Wie sind Shiba Inus?

3 Antworten

Ich bin Besitzerin von drei Shibas. Der nachfolgende Text ist von mir selber zum Shiba geschrieben

Ein Shiba ist ein Hund vom Ur-Typ, der zur selbstständiger Jagd gezüchtet wurde. Er ging also nicht mit den Menschen jagen, sondern in erster Linie alleine auf eigene Faust.

Er musste Entscheidungen alleine treffen und sich alleine zurecht finden.

Hinzu kommt eine hohe Intelligenz.

Das darf man nie vergessen, wofür der Shiba gezüchtet wurde.

Er besitzt also starken Jagdtrieb, ist sich bewusst das er ohne Menschen auskommen würde und dich nicht braucht und ist eigenständig. Der Jagdtrieb ist kaum in den Griff zu bekommen bei den meisten Shiba's  weswegen freilaufen in Wald und Wiesen für viele unmöglich ist, da er dem erst besten Tier nachjagen würde.

Ein Shiba ist kaum bis schwer erziehbar. Er wird in den wenigsten Fällen das tun was du willst, sondern lieber sein eigenes Ding drehen.

Wenn er grade nicht will, ist er auf beiden Ohren taub und da dran gibt es auch nichts zu rütteln. Ob es nun ist das du ihn rufst oder etwas von ihm möchtest. Da hilft auch keine Erziehung. Stell dir einfach vor du hast eine Katze die vom Charakter her ein Ar..xxxxxx..schloch ist, im Körper eines Hundes.

 Du kannst eine Katze erziehen und sie weiß auch was sie darf und was nicht, versteht vieles was du willst, das bedeutet aber nicht das die Katze tut was du gerne willst oder hört wenn du sagst oder sich an Regeln hält.

Passender Satz dazu:

"Wenn du einen Shiba rufst ist das kein Kommando zu kommen sondern eine Einladung auf die er bei bedarf zurückgreift"

Und bei Bedarf bedeutet: Er kommt dann wenn er erledigt hat, was auch immer er grade tut.

Ob es nun ein Mauseloch ausgraben ist, alle Vögel im garten auf die Bäume scheuchen oder halt draußen einfach nur einer Fährte folgen. 

Nun kommen wir auf das zusprechen das ein Shiba sich bewusst ist ohne Menschen klar zu kommen.

Was bedeutet das für den Besitzer? 

Das der Shiba dir nicht zu Füßen liegt, so wie zum Beispiel ein Schäferhund es tun würde.

Der Shiba will das du dich ihm beweist und zwar jeden Tag aufs neue das du Taugst als souveräne Führungsperson der er vertrauen kann und die ihm Sicherheit gibt.

Er will das du ihm zeigst das du es wert bist das er auch nur einen Schritt für dich läuft.

Er will das du ihm zeigst das eine Zusammenarbeit mit dir sich lohnt!

Kannst du das nicht oder zeigst Nachgiebigkeit und Schwäche wird der Shiba um sich selber zu schützen seine eigene Führung übernehmen.

Bist du dem Shiba zu langweilig, zu wankelmütig, zu streng oder zu schwach schlägt sein Charakter entweder in pure Ignoranz um, du wirst also wie Luft behandelt.

Und im schlimmsten Fall wandelt sich das Ganze in Aggressivität.

Und mit einem Shiba, so klein er auch ist, willst du dich nicht anlegen.

Manche Leute haben mehr Respekt vor einem Shiba der sie versucht zu stellen als vor einem Schäferhund der das versucht.

Denn der Shiba wird schneller ernst machen.

Der Shiba verzeiht KEINE erziehungsfehler und wird JEDE Schwäche und Nachgiebigkeit von dir versuchen auszunutzen.

Er lernt schnell wie er dich dazu bekommt das es so läuft wie er es will und zwar ohne das man es meist merkt.

Der Shiba braucht strickte Konsequenz in der Erziehung.

Konsequenz bedeutet aber nicht Härte oder strenge.

Bist du unfair zu deinem Shiba oder zu hart oder zu streng wird er dir das auch sein restliches Leben sehr übel nehmen.

Denn ein Shiba ist sehr sensibel.

Du musst im Umgang mit diesem Hund ausgeglichen sein und darfst dich nicht auf die Palme bringen lassen. Oder extreme Stimmungsschwankungen haben.

Das verunsichert den Shiba und schadet dem Vertrauen in dich.

Und wenn du 10 Minuten da stehst und deinen Hund rufst, rufst du ihn selbst dann nach den 10 Minuten noch so fröhlich wie am Anfang, auch wenn du vielleicht innerlich genervt bist, bist du äußerlich die Freude selbst, wenn der Hund dann kommt.

Ein Shiba ist zudem ein Ausbrecher König, der es schafft selbst hohe Zäune und Hindernisse zu überwinden wenn er es will. Auch Türriegel und ähnliches Stellen für ihn kein Hindernisse dar sobald er verstanden hat wie es geht.

Unser garten hat einen 3 Meter hohen Zaun der oben dann noch mal schräg nach innen gebogen ist gut 30cm. Und ich weiß warum. 

Meine älteste Hündin ist viel am Zaun herum geklettert. 

Auch noch hinzu zum Charakter her kommt das ein Shiba sich meist nicht als Familien Hund eignet.

Ein Shiba ist ein Ein-Mann-Hund, im besten Fall akzeptiert er noch deinen Partner. Aber der Rest ist im Wurscht.

Er kommt häufig nicht mit fremden aus (Hunde wie Menschen) und hat ein starkes territorial verhalten.

Auch ist ein Shiba, so süß er aussieht, kein Kuschel Hund.

Er entscheidet alleine da drüber wann du ihm kuscheln und streicheln darfst. 

Und wenn er es halt mal 2 Wochen nicht will, dann ist das so. 

