Wieso sind manche Muslime für einen liberalen Islam?

9 Antworten

  • weil ihnen Frauenrechte wichtig sind
  • weil sie Menschrechte hoch achten
  • weil sie der Meinung sind, Mädchen müssten kein Kopftuch tragen
  • weil sie der Meinung sind, jede Person könne ihre Religion selber wählen
  • weil für sie auch Frauen als Imame tätig sein können
  • weil sie "unsinnige" Regeln und Verbote ablehnen
  • weil sie sich gegen Zwangsheiraten einsetzen
  • weil sie gegen Genitalverstümmelungen an Mädchen sind

Wahrscheinlich weil sie ihren Verstand einschalten und nicht alles blind glauben was im Koran Koran steht.

Und sie haben recht damit. Ich habe nirgendwo absurdere Regeln gesehen wie im Islam.

  1. Was es bringt? Menschenrechte (v.a. FRAUEN- und Mädchen-Rechte) - Ein glücklicheres, unbeschwerteres und v.a. weniger angstbeschwertes Leben!
  2. Liberale mögen viele Pflichten nicht, weil viele dieser Pflichten völlig unsinnig sind (...um es noch höflich auszudrücken).
  3. Nein, natürlich ist der Ur-Islam nicht gut genug! Keine Religion ist in ihrer "ursprünglichen Form" gut genug! - Eine Religion, die sich nicht weiterentwickelt, verknöchert, stirbt ab - und bewirkt dass mit den Menschen, die sie praktizieren geistig, das gleiche geschieht! - s. Taliban!
  4. Wenn es Dich WIRKLICH interessiert, was liberale Moslems - warum - denken bzw. warum der Islam dringend modernisiert werden müsste, dann lies die Bücher von Necla Kelek, Sabatina James, Ayaan Hirsi Ali, Ahmed Mansour, Hamed Abdel Samad, Günther Lachmann, Constantin Schreiber, Zaina Ramadani oder Carmen bin Ladin.

Der liberale Islam, auch Euro-Islam genannt, ist eine Reformbewegung, die grundlegende Konzepte im Islam hinterfragt und den Koran an vielen stellen anders interpretiert. Es geht also um eine neue Interpretation.

So etwas ist grundsätzlich sinnvoll, da wir als Muslime durchaus dazu angeregt sein sollten uns zu bilden, Dinge zu hinterfragen und nicht alles blind zu glauben.

Diese liberale Bewegung ist nicht neu. Solche Bewegungen gab es in der Geschichte immer wieder, bereits von Hunderten von Jahren. Aber solche Bewegungen stießen und stoßen auch auf Widerstand, der von Anfeindungen, über Morddrohungen bis zum Mord reichen kann. Extremistische Strömungen, insbesondere Salafisten, sehen diese Bewegungen als unislamisch an.

Persönlich halte ich manche Ideen im liberalen Islam für durchaus nachvollziehbar. Sie regen zum Nachdenken an. Es gibt aber im liberalen Islam teilweise Forderungen, die eindeutig im Widerspruch zum Islam stehen. Bestimmte Forderungen gehen zu weit.

Welche genau gehen Dir zu weit? ...und warum?

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@verreisterNutzer

Ich überhaupt nicht ich fördere nur den praktischen Islam und nicht die Lehre von Seyran ich habe alle Bücher von ihr gelesen

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@verreisterNutzer

Ja jegliche Praxis und nicht nur das Lippen Bekenntnis

Dazu gehört das Gebet , das Fasten, Die Hadj und Zakat sowie der gute Charakter

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@verreisterNutzer

KT steht eindeutig NICHT im KOran - zudem: Was ist Dir am KT so wichtig?! ...bist Du eine Frau oder hast Du Angst vor ihnen?

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@verreisterNutzer

Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen (Geschlechts)trieb (mehr) haben, den Kindern, die auf die Blöße der Frauen (noch) nicht aufmerksam geworden sind. Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen. Wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehen möge! [An Noor 24:31]

and not to show off their adornment except that which is apparent,

means, they should not show anything of their adornment to non-Mahram men except for whatever it is impossible to hide. [Tafsir ibn Kathie unter 24:31]

means that they should wear the outer garment in such a way as to cover their chests and ribs, so that they will be different from the women of the Jahiliyyah, who did not do that but would pass in front of men with their chests completely uncovered, and with their necks, forelocks, hair and earrings uncovered. So Allah commanded the believing women to cover themselves, [Tafsir ibn Kathie unter 24:31]

O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das ist eher geeignet, daß sie erkannt und so nicht belästigt werden. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig. [Al Ahzab 33:59]

Es gibt noch mehr Beweise in der Sunnah

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Wenn man ein Muslim ist, sollte man, meiner Meinung nach, den Islam akzeptieren und nichts von der Religion ändern.

Hat man doch schon längst und zwar bei den Ausdrucksformen angefangen.

Oder meinst du, als Mohammed und Konsorten sich das mit dem Islam haben einfallen lassen, wären monumentale Prachtbauten von Moscheen vom Himmel gefallen etc?

Die Ausdrucksforum und Lithurgie im Islam ist über die Jahrhunderte hinweg ganz genau so Veränderungen unterworfen gewesen, wie in anderen Religionen auch.

Selbiges gilt mitunter von den Inhalten, ist ja nicht so, dass es keine Konfessionen und Rechtsschulen verschiedener Aprägung gäbe, die sich da irgendwann mal herausgebildet haben.

Dieser ganze Zustand hat mit dem, was vor 1300 Jahren mal gewesen sein mag, nicht mehr besonders viel zu tun.

Dann kann man auch gleich konsequent sein und mit Sachen, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind tabula rasa machen.

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