Wie ist dieses Zitat von Benjamin Franklin gemeint und worauf bezieht es sich?

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10 Antworten

Vielen Dank:

Bis jetzt kannt ich nur diese Fassung:

"

Wer Freiheit zugunsten der Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient

"

Das Originalzitat ergibt wesentlich mehr Sinn.

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Das bezieht sich auch auf die heutige Situation. Unsere Politiker wollen mehr Sicherheit für die Bürger und geben dafür die bürgerlichen Freiheitsrechte auf, um immer mehr in den Überwachungsstaat abzugleiten.

Die größtmögliche Sicherheit bietet ein totalitärer Staat wie die ehem. DDR. Aber ist die Sicherheit es wirklich wert, dafür die Freiheit aufzugeben?

Franklin spricht sich nun eindeutig dafür aus, ein gewisses Risiko als Preis für die Freiheit hinzunehmen. Das ist auch meine Meinung.

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Kommentar von Ahzmandius
25.07.2016, 02:54
Franklin spricht sich nun eindeutig dafür aus, ein gewisses Risiko als Preis für die Freiheit hinzunehmen. Das ist auch meine Meinung.

Wenn man das Zitat genau anschaut, dann sieht man, dass er das alles wesentlich differenziert sieht als das.

"They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."

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Nun, Benjamin Franklin hat das vor 1790 gesagt, ca 150 Jahre bevor die Deutschen diesen Satz 1933 nicht begriffen haben. Um einer vermeindlichen nationalen Größe und Lösungsverspechen durch eine Schreihalspartei haben sie einen Führer gewählt, dem sie ihre Freiheit mit wilder Akklamation als Opfer für Größe und Sicherheit dargebracht haben. Und? Haben sie Größe bekommen? Haben sie Sicherheit bekommen? Als Nachkriegsdeutscher müsste einem dieser Satz ein Schauern über den Rücken jagen. Hätten unsere Vorfahren diesen Satz begriffen, müssten wir jetzt nicht über die größte Schande reden, in die Deutschland dadurch geraten ist.

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Ich weiß nicht in welchen Zusammenhang.
Aber ich glaube es soll heißen, dass wenn du jede Art von Freiheit aufgibst, für nur ein bisschen Sicherheit, keine Freiheit oder Sicherheit verdienst, weil du das eine ohne das anderere nicht wirklich wertschätzen kannst

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Kommentar von Ahzmandius
19.07.2016, 14:43

Ich frage mich wie man bei lesen des Originalzitats auf dieses Schmale Brett kommt:

wenn du jede Art von Freiheit aufgibst

Es geht nicht um eine beliebige Freiheit, sondern um essenzielle Freiheiten wie z.B. Meinungsfreiheit etc.

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Das ist denke mal so gemeint, dass wer den Aufwand scheut sein Leben zu planen und zu konzipieren wird nicht seine Wichtigen Dinge in sein Leben bekommen. Er meint denke, dass man sein Leben selber planen soll für seine Freiheit.

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Viele versuchen die Welt schwarz-weiß zu sehen, weil sie sich dann leichter begreifen lässt.

Diese schwarz-weiß zeichnen kennt man aus verschiedensten Bereichen(Politik, Soziales, Ernährung).

Was unsere Welt ausmacht ist Gleichgewicht. Gleichgewicht ist aber vielleicht das falsche Wort, denn es "von allen Sachen gleich viel" impliziert, was natürlich falsch wäre.

Die eigentliche Divise ist Maßhalten.

Bezogen auf das Beispiel von Freheit lässt sich folgendes sagen:

Zu viel Freheit -> Anarchie -> Verlust der Sicherheit die eigenen Freiheiten wahren zu können.

Zu viel Sicherheit -> Polizeistaat  -> Verlust der Freiheit sich dem Zwang anderer zu entziehen.

Im Prinzip ist es ein Kompromiss mehr oder weniger In Richtung von Freiheit oder der Sicherheit.

Das Zitat lässt sich bequem auch in die andere Richtung schreiben:

"Wer wesentliche Sicherheit aufgeben kann um eine geringfügige jeweilige Freiheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.""

Aus meiner Sicht:

Wesentliche Freiheit: z.B. Freie Meinungsäußerung

Wesentliche Sicherheit: z.B. Rechtsstaatlichkeit,

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Das ist eigentlich genau so zu verstehen, wie es da steht. 

Die Verfassung garantiert Freiheit. 

Wenn nun diese Freiheit aufgegeben wird, um sicherheit zu erlangen (genau das, was heute gefordert wird, NSA und co), verdient es gar nicht, Sicherheit zu haben.

LG

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Genau das ist das deprimierende an solchen Bonmots: Sie kommen apodiktisch daher und wir sollen dann den Sinnzusammenhang suchen! :-)

Dabei ersetzen sie nur für schlichte Gemüter die Anstrengung einer eigenen, konkreten Problemanalyse. :-)

Was wären denn "wesentliche Freiheiten"? Was "geringfügige Sicherheiten"? Seit wann muss man sich das eine wie das andere "verdienen"?

Bloße Rhetorik, von der nun tatsächlich interesssant wäre, in welchem Kontext sie eingebunden ist.

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