Wie viel Auslauf benötigt ein Husky?

13 Antworten

Wenn ich den Blödsinn von manchen hier lese wird mir echt schlecht. In erster Linie sind Huskys sind Gebrauchstiere. Das heißt, dort wo sie als Schlittenhunde eingesetzt werden fristen sie ihr Dasein in Zwingern aus dem sie hin und wieder auf ein Gehege dürfen. Das Rennteam, also nicht die ganz jungen oder Renter dürfen dann mal für 30 Minuten einen Trainingwagen ziehen.

Viele Huskys, in erster Linie die Showlinien sind aber auch mittlerweile mehr Haushund als Spitzensportler. Sicherlich brauchen sie Bewegung, aber in Stunden kann man das nicht messen. Auch eine Einzelhundhaltung, oder Wohnungshaltung ohne Garten ist keine Tierquälerei. Im Gegenteil, wenn ich sehe wie Leute ihre Hunde, ohne dass sie Poalrhunde sind, bei 30° am Fahrrad malträtieren, weil ein Hund brauch ja Bewegung, könnte ich aus der Haut fahren.

Im Grunde stimmt es schon, dass Huskys Rudeltiere sind, eben wie andere Hunde. Ebenso, dass sie sich gerne bewegen. Aber für mich sind das keine Ausschlußkriterien. Denn letztendlich kommt es darauf an was man daraus macht. Wenn Du keinen Zweithund hast, mach einen Hundesport und gehe mit einer "Gassirunde", das funktioniert ebenfalls als Rudel. Kein Garten? Das ist schade, letztendlich aber kein Problem, denn auch ein Husky rennt nicht den ganzen Tag im Garten herum. Im Gegenteil, die lieben es draussen zu chillen und aufmerksam zu beobachten was so passiert. Dafür musst Du ebenfalls etwas ausgiebiger spazieren gehen.

ABER, überlies dies hier nicht, red' es Dir nicht schön, denn es wird Dir den Spaß mit dem Hund vergällen ... Jeder Punkt oben kann kompensiert werden, aber nur mit mehr Zeit, mehr persönlicher Zuwendung ... und da sind wir bei einem Punkt. Zuwendung. Mehr als andere Hunde will ein Husky dabei sein, selbst wenn Du nur den Müll raus bringst. Einen Husky alleine zu lassen ist für ihn schlimm. Und nicht nur das, sie sind sehr intelligent und kommen dann auf dumme Gedanken. Je nachdem, ob er nicht ausgepowert ist (es geht dabei nicht um stundenlanges rennen, sondern auch Kopfarbeit) und seine Energie etwas zuwenden muss, in Panik (weil er alleine ist) oder einfach nur neugierig ... Er kann den Kühlschrank öffnen, Türen, hilft Dir bei der Futterbereitstellung, ist kreativ bei der Neugestlatung des Sofas oder generell der Inneneinrichtung. Einen Husky, wenn Du nicht geübt im Umgang mit Hunden bist, beizubringen an der Leine Fuß zu laufen ist nicht schwer. Sollte aber dennoch mal was kommen, wo er unbedingt hin möchte dann bedenke. Eltern, Großeltern, zierliche Personen werden Schwierigkeiten haben ihn zu halten, gerade wenn er trainiert ist.

Jedenfalls ist für mich eine "Stundenangabe" sinnlos ... Einen Husky, ebenso wie einen Wolfshund, in Dein Leben zu integrieren ist der falsche Weg und wird Dir und dem Hund nur Probleme bereiten. Du musst Dein Leben um die Bedürfnisse des Hundes aufbauen. Vielleicht kann man das ja unter "gleichgesinnter Gesellschaft" verstehen :D

Es gibt ein tolles Video http://www.youtube.com/watch?v=tRG5LDBcgUE

Überleg es Dir ob es ein Huskywelpe sein muss. Auch ein erwachsener Husky kann ein treuer, loyaler Partner werden. Gerade die Flegelphase kann bei einem Husky schon extrem sein. Mein erster Husky wurde 17 Jahre alt und bis zu seinem letzten Tag ist er 2 Stunden täglich unterwegs gewesen. Mein jetziger Husky kommt aus der Nothilfe, bereue es keinen Moment. Mit ihm gehe ich morgens und abends je 1,5-2h mit einer Gassirunde und nochmal zusätzlich alleine um Bindung zu vertiefen, zu spielen, trainieren und zusätzlich (< 20°) mit dem Fahrrad (alle paar Tage).

Und nun zu meinem Rat. Wenn Zeit Dein Hauptfaktor ist, lass es bleiben. Einen Husky solltest Du Leben, Dein Leben nach ihm richten. Nach der Stechuhr wird das nicht klappen.


Anonym6110  16.04.2017, 12:27

Das ist mit Abstand die beste und längste Antwort die ich zu diesem Thema gefunden habe! Vielen Dank für die Info. Ich weiß nicht ob du das hier lesen wirst, aber reicht es wenn ich in der Früh 45 min(+- 15min) und am abend 2h(+-30min) draußen bin mit ihm?

