Wie läuft eine (muslimische) Beerdigung ab.?

7 Antworten

Hallo ich lebe in der Türkei und war schon auf sehr vielen Beerdigungen und es ist eigentlich immer gleich abgelaufen.

Ich fasse mal in Stichpunkten den ganzen Ablauf zusammen.

1. Termin der Beerdigung wird bekannt gegeben.

2. Der Verstorbene wird gewaschen und Parfümiert, wenn männlich dann von Männern, wenn weiblich dann von Frauen.

3. Verstorbene(r) wird nackt in Tücher gehüllt. Ein Tuch wird in der Mitte gefaltet und ein Loch hinein geschnitten und es wird dem Verstorbenen über den Kopf gezogen, damit es wie ein langes ärmeloses Hemd wird. Frauen werden dann mit noch zwei weitern Tüchern bedeckt. Männer mit einem.

4. Toter wird in einen Sarg gelegt der nur zum Transport dient.

5. Sarg wird zur Moschee gebracht dort wird das Totengebet vom Imam mit der Gemeinde verrichtet, meistens sind keine Frauen dabei.

6.Toter wird zum Friedhof gebracht und in das Grab gelegt. Bei der Beerdigung sind normalerweise keine Frauen dabei. Damit das ganze nicht zu emotional wird.

7. Dann werden breite und dicke Hartholzbretter dicht nebeneinander über den Verstorbenen gelegt, so das eine dreieckiger Hohlraum entsteht. Damit die Erde nicht direkt auf den Verstorbenen fällt.

8. Grab wird meistens von den Verwandten und Freunden zugeschüttet, manchmal auch von Friedhosarbeitern.

9. Es wird nach dem Beerdigen auf dem Friedhof noch aus dem Koran rezitiert und es werden für den Toten Dua (Bittgebete) ausgesprochen. Dann geht jeder nach Hause. Nach der Beerdigung gehen dann die Frauen zum Grabbesuch.

10. Die Familie des Verstorbenen kocht 1-2 Tage kein Essen, das bringen die Verwandten, Nachbarn und Freunde mit, damit die Familie in Ruhe trauern kann.

Das wars. Hoffentlich war ich behilflich.

Anhand deines Namens gehe ich davon aus, dass du Türkin bist. Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf einer Beerdigung in der Sehitlik Camii (DITIB) in Berlin. Es lief so ab: Angehörige, Freunde und Bekannte des verstorbenen kommen. Da es eine islamische Bestattung war und endgültig Abschied genommen wurde, trugen alle Frauen (auch welche die es sonst nicht tun) ein Kopftuch und waren islamisch gekleidet. Es flossen viele Tränen und der Hoca las aus dem Koran. Man bekundete sich den Beileid, redete, manche hörten dem hoca zu. Dann wurde in der Moschee gebetet. Ich glaube da wurde zuerst das gewöhnliche gebet gebetet und gemeinsam dua gemacht für den verstorbenen. Dann draußen (Der Leichnam wurde zuvor gewaschen umd vorbereitet) versammelten sich alle vor dem Sarg. Dort wurde das Totengebet, also cenaze namaz, gebetet. Das zu beten geht anders aber das ist kinderleicht und wird in der Regel auch immer vom hoca vorher erklärt, also gut zuhören. Je nachdem ob der verstorbene vor Ort oder woanders begraben wird, vor ort würde dann der verstorbene vergraben. Da bei mir die Person aber in der Türkei bestattigt wurde, trugen so viele Hände wie nur möglich nach dem Totengebet den Sarg zum Wagen, der es dann zum Flughafen fuhr, wo er dann in die Türkei gebracht wurde. Dort wurde dementsprechend denke ich mal auch vor der Beisetzung eine Beerdigung organisiert und durchgeführt.

Ansprachen musst du keine halten. Bei mir wurde der männliche Leichnam nur von Männern getragen.

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Ja du musst Kopftuch tragen darfst glaube ich nicht den Sag tragen ihr betet glaube ich auch alle zusammen und nur der Hocha haltet sowas wie eine Rede und wenn die Rede tuende ist müsst ihr nochmal beten das ins Paradies kommt

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