Wie viele Seiten am Tag sollte man schreiben?

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5 Antworten

Du sagst ja selbst, dass man diese Frage nicht 100%ig beantworten kann. Es kommt immer darauf an, ob man gerade eine gute Idee hat und die aufschreiben will, oder ob man einfach in der falschen Stimmung ist und einem absolut nichts einfällt. Dann bringt es auch nichts, acht oder neun Seiten totalen Quatsch da hinzupfuschen, am Ende muss man es ja dann sowieso wieder löschen. Da wird sich dann auch eine Autorin wie Cecilia Ahern mal einen freien Tag nehmen und darauf warten, dass sie wieder von der Muse geküsst wird ;-)

Sorry, aber deine Antwort ist zum größten Teil grundfalsch.

Es kommt immer darauf an, ob man gerade eine gute Idee hat und die aufschreiben will, oder ob man einfach in der falschen Stimmung ist und einem absolut nichts einfällt..

Wenn ein Autor immer erst darauf wartete, bis ihm etwas einfiele, käme wohl nie ein Buch zustande! Natürlich schreibt er dann oft Käse. Na und? Am nächsten Tag liest er es nochmal und hat die Idee, wie er es besser schreiben kann. Vielleicht löscht er es auch ganz, weil er eine bessere Idee bekommen hat. Aber die wäre nie gekommen, wenn er erst gar nicht hingeschrieben hätte.

Dann bringt es auch nichts, acht oder neun Seiten totalen Quatsch da hinzupfuschen, am Ende muss man es ja dann sowieso wieder löschen.

Doch! Das bringt sehr viel! Egal, ob es dann stehenbleibt oder gelöscht wird - es setzt die Phantasie in Gang und spinnt die Geschichte weiter.

Da wird sich dann auch eine Autorin wie Cecilia Ahern mal einen freien Tag nehmen und darauf warten, dass sie wieder von der Muse geküsst wird ;-)

Das ist absoluter Quatsch. Musen küssen nicht einfach so. Man muss ihnen schon das Bett bereiten, sonst kommen sie erst gar nicht. Sprich: Es muss schon was geschrieben sein, bevor man eventuell die geniale Idee bekommt, wie man es besser machen kann.

Denkst du denn, die Autoren tippen alles druckreif in ihre Textverarbeitung? Nein! Jeder Text wird zigmal überarbeitet - von den Autoren selbst und danach meist noch von Lektoren und Korrektoren, bevor er in den Druck geht. Texten, die nicht diese Bearbeitung erfahren, sieht man es leider auch an.

Kein einziger berühmter Autor hat je seine erste Fassung des Manuskripts veröffentlicht!

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@AnnJabusch

Natürlich stimmt es, dass man hinterher alles nochmal verbessern kann oder auch muss - aber wenn ich eine absolute Blockade habe, schreibe ich doch auch als professionelle Autorin nichts. Wenn dann da nur Unsinn bei rauskommt, habe ich nichts davon. Dann nehme ich mir lieber etwas Zeit für mich, komme runter, nehme eine Auszeit - was bringt es mir, mich jeden Tag fünf Stunden in mein Büro vor den Laptop zu setzen und zu schreiben, egal, was dabei rauskommt? Am Ende lese ich mir dann alles nochmal durch und lösche es - fünf Stunden Arbeit umsonst.

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@Laura3495

Bist du die professionelle Autorin?

Vielleicht ist es ja bei dir so, kann ja sein. (Obwohl ich das kaum glauben kann.) 99,98 % der Autoren schreiben NIE umsonst. Für irgendwas ist alles Geschriebene gut, denn auch der "Quatsch", der hinterher vielleicht gestrichen wird, übt. Und er eignet sich hervorragend zum experimentieren.

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Die Frage ist ja nun schon ausführlichst beantwortet, wobei auch viel Blödsinn dabei ist.

Erstens muss man keine 12 Jahre mindestens auf seine Veröffentlichung warten. Einigen Wenigen gelingt sie recht früh, einigen vielleicht nach zehn, zwölf oder zwanzig Jahren und einigen nie. Ich kenne alle Varianten.

Zweitens ist der Cello-Vergleich mehr als hinkend. Wenn überhaupt, dann solltest du dich mit einem Komponisten vergleichen. Vor allem weißt du ja noch gar nicht, ob das wirklich deine berufliche Zukunft ist, und falls du beim Schreiben bleibst, dann darfst du mir glauben, dass die meisten Schriftsteller noch einen Brotberuf haben (oder einen Partner mit Brotberuf). Das heißt, sie müssen erst einmal etwas Anderes lernen (Journalistin bietet sich an, Verlagswesen ist auch gut - Cecilia Ahern hat beides gelernt -, aber auch Bankangestellte schreiben erfolgreich nebenbei), und dann müssen sie acht Stunden am Tag arbeiten. Wichtig ist, dass du regelmäßig schreibst. Jeden Tag zwei Stunden sind besser, als mal sechs Stunden, mal acht Stunden und dann wieder zehn Tage gar nicht.

