Wo bleibt der Strom vom Nabendynamo, wenn man die Lampe ausschaltet?

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5 Antworten

Es geht leichter : Lenzsche Regel

Dreh das Vorderrad mit und ohne Licht - es wird dich überzeugen.

aber wie kann das angehen, nur weil ich die Lampe ausschalte, schalte ich doch den Dynamo nicht aus, oder?

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@koch234

Wenn du die Lampe ausschaltet fließt durch den Dynamo kein Strom und die bremsenden Magnetfelder an den Polen des Dynamos sind nicht mehr vorhanden. Der Dynamo bremst jetzt nur noch durch die (leichte) immer vorhandene Reibung in den Lagern.

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@syncopcgda

http://de.wikipedia.org/wiki/Lenzsche_Regel

ich hab mir mal das zur Lenzschen Regel angesehen, dass bedeutet ja, dass der Nabendynamo nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie moderene Windkrafträder, also quasi kontaktfrei - da ist mir erstmal ein Licht aufgegangen ;-)

Allerdings lasse ich das Licht trotzdem weiter an, ich hab immer noch Angst, dass es nicht wieder angeht, wenn es erstmal aus ist, gebranntes Kind aus alten Rubbledynamozeiten ;-)

So hab ich halt einen höheren Trainingseffekt . . .

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Vielen Dank aber noch ausdrücklich allen andern Antwortern, es haben sich ja alle redlich bemüht, mir Physikdummie das System plastisch deutlich zu machen!

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@koch234

Wenn du mit kontaktfrei meinst, dass die Dynamos keinen Kommutator und keine Bürsten haben also auf gut Deutsch brushless sind, dann ist das richtig. Solche mit Reifen- Reibrädchen sind ebenfalls bürstenlos, haben aber in der Regel höhere Reibungsverluste als Nabendynamos ohne Getriebe..

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Es geht leichter, wenn das Licht ausgeschaltet ist. Ein Dynamo erzeugt keinen Strom, sondern eine Spannung (Wechselspannung). Ein Strom fließt erst, wenn ein Verbraucher (Widerstand) im Stromkreis ist, in diesem Fall die Glühlampe. Wenn die Lampe eingeschaltet wird muss der Dynamo eine Leistung entsprechend der Wattzahl der Lampe bringen, dabei bremst er praktisch. Diese Leistung musst du zusätzlich mit den Pedalen erzeugen.

aber wenn es nach der Abnahme ginge, müsste die dann nicht nach der Kapazität der Led oder wasauchimmerfüreineLeuchte gehen? Wiie kann es dann angehen, dass die Lampe bergab heller leuchtet, also mehr abnimmt weil mehr produziert wurde, und nicht so viel wie sonnst auch immer produziert und abnimmt?

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@koch234

Die erzeugte Spannung ist von der Drehzahl (U/min) des Rades abhängig. Bergab hohe Drehzahl = hohe Spannung. Mit steigender Spannung steigen auch Strom und Leistung, die Lampe brennt heller. Eine "Kapazität" hat eine LED oder Glühlampe nicht, nur eine Angabe der Spannung (Volt) und der Leistung (Watt). Eine Kapazität hat eine Batterie (oder Akku) oder ein Kondensator.

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@koch234

Wenn du den Berg schnell hochfährst und langsam wieder runter, ist es umgekehrt. Dann leuchtet die Lampe beim Bergauffahren heller.

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@kosy3

Das ist zweifellos richtig, ist aber eher ein Sonderfall.

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@syncopcgda

Das sollte aber ein Hinweis dafür sein, dass die Helligkeit des Lichts bzw. die erzeugte Spannung des Dynamos nicht vom Bergauf- oder Bergabfahren abhängig ist, sondern von der Drehzahl des Rades.

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@syncopcgda

Ja, mein Erstkommentar bezog sich auch nicht auf deinen Kommentar, sondern auf den von koch234. Nur, wenn man hier bei GF auf "Kommentar hinzufügen" klickt, wird ein weiterer Kommentar den bereits existierenden angehängt, auch wenn sich dieser nicht auf den unmittelbar vorstehenden bezieht.

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durch die Drehung des Metallkerns im Dynamo, wird ein elektrisches Feld aqufgebaut, das die lampe leuchten lässt. je mehr Strom fliesst, um so höher wird der kraftaufwand oder widerstand des Dynamos. er bremst also. das ist das prinzip einer "Wirbelstrombremse, die z.B. bei Zügen und der Straßenbahn angewandt wird. Bremst man den Zug, arbeitet diese praktisch als "Lichtmaschine", gibt man "Gas", schickt also Strom hinein, arbeitet sie als Antrieb. ** http://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelstrombremse** Eine Wirbelstrombremse ist eine verschleißfreie Bremse, die Wirbelstromverluste von in Magnetfeldern bewegten Metallscheiben (Rotoren) oder Schwertern zur Bremsung nutzt.

