Aussagen ändern, damit Kritikerfantasien nicht greifen, kann ich leider nicht bewerten, ohne gegen die gutefrage-Richtlinien zu verstossen.

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@sventheman

Das ist überhaupt gar nicht der Punkt. Mir persönlich ist es vollkommen egal, wie der Tierkreis nun letztendlich aufgeteilt wird und wo die Sternzeichen nun genau liegen, das sei um Gottes Willen den Astrologen überlassen. Meine Frage ist und bleibt, wie du es schaffst die totale Willkürlichkeit derartiger Einteilungen zu akzeptieren.

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@Altair080

Da weder du noch ich die Ursprungsgeschichte kennen und die Wilkürlichkeit der Macher nicht beurteilen können, ist es doch egal, ob die Einteilungen durch Beobachtung oder Eingebung entstanden sind.

Wenn Konzepte und Systeme funktionieren, Theorie und Phänomen übereinstimmen, Modell und Erfahrung entsprechen, können Systeme wie Astrologie Jahrtausende überleben. Wir werden sehen, wie das mit einigen aktuellen Psychologiesystemen und Menschenbilder in Zukunft aussieht.

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@Altair080

@Alltair, Wissenschaft arbeitet nun mal auf der Basis von Logik. Wusstest Du das nicht. Man hält nicht an Theorien fest die keinen Zusammenhang erkennen lassen, man nennt das Erweiterung der Erkenntnisse. Seien Sie jetzt Wissenschaftlich schon bewiesen oder noch Theorie.

:-)))

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Die Erklärung stimmt ansich, doch möchte ich ergänzen, dass es durchaus eine astrologische Richtung gibt, die sich an der Wanderung der Ekliptik orientieren. Somit rechnen diese also mit Widder derzeit ca. 30 Grad Wassermann der bisherigen Berechnungsweise. Inwiefern dieses System allerdings erfolgreich ist, vermag ich nicht zu sagen, da für mich die Astrologie nicht an den astronomischen Sternenbildern gekoppelt ist und ich dies deshalb nicht erforscht habe.

Ich erwähne es lediglich der Vollständigkeit halber.

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Tierkreiszeichen sind die durch Teilung der Ekliptik (der Bahn der Sonne am Himmel im Lauf eines Jahres) in zwölf gleiche Teile entstandenen Abschnitte, ausgehend vom Frühlingspunkt, dem Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator. Vielfach gebräuchlich, doch durch die Vermischung mit dem Bezug auf die sichtbaren Sterne irreführend, ist auch der Ausdruck „Sternzeichen“.

WICHTIG:

Tierkreiszeichen und gleichnamiges Sternbild stimmen nicht überein. Aufgrund der Präzession des Frühlingspunktes verändert sich die Position der Tierkreiszeichen im Lauf von Jahrtausenden. Vor etwa 2500 Jahren entsprach die Lage der Tierkreiszeichen den Sternbildern, durch die sich die Sonne während der jeweiligen Zeit scheinbar bewegte. Das gilt schon lange nicht mehr, wenn also heute die Sonne in 0° Widder (dem Frühlingspunkt) steht, bewegt sie sich tatsächlich durch das Sternbild der Fische.

(Wiki)

Die Pseudowissenschaft "Astrologie" beruft sich auf u.a. auf Tierkreiszeichen.

LG

danke danke danke

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@Astronom,

Die empirische Wissenschaft, "Astrologie" verwendet zum besseren verständnis u.a. Tierkreiszeichen, als Bildgebende Metapher.

"Wichtig"

Die Erde, unterwandert die Sternbilder, bei ihrer umdrehung um die Sonne. Nicht umgekehrt.

Dumm wenn Wissenschaftler der Astronomie dass nicht unterscheiden, können.

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@Astroprofiler

Die Astrologie ist weder empirisch, noch wissenschaftlich. Empirisch heißt, dass eine Idee oder ein Modell experimentell untermauert werden kann oder wurde, wissenschaftlich bedeutet, dass wissenschaftlichen Kriterien genügt wurde. Nichts davon trifft auf den astrologischen Hokuspokus zu.

Dein Einwand gegen "derastronom" übrigens ist unberechtigt: Von der Erde aus betrachtet wandert die Sonne im Laufe des Jahres durch den Tierkreis, das sollte eigentlich sogar den Astrologen bekannt sein.

