Wer kann mir das Zitat erklären?

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8 Antworten

Ich denke, man kann es so interpretieren:

Wenn man die Freiheit wählt, ist man unabhängig und kann auf Probleme flexibel reagieren. Man ist sich seiner Unsicherheit bewusst, sowie seiner Entscheidungen und den daraus resultierenden Folgen. 

Wer sich für die Sicherheit entscheidet, gerät aber in eine Abhängigkeit (zu denen, die eine Sicherheit gewährleisten wollen). Durch die Einschränkung der Freiheitsrechte (z.B. Briefgeheimnis, Datenschutz, ....) versucht man sich mehr Kontrolle zu verschaffen, dennoch gibt es nie vollständige Sicherheit. Es ist nur eine Täuschung. 

Wenn wir unsere Freiheiten aufgeben, ermöglichen wir es denen, die uns sichern, die geschaffenen Kontrollmechanismen zu missbrauchen. Danach sind wir weder frei, noch sicher.

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Die Originalversion lautet:

Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

(Pennsylvania Assembly: Reply to the Governor, Printed in Votes and Proceedings of the House of Representatives, 1755-1756 (Philadelphia, 1756), pp. 19-21. [November 11, 1755], http://franklinpapers.org/franklin/framedVolumes.jsp?vol=6&page=238a)

Man sieht: Beachtliche Abweichungen zwischen dem Originalzitat und der kolportierten Version.

Am wichtigsten ist vielleicht die Beobachtung, dass Benjamin Franklin “essential Liberty” (nicht Freiheit schlechthin) und “little temporary Safety” (nicht Sicherheit schlechthin) zueinander in Beziehung setzt. Das darf man bei einem Zitat nicht unterschlagen. Benjamin Franklins Sicht auf die Abwägungslage erweist sich so nämlich im Vergleich zu der Zitat-Tradition, die sich auf ihn beruft, als differenzierter. (klartext-jura.de)

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Das ist auf die Gesellschaft bezogen. Man kann dies gerade sehr gut in Frankreich oder noch stärker in einigen osteuropäischen Staaten erkennen. 

Eine freie Gesellschaft kann nur existieren, wenn sie nicht permanent überwacht wird. Sobald man dem Staat dort mehr Macht in die Hände gibt, wird er diese Macht dazu verwenden die Menschen zu kontrollieren oder zu mindestens in eine gewisse Richtung zu lenken.

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Das Zitat bedeutet meiner Meinung nach, dass Freiheit und Sicherheit miteinander verknüpft sind, dass Zitat ist also in gewisser Weise Systemkritisch

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Ifosil 14.03.2016, 20:23

Ganz im Gegenteil, das Zitat besagt, das Freiheit und Sicherheit sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Sicherheit ist hier aber extrem gemeint. Schon ehr in Richtung Polizeistaat.

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Allfkdkdbyk 14.03.2016, 20:30
@Ifosil

So kann man das auch sehen, allerdings denke ich nicht, dass meine Sichtweise deshalb unbedingt falsch ist. Man bräuchte den Kontext des Zitats

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Zuviel Sicherheit kann dich auch deiner Freiheit berauben. Demnach muss ein Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit vorhanden sein.

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wenn du dich unfrei machst, damit andere für deine sicherheit garantieren, werden sie irgendwann über dich herrschen und wenn sie vollständig über dich herrschen, bist du auch nicht mehr vor ihrer willkür sicher

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D.h. das dir durch die Sicherheit deine Freiheit genommen wird und am Ende hast du gar nichts davon.

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Freiheit zu entscheiden ist wichtiger als die Sicherheit zu erlangen

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