Wofür lohnt es sich zu leben und zu sterben?

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23 Antworten

Hei, 0815schueler, ganz früher habe ich einmal gelernt: "Wir leben, um uns den Himmel zu verdienen." Und ich denke, glaube und hoffe, dass wir leben, um die Welt besser zu machen, menschlicher zu machen ...

Zu allen Zeiten ist das Sterben für etwas idealisiert worden. Im alten Rom war es "süß und ehrenvoll, fürs Vaterland zu sterben"; "lieber Tod als in der Knechtschaft leben" dichtete Schiller zum Rütli-Schwur; "Freiheit oder Tod" steht symbolisch in den Streifen der griechischen Falle ~~~ und heute sterben sie für 70 Jungfrauen mit dem Ruf "Allahu Akbar".

Es sind viele Helden für ihre Überzeugungen gestorben, und es werden noch viele Helden dafür sterben. Aber sterben wollen, woll(t)en sie sicherlich nicht.

Grüße!

zehnvorzwei 14.08.2016, 10:06

Sternchens Dank!

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Für möglichst lang anhaltende, glückliche Momente lohnt es sich zu leben. Beim Sterben kommt es darauf an, was einem wichtig ist. Man könnte jetzt wilde Szenarien entwerfen (mit Folterung von Angehörigen usw.), aber wenn alles einigermaßen "normal" verlaufen würde, ohne solch krasse Ausnahmezustände, dann fiel mir nichts ein, wofür es sich zu sterben lohnt.

Der Tod kann niemals entlohnt werden und beim Tod kann auch nicht das Leben vor dem Tod entlohnt werden, es sei denn, man geht davon aus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Wenn die Frage von einem Pfarrer aufgeworfen wird, ist es klar, worauf er hinaus will. Wobei es sehr fragwürdig ist, ob man das ewige Leben im Reich Gottes als Lohn für das Leben oder für den Tod ansehen sollte. Das klingt danach, als würde man sich das Seelenheil erkaufen.
Die Vergebung durch Jesus ist in dem Sinne kein "Lohn". Man muss dafür nichts leisten oder opfern.

Die alte Frage des Lebens, ich finde jeder lebt für seine eigenen Überzeugungen.

Wofür die Person stirbt ist bis zum Tod unklar, wofür die Person sterben würde kann keine Person beantworten welche noch nicht an der Grenze zum Tod gestanden hat.

Wenn jemand mit einer Machete vor dir steht und dich töten will, wirst du ganz anders als jetzt drüber denken.

Für Erfolg? Für den kann man nicht sterben, das wäre ja entsprechend der größte Misserfolg...

Wenn man seinen persönlich Erfolg bereits erlebt hat, dann ist das Sterben kein Misserfolg mehr, jeder Mensch lebt nur eine begrenzte Zeit und wenn du in dieser Zeit deine Ziele erreichst, dann ist es auch kein Problem zu sterben.

Ich glaube mal, jeder Lebt dafür, um Glück zu empfinden.

Sei es, dass man an einen Gott glaubt und Gläubig ist, oder für eine Geliebte, einen Geliebten, Kinder, sich selbst, etc.

Auch wenn ich wenig davon verstehe, sehe ich den Lebenssinn darin sein Leben so gut wie möglich zu gestalten. Deshalb verstehe ich auch nicht die ansätze, dass man in seinem Leben auf sachen verzischten soll, damit man in einem anderen Leben (nicht bewiesen=) es besser hat.

Aber wie du schon gesagt hast, meistens ist der Lebensinn in der Gemeinschaft. Heißt in Freunden, Familie, Gemeinde und so weiter. Das sind zwar nicht Personen, für die man sterben würde, aber ohne so soziale Kontakte ist das Leben nicht lebenswert.

Ich hoffe mal, mein sinnloses geschwafel über meine Ansicht ist nicht zu sinnlos^^ isst halt ne schwere frage

Für ein schönes Leben lohnt es sich zu leben.
Zu sterben lohnt sich eigentlich nur wenn man eine schlimme Krankheit hat, die das Leben zur unerträglichen Folter oder einen selbst zu einer leblosen Hülle macht.

Ich glaube diese "besondere Person" für die wir leben sind prinzipiell erstmal wir selbst. Und die Personen die nicht so jemanden haben leben für sich selbst. 

Ob jeder eine Person hat für die er sterben würde, weiß ich nicht. Ich persönlich habe eine Person für die ich alles tun würde, auch sterben, wenn es nötig ist.

Es hat vielleicht auch was mit dem Sinn des Lebens zu tun. Wenn du diesen gefunden hast, dann weißt du für was du lebst bis zu deinem Tod. Und wenn du es liebst, dann weißt du auch wofür es sich zu sterben lohnt.

Es gibt keinen "Sinn" des Lebens, der diesem vorausgeht und allgemein vorgegeben ist. Du bist frei, Deinem Leben selbst einen Sinn zu geben. Du bist nicht nur frei, Du bist dazu verurteilt. Es bleibt Dir gar nichts anderes übrig, wenn Du nicht ein sinnloses Leben leben willst.

Kinder zeugen, gebären und großziehen ist ein gern gewählter Lebenssinn - auch von mir. Wenn man alt ist und das ist geglückt, ist man zufrieden, es geleistet zu haben.

Aber viele Menschen sind unzufrieden damit, ihr Leben ausschließlich diesem Sinn zu widmen. Es kann nur nützlich sein, sein Leben noch einem anderen Sinn zu widmen. Er sollte nicht zu kleinlich ichbezogen sein.

