Wieso sind Geschmacksverstärker nicht verboten?

6 Antworten

Mononatriumglutamat kommt von Natur aus in vielen Lebensmitteln vor; z. B. in Tomaten.

Einige Backtriebmittel haben auch eine E-Nummer und sind für die Herstellung "technisch Notwendig".

Am Besten ist es, wenn man seine Mahlzeiten weitgehend selbst zubereitet oder von Herstellern kauft, die auf Zusatzstoffe verzichten. Beispielsweise Frosta.

Diese Geschmacksverstärker sind ja von der Industrie und Wirtschaft gewollt , wenns den Leuten schmeckt, dann kaufen se das Produkt gerne und immer wieder und immer öfters - verstehst du?

wenn man alles verbieten würde, würde die Wirtschaft darunter leiden.
also stellt der Staat die Wirtschaft über die Gesundheit.

das bedeutet nicht, dass er für das Produkt notwendig sein muß, sondern dass es keine Alternative gibt. Eine Täuschung ist dies auch nicht. Sonst dürften ja auch Salz und Gewürze nicht erlaubt sein. Glutamat ist eines der häuigsten in der Natur vorkommenden Stoffe und ensteht natürlicher Weise bei allen Prozessen bei denen Proteine enthalten sind. Natriumglutamat wurde schon vor 1500 Jahren als Geschmacksverstärker eingesetzt! Da Glutamat in den Lebensmitteln oft schon in natürlich hoher Konzentration vorhanden ist, müssen diese nur noch umgeformt werden. Sie gelten daher nicht als Lebensmittelzusatzstoffe

Die Frage ist doch eher wieviel Menschen verhungern werden, wenn diese Geschmacksverstärker verboten wären. Weil es sehr viel weniger industriell verarbeitete Produkte gäbe. Wie soll man Geschmack hineinzaubern, wenn die Ware länger haltbar sein soll ? Salzmenge verdreifachen ? Dann sterben wir wohl alle an Bluthochdruck. Gar nichts reinmachen - siehe erster Satz, denn dann kauft es keiner mehr. Manch Schlauer greift daheim zu Maggi und Fondor - upps, sind ja auch Geschmacksverstärker.

Den Vorteil hat die frische Küche, dort kann man viel mit Gewürzen und frischen Kräutern arbeiten. Aber das können sehr viele Menschen heute gar nicht mehr. Es gibt immer zwei Seiten auf dieser Medaille. Wenn Du den Heilsbringer kennst den man anstelle von MSG & Co bedenkenlos einsetzen kann, sag mir bitte Bescheid. Das lasse ich mir patentieren und zahle Dich mit meinen ersten Millionen aus.

Falls dies komplett neu für Dich ist: ja, ich vermisse diese Seite auch immer sehr in diesen Berichterstattungen...

Woher ich das weiß:Beruf – Seit 30 Jahren in der Lebensmittelbranche unterwegs ...

Frosta kann auch ohne Geschmacksverstärker, und diese Produkte schmecken sogar sehr gut, oder die Produkte von Demeter; ist nur ziemlich teuer.

0
@Feddisch

Ist mir aus erster Hand bekannt, und an der notwendigen Preisstrategie wäre Frosta vor gut 10 Jahren auch fast zugrunde gegangen - das habe ich auch direkt von leitenden Frosta Mitarbeitern. Steht in keinem Widerspruch zu dem was ich im ersten Absatz sagte: es gäbe weniger davon, und weniger Menschen könnten es sich regelmäßig leisten.

Abgesehen davon: bei Frosta schmeckt alles saulecker. Ein guter Kompromiss aus Convenience und Zutaten, aber bekomme das mal in die Köpfe unserer ach so aufgeklärten Verbraucher. Viele können nur meckern: über die Preise oder die Zutaten.

0

"Die Frage ist doch eher wieviel Menschen verhungern werden, wenn diese Geschmacksverstärker verboten wären. Weil es sehr viel weniger industriell verarbeitete Produkte gäbe. [...] Gar nichts reinmachen - siehe erster Satz, denn dann kauft es keiner mehr."
1.) Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir verhungern, wenn in den Lebensmitteln keine Geschmacksverstärker mehr drin sind, weil die Menschen die Sachen dann nicht mehr kaufen. Spätestens wenn sie Hunger haben, werden sie sich etwas zu Essen besorgen.
2.) Die Menschheit hat Raketen gebaut und ist zum Mond geflogen. Die Menschheit hat kleine tragbare Minicomputer gebaut, die uns extrem schnell vernetzen. Ich denke, es sollte der Industrie möglich sein, einen Weg zu finden, leckeres Essen auch ohne (künstliche, unnötige) Geschmacksverstärker zu entwickeln (die nur die Leute dazu bewegen sollen, das Produkt wieder zu kaufen), zumal viele Generationen von Menschen vor uns das viele Jahre auch geschafft haben - auch für die Haltbarkeit wurden viele Methoden entwickelt.

0
@kalima447

Natürlich bekommt die Industrie das hin, der Einzelhandel möchte aber nicht dafür bezahlen. "So der Wille des Verbrauchers" - sagt der Handel. Alle.

Das mit Verhungern ist im übertragenen Sinne auf die Menschen gemünzt, die nicht kochen können oder wollen. Haben wir ja plakativ hier auf GF dank Corona gesehen, geilste mir bekannte Aussage: "ich koch doch nicht zuhause, wofür verdiene ich denn mein Geld". Die Person forderte die sofortige Wiedereröffnung der Gastronomie.

Die 10.000 Generationen vor uns haben alle ohne industrielle Lebensmittel überlebt. Heute gilt: wer zuerst in Qualität investiert - verliert. Siehe das plakative Beispiel mit Frosta. Wer Salz und Zucker als erster rausnimmt verliert, und zwar an Marktanteilen. Die Wette gilt.

Ein Umdenken setzt dank Corona ein, aber wir könnten schon sehr viel weiter sein.

0

Was möchtest Du wissen?