Wieso das Pferd beidseitig anbinden?

7 Antworten

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Wenn ein Pferd, das von vorne angebunden ist, sich erschrickt, zieht es nach hinten. Dabei bekommt es einen gewaltigen Ruck ins Genick, was zu schweren Entzündungen fuhren kann. Es kommt sogar vor, dass ein Pferd sich dadurch überschlägt. Außerdem kann ein Pferd einen Menschen an die Wand quetschen. Beidseitig angebunden ist auch diese Gefahr nicht gegeben.

Es freut mich, dass ich helfen konnte, und bedanke mich für den Stern 💫

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Ich mache das nicht. Ist mir zu gefährlich. Das Pferd steht dabei meistens in einer Stallgasse und schaut nur in eine Richtung und kann sich nicht umsehen. Für ein Fluchttier eine schlechte Situation. Außerdem kann das Pferd sich bei Panik überschlagen wenn es nach vorne schießt.

Meiner ist immer nur irgendwo angebunden und kann in alle Richtungen schauen. Sollte er Panik bekommen reißt entweder das Halfter oder ich löse die Panik-Vorrichtung am Strick.

Woher ich das weiß:Hobby – Reiterin seit ca.30Jahren

Wenn das Halfter reißt, kann man auf einen schnellen Termin hoffen bei einem Tierarzt, der manuelle Therapie kann. Mit dem Problem, das da entsteht, möchte ich kein Pferd tagelang stehen lassen.

Deshalb hat man bis in die 1990er Jahre auf gar keinen Fall jemals am Halfter angebunden, es dann aber aufgrund der vielen stylischen Halfter, die den Markt überschwemmt haben, vergessen. Erst hieß es "der hat noch nie einen Sprung gemacht" und dann war es schon so etabliert. An einem Anhindehalsriemen ist halt leider nicht genug Platz für Glitzer und Fellchen und solchen Kram, die sehen immer noch aus wie früher und sind damit out. Zum Leidwesen der Pferde.

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@Baroque

Ja aber wenn das Pferd sich überschlägt weil beidseitig angebunden kann man froh sein wenn man nur eine manuelle Therapie braucht.

Anbinden ist immer ein Risiko. Das ist klar. Ich besitze nicht ein einziges Glitzer- oder Dekofellprodukt. Also fühle ich mich jetzt nicht wirklich angesprochen. Weiß aber was du meinst.

Zur Frage habe ich jedenfalls meine Meinung geäußert und stehe weiterhin dazu.

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Ein Vorteil ist, dass das Pferd sich nicht im Strick aufhängen kann, bzw. bei entsprechender Anbindung kommt es nicht mit den Vorderbeinen in die Stricke.

Manche Pferde stehen beidseitig angebunden auch ruhiger.

Nachteil ist jedoch, dass das Pferd sich nur schwer, wenn überhaupt, losreißen kann in Panik. Es kann den Kopf nicht drehen um "Gefahren" von hinten in Augenschein zu nehmen. Nicht selten endet sowas mit extremen Schäden am Kopf und Genick des Pferdes.

Ich persönlich verwende nur Panikmechanismen zum Anbinden (Notfall-Löser, Panikhaken, etc.), mein Pferd lernt jedoch bereits im frühen Alter (wird nächsten Monat 2), dass er einfach so am Putzplatz stehen bleiben soll. Er darf gucken, er darf auch mal einen Schritt zur Seite machen, so lange er ruhig bleibt und in meiner Nähe ist.

Zum einen, weil sie sich so nicht aufhängen oder weniger aufhängen und zum anderen weil so einfach viel ruhiger stehen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

Es wird beidseitig angebunden, damit es sich nicht „aufhängen“ kann, also das es sich den Strick nicht übers Genick wickelt und dann Panick bekommt. Außerdem können Pferde sich so schlechter losmachen, weil sie sich den Strick nicht über den Kopf ziehen können.

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