Wie zeitaufwendig ist ein Hund wirklich?

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15 Antworten

Ich glaube, Ihr habt vollkommen falsche Vorstellungen vom Zusammenleben mit einem Hund.

Ein Hund ist kein Handy, das bereits ein Paket an Sprachbefehlen beherrscht, wenn Ihr ihn zu Euch holt. Was Nein, Aus, Hier bedeutet, müsst Ihr ihm mit viel Zeit und Geduld beibringen, und zwar zusätzlich zum normalen Auslauf. Die Erziehung eines Hundes ist auch nicht irgendwann abgschlossen, sondern eine lebenslange Aufgabe.

Wenn Ihr diese Zeit nicht investiert, habt Ihr einen Hund, der in die Wohnung macht, Möbel zerstört, wenn er alleine bleiben muss, an der Leine zerrt, andere Hunde anpöbelt, nicht frei laufen kann, weil er nicht abrufbar ist, Fremde anspringt, schnappt, nicht still liegen bleibt, wenn Ihr im Restaurant oder bei Freunden seid und Euch auf der Nase herumtanzt. Um einen Hund zu trainieren, müsst Ihr wissen, wie Hunde lernen. Das funktioniert nicht über Härte, Schimpfen und körperliche Strafe, sondern über gutes Timing, Umlenken, Konsequenz und Bestärkung der Alternativen. Sich dieses Wissen anzueignen braucht ebenfalls Zeit.

Selbst wenn Ihr einen gut erzogenen Hund habt, kann er sich zu einer Katastrophe entwickeln, wenn er nicht genügend körperlich und geistig ausgelastet ist. 2 Stunden Spaziergang sind, ohne Fütterung, Pflege und Training absolutes Minimum. Gesteht Ihr dem Hund das nicht zu, leidet er nicht still vor sich hin, sondern reagiert wie im vorherigen Absatz.

Die gut erzogenen und unauffälligen Hunde, die Du in der Öffentlichkeit siehst, haben Menschen, die genau diese Zeit Tag für Tag investieren. Andere Hunde wirst Du selten sehen, weil sie entweder zu Hause bleiben müssen, wenn sie nie gelernt haben, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, oder weil sie als "Problemhunde" im Tierheim landen.

Tut Euch selbst einen Gefallen und informiert Euch sehr gründlich, bevor Ihr die Entscheidung trefft. Wenn Ihr den Zeitaufwand jetzt schon als Belastung betrachtet, ist ein Hund weder das richtige Haustier, noch das richtige Hobby für Euch.

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Kommentar von KnorxyThieus
27.08.2016, 16:11

Danke für eure Antworten!

Eure Beiträge sind alle so qualitativ und hilfreich, dass ich mich leider nicht für eine Hilfreichste Antwort entscheiden konnte ...

Scheint so, als wäre ein Hund wohl dann doch nicht das Richtige für uns.
Na ja, wir holen uns stattdessen demnächst eine dritte Katze! :-)

Grüße

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Unsere beiden "kosten" uns täglich mindestens 4-5 Stunden, oft auch länger. Und das auch nur, weil wir sie zeitweise aufteilen und parallel auslasten, sonst wären es wohl 5-6 Stunden. Die Zeit nehmen wir uns. Im Hochsommer, bei wirklich schlechtem Wetter (starker Wind und Gewitter) oder wenn wir krank sind können es auch mal nur 2-3 Stunden sein. Das sind aber wirklich Ausnahmen und nach spätestens 3 Tagen merkt man es den Hunden wirklich an.

Da wir die eine noch nicht lange haben, können wir sie momentan nur eine Stunde alleine lassen. Theoretisch würde es auch länger gehen, aber wir wollen das Training nicht übertreiben. Mehr als 4, in Ausnahmefällen 6, Stunden werden es aber auch später nicht werden. Wenn wir doch länger weg sind, organisieren wir einen Sitter. 

Wenn man diese Zeit nicht investieren kann oder will, sollte man sich keinen Hund holen. Die Leidtragenden sind immer die Tiere! Entweder sind sie nicht ausgelastet und entwickeln "Macken" (stundenlanges Gekläffe/Geheule, die Wohnung "umdekorieten", Unsauberkeit, ...) oder noch schlimmer, sie geben auf und vegetieren nur noch vor sich hin (das sind dann meistens die Hunde, die angeblich kaum Auslauf brauchen und kaum bis gar nicht beschäftigt werden müssen -.-)

Das gilt für erwachsene Hunde, Welpen sind viel zeitaufwendiger (monatelang gar nicht alleine lassen, dann erst minutenweise, Tag und Nacht alle paar Stunden aufstehen, häufige, dafür kurze Gassirunden, ...). Vorausgesetzt natürlich der Welpe soll keine Ängste durchstehen, später keine Gelenkprobleme bekommen und keine "Verhaltensauffälligkeiten" entwickeln.... 

Nur weil "alle" etwas machen, ist es noch lange nicht artgerecht! Es ist ja auch nicht artgerecht Kaninchen, Meerschweinchen, Degus, Ratten, Wellensittiche, Nymphensittiche oder Zebrafinken einzeln in viel zu kleinen Käfigen zu halten, nur weil viele das tun. 

