Wie sieht ein Tresorraum einer Bank aus?

6 Antworten

Nein, die wenigsten Banken haben noch größere Gold (eher Münzen als Barren) oder Bargeldbestände vor Ort. Das ist viel zu teuer (Beschaffung, Lagerung, Versicherung,...) und bringt nichts, da kaum einer noch spontan größere Mengen Bargeld benötigt. Falls doch oder man Gold möchte, muss man es vorbestellen und es wird dann kurz vorher geliefert.

Es gibt sogar schon Filialen, da gibt es außer in den Automaten gar kein Bargeld mehr, auch nicht auf Bestellung, da es sich finanziell nicht mehr rentiert hat.

Die meisten Tresore sind daher mittlerweile quasi leer bzw. es werden andere Dinge dort drinnen gelagert.

Bei einer Filiale wo ich mal im Praktikum war, wurden dort Kundenakten gelagert, bei einer anderen Werbegeschenke und anderer Kleinkram. Und selbst wenn noch Geld drinnen ist, dann eben nur geringe Mengen.

Bei größeren Filialen, die noch Bargeld von Läden bekommen (viele haben ja mittlerweile andere Geldtransportunternehmen, die sich direkt um alles kümmern), haben das Geld in verschlossenen Geldbomben, die so auch direkt weiter gegeben werden z.B. zur Bundesbank zur Einzahlung ohne vorher in der Bank geöffnet oder gezählt zu werden.

Ich habe auch mal in einem ehemaligen Tresorraum gearbeitet, der nun als Büro diente. Außer an den dickeren Wänden bei eingesetzten Türen und Fenstern, der als Deko drinnengelassenen alten Tresortür und dem komplett nicht existenten Handyempfang hätte man nicht gemerkt, dass es mal ein Tresor war. Optisch von innen sah es aus wie alle anderen Büros auf dem Stockwerk. Die alte Tresortür war natürlich ein schöner Spaß für Azubis, die mal sehen sollten wie das früher vor elektronischen Schlössern funktionierte und wie schnell man da was falsches dreht und neu anfangen muss. So konnte man sie etwas beschäftigen, wenn man keine Zeit hatte und wer aufbekomme hat, bekam was Süßes. Diese Info und den Code für die Tür haben wir damals beim internen Umzug der neu dort hinziehenden Gruppe gegeben, keine Ahnung ob die das fortgeführt haben.

Wie eine Schließfachanlage. Das gelagerte Zeug darf nicht durcheinander kommen, daher zahlreiche Fächer, in so einem Tresor liegt nichts offen herum. Allerdings sind die Zeiten, wo da viel Geld und Gold gelagert wurde vorbei, auch in Banken läuft heute alles "just in time", Geld wird üblicherweise in "Geldbomben" (festen Behältnissen) angeliefert (z. B. die Bargeldeinnahmen von Läden) und auch an die Zentralstellen weitergeleitet, manchmal werden allerdings auch wertvolle oder einfach wichtige Gegenstände für die Bankkunden in den Schließfächern aufbewahrt. Schmuck, Gemälde, wichtige Unterlagen und so.

Süß.

Eine Bank hat nahezu keinerlei Bargeldbestände mehr und Goldbarren schon gleich dreimal nicht.

Mit Glück liegen da 20-30.000 € in Bündeln + Münzgeld im Wert von wenigen tausend Euro. Und zwischengelagerte einzelne (!) bestellte Sondermünzen.

Aka : Interessanter als der Kleiderschrank bei dir ists auch nicht

Ich bin kein Insider:

Vor mehreren Jahrzehnten wurde eine Landesbank neu gebaut, da war der Tresorraum in den Medien ein Thema.

Der Tresorraum war im Keller des Gebäudes = ohne Fenster. Die Wände waren dicker Stahlbeton mit speziellen Armierungen, die mit normalem Einbrecherwerkzeug nicht in kurzer Zeit durchgestemmt werden können. Diese Bank existiert immer noch, also wird der Tresorraum so beschaffen sein, wie es damals gewesen ist.

Die Filialen haben nicht viel Geld gelagert, was so für die Kunden benötigt wird. Sie haben zumindest einen größeren Tresor für die größeren Geldbeträge. Weiteres Geld ist im Kundenraum dezentral verteilt. Sodass ein Bankräuber auf die Schnelle keinen größeren Betrag erbeuten kann. Bei größerem (angemeldetem) Geldbedarf, wird das benötigte Bargeld am Tag angeliefert. Das sind meist professionelle Geldtransporter, wobei die Security-Personen bewaffnet sind. Es gibt auch die Variante, wo Bankangestellte in ihrem Privatauto in einer unscheinbaren Tasche das Geld zur Filiale bringen. Dafür gibt es einen Bonus, die Leute sind zusätzlich versichert, falls das Geld geraubt wird.

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Vor 50 Jahren hatten die Banken mehr Bargeld in der Filiale. Wenn ein Viehhändler 5 Stiere einem Bauern abgekauft hat, wurde das mit Banknoten bezahlt. Der Mann hat das Geld vorher von der Bankfiliale geholt.

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Nein, da liegen keine Goldbarren mehr. Dort sind lediglich Bargeld und ausländische Sorten gelagert.

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