Das Prinzip: Bewegt sich eine Metallplatte in einem inhomogenen äußeren Magnetfeld, werden in ihr Spannungen und in der Folge Wirbelströme induziert, die ihrerseits eigene, dem äußeren Magnetfeld gemäß der lenzschen Regel entgegengesetzte Magnetfelder erzeugen, die die Platte schlussendlich abbremsen. Gleiches gilt, wenn umgekehrt die Quelle des äußeren Magnetfelds, z.B. ein Dauer- oder Elektromagnet, über eine elektrisch leitende Fläche, z.B. Eisenbahnschiene, bewegt wird - entscheidend ist lediglich die Relativbewegung des Felds und elektrischen Leiters (siehe Abb.).

Der elektrische Widerstand der Metallplatte bildet dabei für die Wirbelströme einen ohmschen Verbraucher, der die Bewegungsenergie der Platte bzw. des Magneten in Wärme umsetzt. Die Magnetisierbarkeit der Metallplatte dagegen, die bei den ähnlich funktionierenden Hysteresebremsen eine Rolle spielt, ist für die Induktion in einer Wirbelstrombremse unerheblich, allein ausschlaggebend die elektrische Leitfähigkeit.

oho, auch ein Fachman in Sachen Physik, danke für die Erklärung!

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Der Dynamo produziert dann keinen Strom.

Für den Laien: Stell dir vor, der Dynamo ist eine Pumpe, das Licht ist ein Wasserrad und die Stromkabel sind Wasserleitungen. Wenn du radfährst, wird die Pumpe angetrieben und pumpt das Wasser durch die Leitungen zum Wasserrad, das sich dann dreht. Wenn du jetzt aber das Wasser ablässt und dann trotzdem radfährst, dreht sich zwar wieder die Pumpe und das Pumpenrad, aber diesmal muss die Pumpe kein Wasser pumpen, sondern dreht in Luft. Für den Antrieb der Pumpe wird jetzt kaum Energie benötigt. Aber dafür dreht sich auch jetzt das Wasserrad nicht.

Danke auch dir, auch wenn ich das grad mit dem Wasserrad erst recht noch nicht richtig verstehe, ich glaub ich muss mir doch mal einen Bauplan von einem Nabendynamo googeln ;-)

DH gibts leider erst morgen wieder.

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Also das hilft Dir jetzt ganz bestimmt gar nicht, aber das ist der selbe Effekt, nach dem ein Keilriemen im Auto anfängt zu quietschen, je mehr Verbraucher Du anschaltest ...

Stell es Dir vielleicht einfach anders vor (Physiker jetzt weghören bitte), nicht der Dynamo produziert dauernd Strom und "weiß dann nicht, wohin damit", sondern die Verbraucher "saugen" den Strom vom Dynamo weg (über Magnetwirkung). Wenn Du Deine Lampe ausschaltest, unterbrichst Du die "Saugleitung", deswegen gehts leichter.

Strom "fliesst" ja nicht wirklich von einer Stelle zu einer anderen (wie Wasser), sondern ist eher eine "permanent anliegende Spannung", es ist also egal, ob Du die Sache von A (Dynamo) nach B (Lampe), oder von B (Lampe) nach A(Dynamo) betrachtest.

der quietscht je mehr,desto mehr gas du gibst.

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@gansh

dann wär mal ein tausch oder richtig spannen erforderlich,normalzustand ist es nicht

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@wollyuno

Wenn ich mich recht erinnere, werden hochbelastete Lichtmaschinen auch mit Zahnriemem angetrieben.

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@syncopcgda

AHRGL. - das war ein B E I S P I E L

  1. weiß ich, daß das kein Normalzustand ist, aber immerhin ein relativ weit verbreitetes Beispiel für eine ähnlichen Stromerzeuger, was besseres fiel mir grad nicht ein, Generatoren in Kraftwerken kennt ja kaum einer

  2. Quietscht der Keilrieben eben nicht, je mehr Gas man gibt, sondern hört dann damit auf, weil die Fliehkräfte dazukommen, es sei denn, Du hast - eben

  3. viele Verbraucher angeschaltet, die die LiMa "bremsen", weil sie eben Saft ziehen, dann fängt er wieder an zu eiern.

Zahnriemen kenn ich nur zwischen Nockenwelle und Kurbelwelle, kann aber sein, daß bei den modernen saftfressenden Müllkonstruktionen heute mit Elektrischem PiPaPo für blinde, taube, arm- und hirnamputierte Autofahrer sowas auch an der LiMa nötig ist, sowas fahr ich nicht, bei mir gehört der PC noch auf den Schreibtisch und nicht in die Werkstatt. Aber Danke für die Hinweise :D

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@pecudis

Ja und für den Nockenwellenantrieb lobe ich mir meine Steuerkette, auch wenn sie oft lauter ist als ein Zahnriemen.

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