Wie kann ich vom plattdeutschem Dialekt verschont werden?!

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8 Antworten

@Schuhu: Plattdeutsch ist eine eigenständige Sprache, aber das, worüber claire227 sich aufregt, ist kein Plattdeutsch in dem Sinne. Der Dialekt im westlichen Rheinland wird zwar gelegentlich auch Plattdeutsch genannt, ist aber linguistisch ein Übergangsdialekt zwischen dem Niederfränkischen und dem Mitteldeutschen und hat nichts mit demjenigen Plattdeutsch zu tun, das eine eigene Sprache ist (das wird erst weiter im Nordosten, in Westfalen gesprochen).

@Claire227: Anderer Leute Sprache zu verachten, ist qualitativ nicht besser als andere Leute ethnische Herkunft oder Sexualidentität zu verachten. Es ist ein Zeichen von Intoleranz. Es gibt die schöne Redensart "Wenn du in Rom bist, benimm dich wie ein Römer". Es ist ein Zeichen guter Sitten, dass man die Eigenarten seines Umfeldes akzeptiert. Wenn du partout so nicht sprechen willst, dann tu es eben nicht. Das ist der beste Tipp, den man dir geben kann. Die Idee, dass man das mit Büchern irgendwie verhindern kann, ist jedenfalls absurd.

Plattdeutsch ist kein Dialekt, sondern eine Sprache. Leider ist sie am Aussterben, weil keiner sie mehr spricht. Wenn du sie könntest, wärst du etwas ganz Besonderes.

Wenn es dich wirklich sehr stört, könnte dir eine Logopädin helfen. Sonst könntest du auch Schauspielunterricht nehmen und dabei deine Sprache schulen. Wenn das alles zu aufwendig ist, gibt es auch Bücher, mit denen du professionelles Sprechen lernen kannst. Dieses hier soll ganz gut sein: http://www.amazon.de/Sprechtraining-Professionell-sprechen-Bühne-Mikrofon/dp/370740708X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1332855211&sr=8-2

Vielleicht gibt es ja auch Online-Programme oder Hörbücher.

Plattdeutsch ist eine SPRACHE, die sich von Groningen bis Stettin erstreckt.  - Mit "Slang" hat es NICHTS zu tun !!! Söang ist beispieldweise ine Hamburger Hafensprache namens "Missingsch" - mit englischen Brocken durchsetzt. "Kuddl, dat ´ll du..." ---

 Es gibt eine Niederländische "Hochsprache", aber auch "Platt", das ein Schleswig-Holsteiner ohne Mühe versteht...

Was ich verachte, ist gedankenloses Dummdeutsch, wie "einhundertprozent", "Platzangst" (statt Claustrophbie), "um... zu" (verlieren), "Vogel Strauß - Politik - Kopf in den Sand" (sind denn Strauße wirklich sooo dämlich??? :-(   )   

Es fehtl mir auch ein Foto von einem Pferd, das sich vor einer Apotheke übergibt...

Wer die Tante der Schwägerin des Neffen eines stellvertretenden Schulhausmeisters vom Sehen kennt, outet sich mit "QUA und QUASI...." als "angeblicher" Lateiner...

Hallo Claire,

bist du vielleicht woanders aufgewachsen und eine andere Mundart gewöhnt als in Heinsberg?

Ich selber bin auch in Heinsberg, Haaren und in Pey-Echt(NL) aufgewachsen und bin vor ca. 8 Jahren nach Wien gezogen. Damals war ich 16.

Das Wienerische war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Hier sagt man z.B. zu China "Khina" aber in HS ist es eher ein "Shiena". Und diese "Burschbersch" Färbung kenne ich nur noch aus dem Fernsehen. Für ein "Wiener Ohr" klingt das Heinsbergerische daher komplett falsch und müsste sich erstmal daran gewöhnen.

Meine Oma hat früher auch immer "Platt jekallt" und wenn sie mich in Peij besuchen kam hat sie auch mit den Holländern Platt geredet. Obwohl sie kein Holländisch kann.

Ich persönlich finde Dialekte höchst interessant und sollte für immer bewart bleiben und finde es schade, dass ich den heinsberger Dialekt in Wien nirgends anwenden oder hören kann. Ich vermisse ihn sogar.

Aber witzig finde ich trotzdem , dass ein Holländer bei mir merkt dass ich "Limburger" bin, ein Wiener merkt dass ich aus dem Westen Deutschlands komme, aber Heinsberger jetzt denken dass ich ein Bayer oder Österreicher bin, weil ich gerne mit den Dialekten rumspiele, dass solltest du auch machen ;)

Nütze die Chance und lerne jede Sprache und jeden Dialekt. Irgendwann wirst du froh sein sie zu beherschen.

Du musst Dich eben bemühen, immer auf das Hochdeutsche zu achten.

Dialekt ist was schönes (außer sächsisch), es wäre gut, wenn Du BEIDES beherrscht.

Hochdeutsch ist im Zweifel natürlich wichtiger.

Sächsisch finde ich auch interessant, ansonsten stimme ich dir in allem zu.

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@Denkverbot

nein, Sächsisch ist eine Krankheit, bei der sich der Unterkiefer verschiebt... und mit einer Besonderheit, wie bei Namen:"Der wohnt zur Untermiete bei Bertha´n ...." - und dem Mehrzweckwort "nu..."...

 Das mit dem chrrr im Hals  ist Schwyzerisch... ;-)

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Zieh weg oder rede nicht.

zieh in einen Bunker und hoffe, daß kein Norddeutscher dort ist....

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