Drittens: Du solltest dir angewöhnen, in Normseiten zu schreiben, das wird von den meisten Verlagen erwartet. Das sind Din-A-4-Seiten mit 30 Zeilen zu je max. 60 Zeichen (inkl. Leerzeichen), Schriftgröße 12 pt. Nicht nötig, aber empfehlenswert ist eine proportionale Schrift wie Courier.

Viertens: Zwei bis sechs Seiten sind super! Lass dir von irgendwelchen Misanthropen nichts Anderes erzählen. Es sei denn, du bist eine höhere Tochter und willst eine zweite Daphne du Maurier werden. Außerdem gehört zum guten Schreiben auch das Recherchieren. Je mehr du dafür Zeit aufwendest, desto weniger Zeit hast du neben den Hausaufgaben und Freunden und Sport und sonstigen Hobbys Zeit zum Schreiben. Das soll dich nicht verleiten, die Recherche zu vernachlässigen.

Fünftens: Eine Faustregel lautet, dass man ein Drittel der Zeit schreibt und zwei Drittel überarbeitet. Vergiss diesen Aspekt nicht, auch wenn die Relation nicht in Stein gemeißelt ist.

Sechstens empfehle ich dir, viel Kurzgeschichten zu schreiben und an Wettbewerben teilzunehmen. Denn eines stimmt: Schreiben ist viel Handwerk, und das muss erlernt werden. Der erste Roman ist fast immer für die Schublade.

Siebtens empfehle ich dir, mit vierzehn noch nicht so zu schreiben zu versuchen, als seist du eine lebenserfahrene Dreißigjährige. Schreib aus deiner Erfahrungswelt, dafür bist du kompetenter als alle alten Knochen zusammen. Das hat Cecilia Ahern auch so gemacht, als sie in deinem Alter war.

Und nun, bevor ich wieder mal als Klugscheißer gelten soll, noch kurz mein Hintergrund. Ich leite ein Autorenforum von Kinder- und Jugendbuchautoren und -illustratoren, von denen die meisten in richtigen Verlagen (Arena, Oetinger, Sauerländer, dtv-junior, rotfuchs u.a.) veröffentlichen. Dabei sind Autorinnen, die zum Beispiel für die drei Fragezeichen schreiben, dabei ist auch die erste Gewinnerin des ersten Jugendbuchpreises von Arena und der Agentur Meller, Alice Pantermüller, die binnen zweier Jahre zum Shooting-Star avanciert ist. Und auch mir gelingen gelegentliche kleine Veröffentlichungen.

Wenn du magst, kannst du mal unsere Homepage besuchen und hierüber auch Kontakt aufnehmen: http://www.kinderbuchschreiben.de Wir führen gelegentlich Wettbewerbe durch, mal für kleinere Kinder, mal für Jugendliche. Vielleicht ist das was für dich?

Also danke für die Antwort. Naja, meine Schriftgröße und Art kann ich ja schnell ändern und Kurzgeschichten?

Ich weiß nicht, ich schreibe nicht gerne Kurzgeschichten, ich habe schon ein paar geschrieben, aber diese mag ich nicht.

Ich soll nicht wie eine 30- jhrige schreiben? Tu ich auch nicht, aber mir gefällt es eben so zu schreiben, wie ich möchte. Ich schreibe eben nicht gerne Kurzgeschichten und mag meinen "Styl".

Mit nem Cello vergleichen- das hätte ich nie getan :D

Ich möchte ja nicht so wie Cecelia Ahern sein und ich hab eben so ideen. Mein jetziger Roman ist noch nicht fertig und wenn ich ihn überarbeitet habe, werde ich mein Glück versuchen und mein erstes Buch hatte gewisse erfolge. Ich hätte sogar schon ein Ide für meinen nächsten Roman, aber die vergesse ich im Moment.

Ich weiß, dass man es als Autorin schwer hat,, nur ca. 5% aller Autoren können von ihrem Geld des schreibens leben.

Trotzdem Danke°!!! :DDDD

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Kommt ganz darauf an, wie viel du schreiben willst. Ich schaffe manchmal nur eine, manchmal drei, und an einem guten Tag habe ich es auf dreißig gebracht, also: entscheide es selbst, es hängt von dir ab.

Das ist bei Autoren ganz verschieden. Mal haben sie gute Einfälle und schreiben den ganzen Tag durchgehend und in die Nacht hinein, da kommen dann auch mal mehrere Seiten zusammen und mal schreiben sie auch nur wenig, wenn ihnen die Einfälle und Ideen fehlen.