Ihr solltet auch eure Rassewahl nochmal überdenken. Auch Labradore wollen richtig ausgelastet (z.B. apportieren) werden und nicht nur "faul" in der Gegend rumliegen, schließlich wurden sie zur Jagd und nicht als Kaminvorleger gezüchtet. Außerdem hat diese Rasse (inzwischen) mit einigen gesundheitlichen Problemen/Erbkrankheiten zu kämpfen, deshalb sollte er unbedingt bei einem VDH-Züchter gekauft werden. Labradoodle sind überteuerte Mischlinge, mir denen Vermehrer viel Geld verdienen, deshalb ist die Gefahr einen "kranken" Hund zu erwischen sehr hoch und der Cavalier King Charles Spaniel zählt zu den Qualzuchten. 

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Kommentar von KnorxyThieus
30.07.2016, 11:19

Danke auch dir für deine ausführliche Antwort! Gibt es denn überhaupt so pflegeleichte Hunderassen, dass sie nur 2 Stunden pro Tag benötigen?

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Last das Bitte den eine Hund könnt ihr nicht mal 7 oder 8 Stunden alleine lassen auch muss ein Hund nicht nur  2 Stunden raus sondern es kann auch öfters sein es kommt da auch auf die Rasse des Hundes an zb .Außerdem brauch der hund täglich seine Bewegung und jede Rasse hat ihre Eigenheiten.Es gibt auch Laufhunde wie zb huskies die brauchen mehr als 2 Stunden Auslauf am Tag.Wen ihr nichtmal zeit für den hund habt dan schaft euch bitte keinen an sonst sieh zb ein Dackel aus wie eine Bockwurst Weil die Besitzer nicht ordentlich sich um den Hund kümmern!

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Wir(Kinder/Eltern) gehen früh morgens um 7 Uhr für ca.1,5h Spazieren,dann um 15 Uhr für ca. 1h und abends um 19/20Uhr nochmals 1,5h

Sind zusammen 4h pro Tag-geht doch.

Wenn man nicht einmal Zeit hat genug mit dem Hund raus zu gehen dann passt ein Hund nicht ins Leben. Neben Gassi gehen muss man noch in die Hundeschule,danach Hundesport (ohne ist es langweilig für den Hund).

Dann muss man sich mit dem Hund beschäftigen mit Spielzeug /Intelligenzspielzeug/Suchspielenusw.

Man macht eigentlich den ganzen Tag lang was mit den Hunden,genauso wie mit kleinen Kindern.

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es geht nicht nur um das laufen. ein hund braucht zuneigung, training und eventuell auch eine hundeschule. wenn ihr einen welpen holt dauert das training meist noch länger wegen der stubenreinheit. dann sollte man seinen hund nicht nur körperlich auslasten, sondern auch physisch. D.h. hundesport, suchspiele ect.
noch dazu muss der hund täglich gefüttert werden was auch zeit in anspruch nimmt also alles in allem würde ich sagen 4-7 stunden täglich. je nach dem welche rasse und wie viel er ausgelastet werden muss

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Hallo,

drei Stunden sind das Minimum. Wenn man nicht so viel Zeit "opfern" will oder kann, ist, dass natürlich in Ordnung, nur sollte man sich dann keinen Hund anschaffen. Wenn ihr jetzt schon denkt, dass dreimal am Tag mit dem Hund raus gehen viel ist, würde ich euch dringend von einem Hund abraten.

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Seit 30 Jahren halte ich Hunde. Mindestens eine Stunde am Morgen und Abend Auslauf sind PFLICHTPROGRAMM, wobei das natürlich auch dem Halter guttut. Welpen brauchen, um stubenrein zu werden, ganz unterschiedliche Rhythmen, wobei individuell bis zu zehn, zwölf Minirunden oder der "Auslauf" im Garten möglich sind.  

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Kommt drauf an mein Hund ist meistens 4-6 Stunden allein zu Hause ( ist auch ein Labrador) aber wen ich dann nach Hause komme gehen wir meisten dann 1-2 Stunde raus das wichtigste für einen Hund ist liebe du kannst zB NCIHT 5 Stunden mit dem Hund gehen aber ihn keine zu Neigung geben :)

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kommt auf den Hund drauf an. auch innerhalb einer Rasse, z.B. gerade beim Labrador, gibt es Tiere mit einem ganz unterschiedlichen Bewegungsdrand. aber nicht nur die körperliche Auslastung ist wichtig, sondern auch die geistige. also 1-2 die Woche trainieren wäre schon wicht. 

was aber gar nicht geht ist wenn der Hund den ganzen Tag immer alleine ist!

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Kommentar von KnorxyThieus
29.07.2016, 22:22

Durch unsere Jobs wäre er maximal sieben Stunden allein zu Haus - aber nur einen Wochentag, ansonsten weniger, das müsste doch gehen, oder?