"Per el progress de la tierra" heißt es im Lied Guantanamera. Der "Fortschritt der Erde" ist ein lohnendes Ziel, aber leider sehr schwer erreichbar.

Ottavio 11.08.2016, 17:58

Ich habe versäumt, auf das Sterben einzugehen. Im Allgemeinen würde ich sagen: Es lohnt sich gar nicht zu sterben; aber wir wissen natürlich, das wir alle sterben müssen, egal, ob es sich lohnt oder nicht.

 Wenn ich alt bin und des Lebens satt, dann ist es gut zu sterben - aber vielleicht werde ich als Lebender noch gebraucht. Wenn ich jung bin und lebenshungrig, dann ist es schlecht zu sterben - aber vielleicht bringe ich dieses Opfer für ein höheres Ziel.

Der militärische Sieg des eigenen "Vaterlandes" sollte nie ein solches Ziel sein; den er wäre ja die militärische Niederlage eines anderen "Vaterlandes". Kriege sind Verbrechen an der Menschheit.

Wenn ich mich dafür entschieden habe, Nachwuchs in die Welt zu setzen, ist der Schutz von dessen Leben wohl ein Grund dafür, mein eigenes Leben dafür zu riskieren.

Was aber wäre, wenn ein militärischer Gegner das Leben meines Nachwuchses in Gefahr bringt ? Eine schwierige Gewissensfrage ..

 

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Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht. Dafür lohnt es sich zu leben. Die Entscheidung zu sterben, trifft man selten selbst. Wenn ja, dann ist dies Resignation vor einer Situation, für die man sich nicht stark genug fühlt.

Es lohnt sich niemals für etwas zu sterben. Aus dem einfachen Grund weil dein Tod den Erfolg nicht garantiert. Sprich woher sollst du wissen dass dein Tod sinnvoll war, wenn du tot bist?

Für etwas zu sterben ist das dümmste was man machen kann.

Aber klar dass der Priester das nicht versteht, eine Religion die das Jenseits dem Diesseits vorzieht kann ihren Anhängern nicht beibringen wie wichtig und kostbar das Leben ist.

Seltsame Frage eines Pfarrers, seltsamer Pfarrer....

Wofür lohnt es sich zu leben ?

1.) für sich selbst, um Erfahrungen zu sammeln, Freude zu haben... etc...

2.) für andere Menschen, um gemeinschaftlich sich zu erfreuen, sich Wohltaten zu bereiten

3.) um zu erlernen mit Schicksalsschlägen positiv umzugehen, ohne den Mut zu verlieren 

4.) um für andere Menschen hilfreich zu sein

5.) ... sonstiges...

Wofür lohnt es sich zu sterben ?

... vielleicht.... wenn man damit andere Menschen retten kann... ( und es will..)....?

ansonsten fällt mir nichts ein... ein "Gott" würde so etwas nicht verlangen.

Todessehnsucht mag es zwar geben, aber das fällt m.E. eher in den Bereich "Psychiatrie"....

Die Frage, wofür es sich zu sterben lohnt, ist doch sehr theoretisch.

Man kann locker daherreden, wofür man bereit wäre zu sterben.

Wenn die Entscheidung real werden würde, sähe das mit Sicherheit anders aus.

Daher bin ich mit solchen Äußerungen sehr vorsichtig.

Ich würde für 3 Personen auf der Welt sterben ohne zu zögern würde Ich mich zwischen kugel und der person Werfen ! dafür lohnt es sich zu sterben in meinen Augen ,aber wenn jemand mich bedrohen würde kann er das gern machen Wenn der Tod kommt dann Kommt er Ich empfange ihn mit Offenen Armen 

Ich glaube ich würde nur für Gott sterben wollen, oder mein Leben im Austausch für viele. Ich würde gerne behaupten auch nur für Gott zu leben, aber ich bin noch nicht so weit..

Leben um des Lebens willen, in der Sonne liegen, Sand durch die Hände rieseln lassen, lachen, Kinder, Menschen helfen ...

Sterben, ein langes Leben ausklingen lassen, wenn die Kraft einen verlässt, jemanden schützen, ...

Was stellst du für Philosophisches mal eben so daher?

Gerade ein Pfarrer...

Es hält sich das Gerücht das wir Atheisten nicht wissen wofür wir leben. Das gegenteil ist der Fall. Für uns gibt es nichts wofür es sich zu sterben lohnt. Wir haben alles um zu leben. 

mit dem Begreiff LOHNT verbaust du dir den Zugang zur Antwort auf dein e Frage.

Denn wir leben und sterben , weil die Natur und die Evolution das so für uns möglich/ notwendig machen. Du bist da und wirst mal nicht mehr dasein -

Du solltest besser danach fragen: Wie du das Dasein für dich und die Anderen sinnvoll gestaltest, -  aber nicht auf eine "Belohnung", also  auf "Lohn" dabei warten

Ich würde nur für einen Menschen auf der Welt sterben. 

Aber das sieht jeder anders. Für manche ist das wichtigste der Erfolg, für manche die Liebe. 

Gute Frage.

Die ich mir selber oft stelle.
Ich Lebe für andere. Und würde für andere sterben.
Mehr fällt mir momentan nicht ein.

Für das Wahre und das Gute.

Deswegen gibt es einen Gott der dir ein Leben geschenkt hat und dem Leben einen Sinn gibt. ( Ich=Christ )

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