Wird der PE (Schutzleiter) an der Steckdose immer angeschlossen (Badezimmer)?

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6 Antworten

da hat jemand was offensichtlich falsch gemacht. egal in welchem raum, der schutzleiter wird an der steckdose selbstverständlich IMMER angeschlossen.

einzige ausnahme: es handelt sich um eine netzform, bei der ein schutzleiter bauartbedingt nicht vorgesheen ist z.B. ein sogenanntes IT netz. hier wird ein trenntransformator vorgeschaltet, es besteht also keine verbindung zwischen den stromleitern und der erdung. ein einiziger fehler kann so nicht zum stromschlag führen.

bei komplexeren IT netzen gibt es aber probleme mit der kapaztiven kopplung bzw. bei zwei aufterendenden fehlern, dann kann es sehr wohl zu stromschlägen kommen.

daher werden IT netze eigendlich nur noch im Bergbau oder im Krankenhaus etc. in begrenztem umfang eingesetzt. zuhause bzw. in hotels etc. war es früher mal gang und gebe, sogenannte rasierapperatesteckdosen zu verbauen. da waren dann transformatoren für den rasierer direkt hinter der steckdose zuständig für nur diese eine steckdose. und die war auch nur sehr begrenzt belastbar...

lg, Anna

Noch eine Möglichkeit:

Die Steckdose ist evtl. über einen Trenntrafo angeschlossen. Dann darf man den Schutzkontakt (Erdung) nicht anschließen, denn dann besteht wieder eine Spannungsdifferenz zur Erde.

Der Sinn eines Trenntrafos im Bad ist der Personenschutz.

Man kann gefahrlos einen Kontakt berühren, ohne einen Stromschlag zu bekommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schutztrennung

Hallo. Normal muss der angeschlossen sein. wegen des FI Schalter ist in Deutschland so Vorschrift.

Normal? Immer

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Da hatte jemand keine Ahnung und hatt den Schutzleiter weggelassen. Das ist NICHT gut, bitte nachträglich Anschlissen.

Hat er wohl vergessen.

Und kannst du mir vielleicht genau sagen, warum der PE an der Steckdose angeschlossen wird?

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@DenizGSVM

Der Schutzleiter ist faktisch nichts anderes als eine Erdung (daher auch PE: "Protective Earth"). Im Falle eines Kontaktschlusses eines leitfähigen Gerätegehäuses wird durch die Verbindung zur Erde sichergestellt, dass der Strom sofort gegen Erde abgeleitet wird. In Kombination mit einem Fehlerstromschutzschalter führt dies quasi sofort (innhalb von Sekundenbruchteilen) zur Abschaltung der Anlage, und zwar im Optimalfall bevor jemand das Gerät benutzt oder berührt. Diese Abschaltung würde der Fehlerstromschutzschalter zwar auch ohne den Schutzleiter ausführen, aber dann eben erst bei Erdschluss, und das kann dann eben auch die Berührung durch einen Menschen sein, wobei man ohne Schutzleiter einen elektrischen Schlag bekommen würde. Auch dies sollte in den allermeisten Fällen glimpflich ausgehen, da die Abschaltzeiten sehr klein sind. Da es für Herzkranke und Kinder aber dennoch gefährlich werden kann, sollte man niemals auf den Schutzleiter verzichten.

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Was sagt der Name schon, ihr Spezialisten?

Was heißt PE?

Protective Earth.

Und wenn diese Verbindung vom Schutzleiter (anderer Name) zu den beiden Klemmen an der 'Steckdose' nicht besteht, ist mit Lebensgefahr zu rechnen.

Und neben dem Waschbecken gibts keine Steckdose, denn die muss 60 cm entfernt sein.

Lasst die Finger von solchen Basteleien und holt einen konzessionierten Elektriker.

Lebensgefahr: Jein. Der Schutzleiter hilft Dir eh praktisch nur dann, wenn ein leitendes Gehäuse Strom führt UND dieses Gehäuse auch korrekt an den Schutzleiter angeschlossen ist (also auch am Gerät selbst). In allen anderen Fällen (also z.B. direktes Berühren des Außenleiters) hilft er Dir nicht, da arbeitet der RCD (alt: FI) komplett unabhängig. Da man im Bad doch recht häufig Geräte mit Eurostecker verwendet und auf Metallgehäuse weitgehend verzichtet ist der Schutzleiter selbst nicht der wichtigste Schutz (was nicht heißt, dass man ihn weglassen darf). Sehr viel wichtiger: Das Vorhandensein eines funktionierenden Fehlerstromschutzschalters! Dieser funktioniert auch bei nicht korrekt angeklemmtem Schutzleiter!

Übrigens darf man sehr wohl Steckdosen im Bereich von Waschbecken installieren, das wird Dir auch Dein Elektriker bestätigen. Es gibt keinerlei VDE-Richtlinien die das verbieten, und es ist aus verschiedenen Gründen auch kein ernsthaftes Risiko (so man die Steckdose nicht direkt (also z.B. wenige cm) über das Waschbecken installiert. Nichtmal Steckdosen mit Deckel und IP44-Schutz sind dort erforderlich (wenn auch sicher kein Fehler). Um nicht alles durchkauen zu müssen, hier mal ein paar Überlegungen dazu (nicht mein Werk): http://www.reiter1.com/Ohmscher_Widerstand/Ohmscher_Widerstand_22.html

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@Sybok

Bei Sicherheitsfragen gibt's kein 'jein', sondern ein ja oder ein nein.

Wenn eine Schukodose installiert ist, muss man davon ausgehen, dass ein entsprechender Stecker eingesteckt werden kann (Schutzklasse I); freilich ist ein Gefahr damit verbunden, dass nachfolgende Geräte den Schutzleiter nicht fortführen - ob Fehler nach unsachgemäßer Reparatur oder durch Abnutzung bedingt.

Und als Vorschrift gilt nach wie vor die 'VDE 0100' - bitte nachlesen und eigene Aussage korrigieren. Merci.

- keine Fragen -

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@Pauli010

War klar, dass das hier direkt bewusst missverstanden wird. Ich schrieb doch, dass man den Schutzleiter nie weglassen darf. Wollte nur sagen, dass man nicht direkt gefährlich lebt, wenn man z. B. ein Gerät mit Eurostecker an eine Dose ohne Schutzleiter anschließt, weil das dann eh keinen Unterschied macht.


Und zu der Aussage mit den Steckdosen über dem Waschbecken solltest Du ggf. selbst nachlesen, die VDE sieht keinen Schutzbereich für Waschbecken vor.

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