Und könntest du diese Trainingsdauern evtl. auch noch quantifizieren? :-)

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Kommentar von Lapushish
29.07.2016, 22:29

7 Stunden sind VIEL zu lange! 4 Stunden sind ok. Trainingslänge hängt vom Hund ab. 1-3 Stunden, je nach Charakter.

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Das ist tatsächlich das Mindeste. Es ist nur leider so, dass es viele Leute nicht interessiert, was ihr Hund für Bedürfnisse hat, und sie trotz Faulheit und/oder Zeitmangel halten. Das solltet ihr bitte nicht tun.

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Kommentar von KnorxyThieus
29.07.2016, 22:25

Das solltet ihr bitte nicht tun.

Was für Konsequenzen hat das eigentlich?
Ich meine, wie unterscheidet sich das denn von in überfüllte Kitas gegebene anstatt von der Mutter aufgezogene Kinder - ersteres ist bestimmt nicht gut und doch allgemein akzeptiert und ohne allzu schlimme Langzeitfolgen.

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Kommentar von Lapushish
29.07.2016, 22:27

Der Hund ist unglücklich. Wozu hält man sich einen Hund oder bekommt ein Kind, wenn man es vernachlässigt? Das Tier oder Kind führt ein unglückliches Leben, ist unterfordert. Bei arbeitsbedürftigen Hunden kann die Langeweile und unterforderung dazu führen, dass er anfängt, Dinge kaputt zu machen. Ich möchte dir nichts vorwerfen, aber fragst du das gerade, weil du dir einen Hund holen möchtest um ihn unglücklich zu machen? Ist dir das egal?

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Kommentar von Lapushish
26.08.2016, 21:14

Es wäre nicht nur wenig schön sondern Scheisse.

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verantwortungsbewusste Hundehalter sehen zu , das die Bedürfnisse ihrer Tiere erfüllt werden. Hunde brauchen Auslauf, 3 Stunden täglich sollten es schon sein. Sicher gibt es Hunde die aufgrund von Alter oder Krankheit nicht so viel Auslauf benötigen, aber dies kann man nicht vorhersagen. Dazu kommt Fellpflege, Spiel, streicheln etc. Auch für die Erziehungsarbeit wird ausreichend Zeit benötigt.

  Gerade Menschen, die arbeiten gehen haben eine besondere Verantwortung. Das heißt den Hund nicht übermäßig alleine lassen, max 5 - 6 Stunden sollten es nicht sein. Deshalb wäre es wichtig, dem Hund nach einer langen Nachtruhe vor der Arbeit noch einen langen Auslauf mit Beschäftigung zu gewähren. Muss der Hund länger als 6 Stunden alleine bleiben, sollte sich ein Hundesitter zwischenzeitlich noch um den Hund kümmern.

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Klar geht auch weniger aber ob das so gut für den hund ist wage ich zu bezweifeln denn Hunde wollen Bewegung und Action

Also ja ein Hund sollte 3 mal täglich gassi gehen und das auch entsprechend lang

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Kommentar von Purzelmaus99
29.07.2016, 22:34

Außerdem sollte der Hund nie länger als 4-5 Stunden alleine sein (und dass auch nur wenn er es gelernt hat)

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Mit drei Stunden Beschäftigung ist kein Hund ausgelastet. Das reicht also nicht mal für eine absolut genügsame Rasse.

Kauft ein Steifftier, daß ist billiger und anpassungsfähiger.

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Nein diese Einschätzung ist schon richtig. Wenn ihr nicht gerade ein sehr großes Grundstück habt, wo der Hund sich austoben kann, musst du pro Tag mindestens 2h mit ihm raus. Gerade junge Hunde brauchen Bewegung und Auslastung.

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Kommentar von KnorxyThieus
29.07.2016, 22:19

Hm, ein größeres Grundstück (insgesamt 1000 m²) haben wir schon, aber ändert das denn wirklich was am zeitlichen Aufwand? Oder beschäftigt sich ein Hund auch alleine? Und verrichtet er dann nicht auch dort sein Geschäft?

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Kommentar von Lapushish
29.07.2016, 22:21

Ein großer garten ersetzt KEINES FALLS die Zuwendung und die Spaziergänge!!! Ein Garten ist toll, aber absolut kein Ersatz. Hunde brauchen Auslauf, Bewegung, wollen gefordert werden, auf Artgenossen treffen, neue Gerüche wahrnehmen.

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Kommentar von Lapushish
29.07.2016, 22:28

Richtig. Deine Antwort war etwas doof ausgedrückt, für jemanden, der keine Ahnung hat, wirkt es, als ob ein Grundstück Auslastung genug ist.

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Ein Hund benötigt nicht nur die Zeit zum Gassi gehen und füttern,sondern auch die Zeit die man ihm abgeben will,die er einem wert ist.

Das kann sehr viel sein,wenn man es will.

Oder nicht so viel,wenn man nur bereit ist, das Nötigste zu investieren.

Mit beiden Varianten kann er alt werden.

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Kommentar von KnorxyThieus
29.07.2016, 22:20

Okay, und wie viel wäre "nicht so viel" etwa? :)

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