Mein Klassenkamerad Uli H. übte pro Tag 3-4 Std. Cello und 2 Std. Klavier - wenn Schule war. Am Wochenende und in Ferien erhöhten sich diese Zeiten auf das doppelte. Ich bin Zeuge ! Als ich zu Gast war, wurde die gesamte Familie abends in einem Orchester vereint = 5 Personen mit Schwägerin. Wer in die Familie einheiraten wollte, mußte ein Instrument lernen.

Uli H. hatte z. Zt. der mit mir durchgeführten reifeprüfung bereits 3 Semester an der Musikhochschule studiert - nicht nur bei seinem Herrn Prof.-Vater.

Diese zeiten kannst Du mal als Maßstab nehmen; gut zu lesen. Irving Stone 'Zur See und im Sattel' über den Abenteuer-Schriftsteller Jack London.

Wer weniger leistet möchte sich halt gerne SCHRIFTSTELLER NENNEN !! Hat aber KEINE Chance (ausgenommen Internet - das ich z. B. nicht lese - nicht lesen werde !).

Man kann Cello nicht mit Büchern vergleichen

Außerdem nenne ich mich mit 14 Jahren nicht AUtorin, wenn ich auch schon ein Buch geschrieben habe...!

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@user1076

@Marumo

Ich weiß, daß ein Füller anders aussieht, als ein Cello.

Versuchte Dir nur klarzumachen, wie man auch schon mit 16 Jahren (vor 40 Jahren) gearbeitet hat, um ein nicht alltägliches Ziel zu erreichen. Er hat das erreicht.

Merke: Wer seinen Doktor nach 3 Semestern noch nicht hat, muß ihn SELBER machen !

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@Ulenvater2

ja, ich weiß,. Ich will ja auch was erreichen. TRotzdem hat mich diese FRage interessiert und wenn alltägliche Leute sind doch nicht dumm?! Man muss nicht Cello super gut spielen können, Star werden um glücklich zu sein. Man kann auch mit "alltäglichen" Zielen Glücklich sein.

Zum Beispiel essen, trinken, ein Haus, gesunde Familie, Glück, gute Noten und so! Und ich denke mal eine Mutter, die "nur" Hausfrau ist wir über ihr leben vielleicht auhc Glücklich sein...

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Dauer bis zur ERST-veröffentlichung in ernstzunehmenden Verlagen: ca. 20 jahre, jedenfalls nicht weniger als 12 Jahre. Bis dahin muß man sich ZUSÄTZLICH anders ernähren.

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@Ulenvater2

aha... ich weiß und wieso hat Cecelia Ahren dann ihr erstes Buch veröffentlicht, das sofort ein Bestseller wird?

Ich will mcih ja nicht mit ihr vergleichen, aber deine Stratistik stimmt irgendwie nicht, ne?

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@Ulenvater2

Wie kommst du denn auf das dünne Brett mit den 12 Jahren?

Und wieso denkst du, dass man mit der Veröffentlichung des ersten Buches KEINEN zusätzlichen Beruf mehr braucht?

Vielleicht kannst du mal erklären, woher du deine Weisheit beziehst.

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@AnnJabusch

meinst du Ulenvater2, der hat das doch anderes gesagt und falls du doch mich meinst, ich hab sowas auch nicht behauptet:P

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@user1076

@Marumo: Zur Info

@AnnJabusch: Zur Korrektur - falls nötig:


Ich versuch mich hier mal als ÜBERSETZER !

Ich denke @AnnJabusch will uns mitteilen, daß

"12 Jahre bis zur Veröffentlichung in einem erstzunehmenden Verlag"

etwas DÜNN ist, dann sagt sie damit, daß das etwas zu dünn gerechnet ist = LÄNGER dauert.

Sie besagt auch eindeutig, daß man AUCH DANACH einen ZUSÄTZLICHEN Brötchen-Beruf braucht.

Sie scheint es zu praktizieren - die Ausdrucksweise in ANDEUTUNG sei ihr daher verziehen. - Insbesondere, da sie alles von mir geäußerte somit BESTÄTIGT.

Zu ihrer Frage, woher ich diese WEISHEITEN habe, habe ich Eine Adresse oben genannt: IRVING STONE "Zur See und im Sattel" über Jack London. Außerdem habe ich ein Leben im Umgang mit Büchern verbracht und schon 6-tsd. Seiten in EINEM Verlag veröffentlicht, ohne mich deshalb SCHRIFTSTELLER zu nennen.


P.S.: Die von @Marumo bewunderte Celia Ahren werde ich in diesem Leben sicher nicht mehr lesen. Für mich zählen nur SchriftstellerINNen, die man auch 5 oder 10 Jahre nach einer wesentlichen Veröffentlichung noch kennt (in von mir ernstgenommenen Kreisen). Wobei ich mir auch mit 'Feuchtgebieten' nicht den Hintern abwischen werde; dazu verwende ich FLORALYS.

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