Kommen wir nun mal zum Auslauf:

Ein Shiba will VIEL Auslauf, viel Arbeit und viel Beschäftigung.

Er will aber nicht jeden Tag den gleichen Weg laufen und er will auch nicht jeden Tag die gleiche Arbeit machen. Sondern er will Abwechslung und meist bedeutet das: Spontan sein und dich drauf einstellen das der Hund an dem Tag nicht das möchte was du geplant hast.

Du bereitest etwas für die Fährten Arbeit vor, der Liebe Shiba wirkt total begeistert, kaum bist du aber damit fertig ist das nächst beste Mauseloch interessanter und du darfst deinen kompletten Plan für den Tag über den haufen werfen und dir was anderes einfallen lassen auf das der Shiba Lust hat.

Hoher Bewegungsdrang (im Winter, dann wenn das beste Wetter für den Shiba ist, sind wir manchmal 5-6 Stunden unterwegs) und ein großer Wille sich körperlich zu betätigen stehen an der Tages Ordnung. Egal wie das Wetter ist. Außer es ist heiß, aber da tust du jedem Hund Einen gefallen wenn du um 5 Uhr aufstehst um früh morgens wenn es kühl ist zu laufen und abends ab 22 bis 23 Uhr Wenn es wieder kühler wird.

Auch geistig darf der Shiba nicht zu kurz kommen, sonst sucht er sich was eigenes zu tun.

Du brauchst starke Nerven im Alltag mit diesen Hunden und ein glückliches Zusammenleben funktioniert nur wenn du wirklich ehrlich zu dir bist und zu 1.000% sagen kannst: Das will ich! So einen Hund möchte ich! Damit werde ich die nächsten 10-15 jahre glücklich! Und auf den Shiba kann ich mich einlassen ohne versuchen zu wollen ihn mit Gewalt zu ändern! 

Wenn du einen hund willst der dir jeden Wunsch von den Augen abliest dann ist der Shiba nichts für dich. 

Der Shiba wird dir in 90% der Fälle Kein Stöckchen oder Bällchen zurückbringen und er wird auch selten sinnlose Kommandos ausführen.

Hat etwas in seinen Augen keinen Sinn: Tut er es nicht. 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich besitze drei dieser anspruchsvollen Hunde vom Ur-Typ

Hab alles gelesen und du beschreibst ja eigentlich viel negatives, was magst du denn dann an den Hunden so?

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@LilyInstaGirl1

Das ist alles absolut nicht negativ wenn man damit umzugehen weiß ;) ich mag die zb eben genau deswegen. Ich beobachte Hunde lieber anstatt den Golden Retriever ständig am Oberschenkel hängen habe und der nichts mit sich anzufangen weiß

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@DogsDog

naja charaktersache. Mein goldi hängt mir auch nich immer an der Seite und gehorcht auch nicht aufs Wort sondern hat eben auch diese „kein Bock“ Einstellung oder denkt sich „wieso soll ich das jetzt machen“ und macht es dann manchmal erst beim 3. mal. Es ist auch hier harte Arbeit einen Hund gehorsam zu machen nur dass es bei nem goldene Retriever möglich ist, anders als bei nem shiba

aber ich verstehe ja es ist Geschmackssache

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@LilyInstaGirl1

Es kommt immer da drauf an wie du es siehst.

Für dich ist das viel negatives und für viele andere auch, für mich ist es aber genau das Gegenteil :)

Manchmal ist mir mein Aussie, so sehr ich ihn auch liebe, mit seinem Riesen Willen zu gefallen doch etwas zu viel des Guten auch wenn ich ihn sehr zu schätzen weiß.

Ich persönlich mag diese selbstständig Art und dieses selbstständige denken und auch handeln.

Den doch sehr speziellen Einfalls Reichtum den diese Hunde mitbringen um Situationen für sich zu lösen.

Und auch das ich für diese zusammen Arbeit mit diesen Hunden hart arbeiten muss.

Denn es ist schön das mein Aussie mir aufs Wort folgt, es ist aber noch mal um so schöner wenn einem ein Hund gerne und mit Vergnügen folgt dem bewusst ist das er auch ohne dich über die Runden kommt.

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@LilyInstaGirl1

Man muss für diese Hunde einfach gemacht sein. Für mich ist ein Hunde mit ausgeprägtem Will-to-please nichts. Ich habe mich vor ca. 10 Jahren in diese Rasse verliebt und je mehr ich mich mit ihr beschäftige, desto klarer wird mir, dass ein Labrador, Schäferhund oder Weimaraner nichts für mich wären.

Ich liebe, liebe, liebe die Hündin von meinem Ex und mir, aber sie will uns (besonders ihm) viel zu sehr gefallen. Das fand ich auf Dauer fast schon nervig, obwohl sie auch zwischendurch immer wieder Kommandos hinterfragt ("Muss ich mich wirklich auf den nassen, dreckigen Boden setzen?!") und ich schwören könnte, dass sie ihre Ohren als Waffe einsetzt.

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  • Hund vom Ur-Typ
  • kein nennenswertes Will-to-please-Verhalten
  • eigenständig/unabhängig
  • intelligent
  • hinterfragt seine Besitzer täglich
  • kaum bis gar nicht erziehbar
  • ausgeprägter Jagdtrieb
  • kein Anfängerhund
  • verzeiht keine Erziehungsfehler
  • verzeiht keine inkonsequente Erziehung
  • verzeiht keine "harte Hand"
  • territorial
  • oft nicht verträglich
  • "Ein-Mann-Hund"

Hab ich einen wichtigen Punkt vergessen? Auf jeden Fall eine Rasse, für die man gemacht sein muss und Hundeerfahrung braucht.

Das ist keine Rasse für Anfänger!

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