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@Altair080

@ Altair080

Sehr richtig: "Die Astrologie ist weder empirisch, noch wissenschaftlich", da hast Du natürlich vollkommen recht. Allerdings wird man damit keinen sogenannten Astrologen bekehren.

Aberglaube ist nun einmal etwas, das oft sehr fest haftet. Verboten ist daran auch nichts.

Die Meinungs- und Redefreiheit beinhaltet indirekt ja auch das Recht, Unsinn zu verbreiten. Lästig in der Methode der Verbreitung von Pseudolehren ist übrigens allein schon das spürbare missionarische Sendungsbewusstsein mancher ihrer Vertreter, es erinnert an unerfreuliche Fanatiker anderer Natur ...

Ich meine damit natürlich nicht die Verfasser von Tageshoroskopen in Zeitungen. Solche Beiträge sind eher harmlose, nebensächliche Kleinigkeiten. Ich meine diese sich anscheinend ernst nehmenden Möchtegern-Wissenschaftler.

Was deren "Lehre" angeht, sollte man mal klipp und klar feststellen, wie bedauerlich und auch traurig es ist, dass manche Menschen ihre Lebensführung nach einer haarsträubenden Pseudolehre - in ein sternverziertes Mäntelchen von Wissenschaft gekleidet - ausrichten. Einige geben sogar Geld dafür aus ...

Solange solche Dinge in der charmanten, belanglosen Form von Sprüchen in chinesischen Glückskeksen auftreten, wäre die Sache ja bloß zu belächeln. Leider bleibt es nicht dabei und man erlebt ebenso regelmäßig wie unvermeidlich, dass das Wort "Wissenschaft" in den Mund genommen wird ... :-)

Wahrhaft kurios scheint, mit welchen sprachlichen Verrenkungen bemüht versucht wird, eben diese – naturgemäß nicht vorhandene – Wissenschaftlichkeit herbei zu beschwören. Rührende Ansätze polemischer Rhetorik sind manchmal spürbar. Was ja in gewisser Hinsicht verständlich ist, da ja die Sache ein perfektes wissenschaftliches Vakuum darstellt. Denn: Wie sollte man auch mit harten Fakten für eine Sache argumentieren, wenn absolut keine erhärtenden existieren?

Was mich auch interessieren würde: In welchem Ausmaß glauben die ernsthaften Vertreter dieser "Lehre" selbst an ihre Aussagen?

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@Altair080

@Alltair, Nur weil Du den Unterschied zwischen Empirie und Wissenschaftlichen Theorien nicht kennst, ist Astrologie für dich und viele andere keine anerkannte Wissenschaft.

Das gleiche gilt für mich, für scheinbare wissenschaftliche Testverfahren.

Man braucht Astrologie nicht zu untermauern. Man kann Sie Zementieren, mit empiriischen Verfahren. Wenn diese dann auch nach wissenschaftlichem Standart durchgeführt werden.

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@derastronom

@Astronom, Sie Glauben daran, weil sie beweisbar ist, es liegt an Menschen wie Madame Tesssier die es für Skeptiker wie Dich, so einfach macht mit populistischen Aussagen, wie deiner sie ins lächerliche zu ziehen. Es ist doch nur die Angst, dass ihr keinen absolut freien Willen besitzt, die Euch hindert sie zu akzeptieren.

"Was mich auch interessieren würde: In welchem Ausmaß glauben die ernsthaften Vertreter dieser "Lehre" selbst an ihre Aussagen?"

Die Tatsache dass Astrologie beweisbar ist.

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@Altair080

Der Einwand ist sehr wohl berechtigt, denn es ist deine Argumentation die es Skeptikern ermöglicht mit solchen betrachtungsweisen die je nach bedarf dann ins gegenteil verkehrt werden, dass eine vernünftige Argumentations und Betrachtungsweise von vorne herein ausgeschlossen ist/wird.

Deshalb gilt. "Ich betrachte es aber nicht aus deiner Sichtweise, Ich betrachte es aus wissenschaftlicher Sichtweise. Und das sollten auch Astronomen wissen.

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@Astroprofiler

Wahrhaft kurios scheint, mit welchen sprachlichen Verrenkungen bemüht versucht wird, eben diese – naturgemäß nicht vorhandene – Wissenschaftlichkeit herbei zu beschwören.

Definiere, Naturgemäß???

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