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ShadyAngel90  18.12.2015, 12:22

Ich muss dir sooo recht geben. Wie viele Leute sich aufregen das Huskies hier ja nicht hingehören... hallo? Darf ich das jetzt auch zu den Südländern und Asylanten sagen. Hau ab hier ist es zu kalt für dich. Wir haben einen Husky. Er ist 2,5 jahre alt. Ich gehe mittlerweile insgesamt nur 2 Stunden am Tag mit ihm Gassi und Fahrrad fahren denn ich bin schwanger und darf nicht solange. Und im Garten kann er auch laufen und spielen. Für ihn ist es wichtiger zu spielen als zu laufen. Die meisten wissen nicht wie die Hunde gehalten werden die zum Schlittenrennen eingesetzt werden. Jeder würde normalerweise sagen das sei Tierquälerei. Die Hunde bekommen nichts zu Fressen vor dem Rennen, keinen Meter Auslauf 2 Tage lang und schlafen NUR einige Tage vor dem Rennen draußen. Denen wird nämlich auch zu kalt. Das einem Husky kalt ist sieht man daran, dass er in seine Rute atmet wenn er sich eingerollt hat. Somit wärmt er seinen ganzen Körper durch die Unterwolle. Klar sind die Hunde dann nach dieser Unbeweglichkeit voller Freude wenn sie laufen dürfen. ABER diese Hunde haben hartes Training. Unser könnte einen Schlitten keine 10 Minuten ziehen. Erstrecht nicht alleine mit einem ausgewachsenen Menschen drauf. Unsere Tochter ist 5 und selbst die zieht er nur 10 minuten auf dem Schlitten. Ich sage immer ein "verdeutschter" Husky braucht das alles nicht und wurde auch schon rausgezüchtet. Es gibt mittlerweile 2 Sorten von Huskies. Die Arbeitswilligen und die Kuschellhunde. Unserer ist ein Kuschellhund. Und ich bin der Meinung das JEDER Hund ab einer größe von 50 cm mindestens 2-3 Stunden am Tag raus gehen solle. Nicht nur Huskies. Diese sind nur zu intelligent sich dem Menschen einfach zu fügen. Die rebellieren was ein Schäferhund so normalerweise nicht macht. Womit ich nicht sagen will das Schäferhunde nicht intelligent sind. Aber sie sind nicht so eigenwillig wie Huskies. Ebenso finde ich nicht das ein Husky einen Spielgefährten braucht. Ich würde nicht deswegen gleich 2 holen. Denn JEDER Hund ist ein Rudentier und entweder sollte jeder zwei Hunde haben oder der Hund muss es eben so hinnehmen, das der Mensch sein Rudel ist. Ich finde es viel wichtiger, dass ein Hund Kontakt mit anderen haben kann. Geht das nicht und er wird aggressiv, dann ist er unsozial woran Grundsätzlich der Besitzer schuld ist. Ich hasse die Leute die bei ihren Hunden keinen Kontakt zulassen oder sie sogar hochheben nur weil der entgegenkommende Hund größer ist. Schrecklich. Schlimmer geht es gar nicht. So und ich gehe jetzt mit meinem Hund raus. Es ist Mittag und er geht jetzt 20-25 minuten. Das habe ich ihm so angewöhnt da gerade im Sommer jeder Hund nicht bei praller Sonne lange laufen sollte. Wir haben jetzt zwar Winter, aber er ist es halt gewohnt. Heute Nachmittag gibt es dann wieder Auslauf für 30-40 minuten da lege ich mich nicht so sehr fest und heute Abend auch noch mal 20-30 minuten. Morgends fahren wir immer Fahrrad für 30-40 minuten. Aber er muss sich auch damit abfinden, das ich nicht mehr so kann und er macht das richtig gut. Er zerstört nichts und ist sehr liebevoll immer an meiner Seite und liebt es auch einfach im Garten Ball zu spielen. Er ist also nicht unglücklich. Das würde man bei einem Husky stark merken. 

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Ja! Habe einen Husky Mischling, auch der muss laufen laufen laufen! Wir sind mit dieser 5 Minuten regel (5 min pro lebensmonat am stück laufen) als er Welpe war sogut Nie "ausgekommen"! Jetzt ist meiner 8 Monate und d wären 40 min laut dieser regel laufen am stück ; - wir sind teilweise mehr als das doppelte unterwegs, und nicht spazier bummeln, sondern flott und abwechslungsreich mit spiel und such spielen, rennen ect, sonst wird's langweilig ;) Dazu sind sie (meiner Meinung nach) Hunde die gerne auch was fürs Köpfchen tun! Einen Husky auszulasten ist zeitaufwändig, sie sind was für sportliche und aktive Menschen! Lange zusammen auf der Couch liegen gibts da nicht ;)

Ja - sehr zwitaufwendig - da er ein Rudeltier ist - der nur ungern allein ist ! Ausserdem wurde er für Langlauf im Rudel gezüchtet !

Hallo neleella

Huskys sind definitiv keine Wohnungshunde und sollten niemals alleine gehalten werden. Dafür sind sie nicht geeignet.

Wenn schon, dann gehören solche Rassen NUR in Husky erfahrene Hände.

Du stellt noch einmal eine Hundefrage, die dir auch niemand so einfach beantworten kann. Man kann doch niemandem einen Hund empfehlen so aus dem Steigreif. Dazu hat man viel zu wenig Hintergrundwissen.

Mache dir einen Vorschlag.

Lese einen Hunderatgeber und entscheide dich dann, wenn alle die Merkmale die dort über verschiedene Hunde (Rassen) aufgelistet sind, auf dich zugeschnitten sind.

Wenn du alle Erforderungen die ein Hund an dich stellt erfüllen kannst, dann erst solltest du dich nach einem Vierbeiner umschauen.

Ja, ziemlich. Den musst du ordentlich auspowern, sonst rennt er nervös im Haus rum, fängt unter Umständen an, Möbel kaputt zu machen oder sonst was. Ich schätze mit 3 Stunden täglich musst du rechnen (allerdings laufen oder Rad fahren oder so, wenn du nur spazieren gehst, dann wahrscheinlich 5 Stunden)