Wie mathelastig ist Wirtschaftsinformatik / Informatik wirklich?

9 Antworten

Vorweg: Zu WI werde ich dir leider wenig sagen können (nicht meine Richtung ;)).

Ich kann da nur für mich sprechen, aber es ist zumindest für mich was komplett anderes als in der Schule.

Ich bin in der Schule relativ knapp auf ne 4 gekommen in Mathe. Im Studium (angewandte Informatik) habe ich bisweilen alle Matheklausuren im 1. oder 2. Versuch gepackt, bis auf ein Modul. Also definitiv machbar, wenn man es drauf anlegt.

Ist es mathelastig? Ja. Allerdings kann man auch wenn man Probleme mit Mathe hat den Stoff schaffen aus meiner Sicht. Die meisten (meiner einer inklusive) müssen dafür halt mehr tun.

Wenn ich dir einen persönlichen Rat geben darf: Such dir die gewünschten Universitäten/Hochschulen/whatever raus und lies dir erstmal die Modulpläne und Studienordnungen durch. Filter an der Stelle ggf. nochmal nach.

Setz dich anschließend einfach mal in ein paar Vorlesungen, wenn du irgendwie die Zeit bzw. die Möglichkeiten dazu hast. Sprich bei der Gelegenheit nach der VL vll. auch einfach mal den einen oder anderen Studenten an und frag ihn/sie wie er das ganze sieht (auch wie er die Dozenten findet, was ihm so gefällt an dem Campus usw.). Ideal dürfte an der Stelle ein zusammenhängende Gruppe sein, da du so vmtl. mehr Meinungen zusammenbekommst. Die Vorteile des ganzen sind, dass du zum einen mal n kleinen Einblick bekommst wie es überhaupt an dem Campus läuft, was du beachten solltest, wie schwer es ca. fallen könnte bzw. wo Stolperfallen und Schwerpunkte liegen. Andererseits kannst du dir auch n Überblick verschaffen wie voll die Vorlesungen ungefähr sein werden.

Beim dualen Studium wäre ich mir nicht 100%ig sicher, da ich schon gesehen habe wie Leute daran gescheitert sind bzw. kein Privatleben mehr hatten. Allerdings kann ich dazu leider nicht so viel sagen und es ist recht individuell ob man mit der Doppelbelastung gut klarkommt.

Ich werde ab dem Wintersemester (allgemeine) Informatik studieren und habe mich auch schon letztes Jahr viel darüber informiert. Unter anderem habe ich mich an zwei Fachhochschulen beraten lassen und an einem Tag der offenen Tür auch mal mit den Professoren und Studenten gesprochen.

Dabei erweckten die "Gerüchte" bei mir den Eindruck, dass sie genau so stimmen. Sprich: Ich hatte nicht den Eindruck, dass das mit Mathe immer alles übertrieben wird und auch nicht den Eindruck, dass es noch schlimmer ist als ich dachte. Es war genau die Mitte, die ich im Kopf hatte. Wie das am Ende wirklich wird, kann ich dir leider nicht sagen. Aber ich sage mal so: Ich mache mir da mit dem Mathematik Leistungskurs und guten Leistungen weniger Sorgen als so manch anderer.

Wirtschaftsinformatik wäre natürlich nochmal ein Stück mehr Mathematik und sicherlich gehören da noch mehr Dinge wie Statistik oder sonst was rein (ich habe mich für Wirtschaftsinformatik nie interessiert).

Ich würde mir das also an deiner Stelle gut überlegen und vor allem nicht unbedingt gleich noch Wirtschaftsinformatik nehmen. Aber lass dich da lieber mal bei der Studienberatung beraten. Dort stellt ja wirklich jeder zweite diese Fragen und die können das schon ganz gut einschätzen.

Tipp: Geh lieber an eine Fachhochschule statt an eine Uni. An der Uni wirst du noch mehr Theorie als Praxis haben und demnach natürlich auch komplexe Mathematik dabei haben. Davon abgesehen bringt der Uni Abschluss dir teilweise auch nicht mehr als der an einer FH, wenn wir im Bereich der Informatik bleiben. Erst recht, wenn du wirklich programmieren lernen willst, ist die FH auch für den späteren Beruf mit Praxiserfahrung und ggf. einem Praktikum schon besser.

Liebe Grüße

TechnikSpezi

Bei mir (DH Baden-Württemberg, Standort Villingen-Schwenningen) war das WI Studium weniger mathematik-lastig als z.B. an der HS Albstadt-Sigmaringen.

Ein Tipp wäre, schau dir mal die anderen Studiengänge an dem Standort der Hochschule deiner Wahl an - wenn es eher in den BWL-Bereich geht wird auch der Schwerpunkt dann eher auf BWL-spezifische Mathematik liegen, wenn es eher in die Technik geht dann könnte es gut sein, dass auch die Mathematischen Inhalte darauf abgestimmt sind.

Es kommt natürlich immer auch ein wenig auf die Alma Mater an, aber Informatik ist ansich schon sehr mathelastig, wobei der Grad in den Teilbereichen doch stark schwankt.

Darüber hinaus gibt es Bereiche (Komplexität), die zwar nicht zwingend mathelastig sind, aber ebenso abstrakt und formal.

Davon ab muß man auch zwischen Rechnen und Mathematik unterscheiden. Eine Rechenschwäche bedeutet z.B. nicht, daß man kein mathematisches Verständnis (also die Konzepte und Ideen) haben kann.

Mathematik ist es erst, wenn die Zahlen in Unterzahl und von Variablen umzingelt sind - oder so ähnlich. (Das ist scherzhaft gemeint).

Hallo,

ich habe Wirtschaftsinformatik selbst dual studiert und kann deshalb einen Prof zitieren, der sich erinnern konnte, einen Studenten zu haben, der absolut keinen Plan von Integration und Mathe im Allgemeinen hatte. Und der hat das Studium auch irgendwie geschafft! (:

Aber es wäre schon hilfreich, wenn du dich wenigstens ein bisschen auskennst ^^

Was möchtest Du wissen?