Wie kann man menschliche Gier bekämpfen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hätte einen tollen Buchtipp für dich. Aber den würd ich nur inkognito geben. Und nur, wenn ich weiß, was jemand studieren würde, der sich über soetwas Gedanken zu machen liebt.

Was ist Gier? Ist Gier per se schlecht? Wie Du allerdings selbst vermutest, ist Gier für den einzelnen Menschen nicht problematisch, weil er sich mit den Folgen der eigenen Gier selbst auseinandersetzen muss. Gier, wie auch immer definiert, wird dann zum Problem, wenn sie in einer menschlichen Gesellschaft den Ausgleich zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Interessen aus dem Lot bringt. Wie dieses Lot aussieht, ist je nach existentiellen Rahmenbedingen von Gesellschaften verschieden. Das ist etwas, was Gesellschaften jeweils selbst diskutieren, definieren und in Rahmenbedingungen eigener Handlungsmöglichkeiten umsetzen müssen. Selbst die Vorstellungen von Liebe, Gesundheit, Zuversicht und Hilfsbereitsschaft sind nicht unwandelbar sondern Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklung. Der Mensch mit all seinen Verhaltensweisen reagiert auf die Überlebensbedingungen und jeder reagiert anders. Gier bekämpfen würde verlangen, dass irgendjemand eine unumstößliche Norm festsetzt, an der gemessen werden kann, wieviel Gier erlaubt und wieviel und welche auszurotten ist - mit oder ohne Mensch, der daran hängt? Ist das nicht schon selbst wieder eine Gier nach "absoluter Sicherheit" und einem "Himmel auf Erden"? Der Traum vom Paradies?

Per se natürlich nicht. Man siehe nur mal Neugier, Begierde (Triebe) etc. Im Prinzip ist es ja z.B. gesellschaftl. so, dass Menschen in Naturvölkern, welche keine "gesellschaftl. Norm" wie wir haben, immer nur soviel nehmen wie sie brauchen. Das ging natürlich bei uns unter. Ich habe soweit alles zusammen was die ursächlichen Gründe angeht, nun versuch ich noch, Überlegungen mit einzubringen die dazu führen "würden", trotz der vorrangegangen Ursachen zumindest Dinge wie Habgier oder philos. betrachtet Pleonexie einzuschränken. Natürlich ist Begehr und Neid Grundvorraussetzung zur Entwicklung von Dingen wie Raffsucht etc.

Jedenfalls hast du schon gute Ansätze die ich mit einbringen kann :) Danke.

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@Bloodyrainbow

Dass "in Naturvölkern" ALLE so gute Menschen sind, die nur soviel nehmen wie sie brauchen, ist die ROMANTIK vom Gutmenschen! Gott hätte doch den Kain erschlagen sollen, dann wären nie Mörder und Gier in die Welt gekommen. Ich muss nur auf unsere Terasse mit dem ausgelegten Vogelfutter schauen. Da streiten sich die Amseln, dass die Federn fliegen und die ach so friedlichen Tauben picken jeden Fresskonkurrenten weg. Und auch die frühesten Mythen, z.B. von der Pandora, erzählen etwas anderes.

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Die "Bekämpfung der menschlichen Gier" ist ein ziemlich bescheuertes Unterfangen.

Gier als allgemein vorfindbares Phänomen ist eine Sorte von Egoismus. Und der ist im augewogenen Maß lebensnotwendig. Wer nichts annimmt, verhungert. Gier als Persönlichkeitsmerkmal verweist schlicht auf eine Unausgewogenheit bei der Kalkulation zwischen geben und nehmen. Das ist eine soziale Störung und kein taugliches Mittel zur Bereicherung. Wer aus Bescheidenheit verhungert, ist auf entgegengesetzte Weise gestört. Wenn er dabei noch seine eigenen Kinder hungern lässt, ist er gefährlich!

Bist Die jetzt weiterhin gierig nach vernünftigen Antworten?

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