Wie heißen 'Ungläubige'?

12 Antworten

Atheisten glauben an keine Götter. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Nicht-Götterei".

Es gibt auch Religionen die keine Götter vorschreiben, zum Beispiel den Buddhismus. Im engeren Sinne wäre das auch Atheismus. Im Allgemeinen nennt man aber nur Leute Atheisten, die an die Wissenschaft und sonst nichts glauben.

Um deutlich zu machen, dass man an gar nichts glaubt, das die Wissenschaft nicht beweisen kann, finde ich das Wort Nicht-Gläubiger ganz gut, auch Realist trifft es in etwa.

Stimmt aber Realist kommt ja denke ich von 'Real' und das heisst wieder das Götter unreal sind oder?

0
@oODestroyerOo

Solange du nicht dran glaubst, sind sie auch nicht real. Götter entstehen im Kopf - das heißt, es gibt sie nur, wenn genug Leute so handeln als gäbe es sie.

0

Der letzte Absatz ist meiner Meinung nach falsch. Gottesglaube schließt Realismus in keiner Weise aus.

0
Im Allgemeinen nennt man aber nur Leute Atheisten, die an die Wissenschaft und sonst nichts glauben.

Falsch. Man muß an Atheist an gar nichts glauben. Man kann allerdings an alles glauben außer an Götter.

Atheisten wissen meist um die Relevanz der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Welt im Großen und Ganzen. Aber es gibt hier keine feste Korrelation.

1

Es gibt eine ganze Reihe von Abstufungen in den Ansichten derer, die nicht an Götter glauben.

  1. Wir alle werden ohne einen Glauben an Gott geboren. Oder an überhaupt irgend etwas. Wer nicht an einen Gott glaubt, ist Atheist. Mehr ist mit diesem Begriff nicht zu verbinden. Keineswegs ist ein Atheist jemand, der gegen Gott oder gar Gläubige wäre.

  2. Wer nicht an Götter glaubt, aber anerkennt, daß man die Nichtexistenz von Etwas nicht beweisen kann, ist Agnostiker. Das gilt für so ziemlich alle Atheisten, die ich je kennengelernt habe.

  3. Wer über seinen Nichtglauben an Götter hinaus Religion und Gottesglauben an sich ablehnt, aktiv dagegen auftritt und gegen die Durchdringung des Alltag mit Religion eintritt, ist Antitheist. Die meisten Atheisten, die ich kenne, sind auch mehr oder weniger Antitheisten.

  4. Dann gibt es noch jene, die nicht an Götter glauben, denen es aber im Grunde egal ist, ob es welche gibt oder nicht. Das sind Ignostiker.

Ich bekenne mich in allen vier Punkten schuldig. Es mag noch weitere Einstufungen geben, aber das sind für mich die Wichtigsten..

Agnostiker. Das gilt für so ziemlich alle Atheisten, die ich je kennengelernt habe.>

Die meisten Atheisten, die ich kenne, sind auch mehr oder weniger Antitheisten.>

Da sollte man mal den Bekanntenkreis wechseln :-)

Ich kenne Atheisten mit "agnostischem" Einschlag. Das ist kein verstecktes Zweifeln ("vielleicht gibt es ihn doch"!), sondern die geben den Theisten damit einfach die Chance, die Existenz ihres Gottes doch irgendwann und irgendwie nachzuweisen.

Wenn Du "Antithesen" kennen gelernt hast, dann sind das keine "Atheisten" mehr, egal ob sie sich selbst so nennen oder nicht (anderes Extrem: AH bezeichnete sich selbst auch als "Fortsetzer der Mission Jesu").

0
@XXholditXX
Wenn Du "Antithesen" kennen gelernt hast, dann sind das keine "Atheisten" mehr,

Wikipedia schreibt:

Die begriffliche Spannbreite von Atheismus umfasst ... [mehrere] ... Begriffsbedeutungen ... [davon einige] ... Bedeutungen, die in Hinsicht auf Götterbehauptungen verneinend, gegebenenfalls kämpferisch oder mit Gegenbeweisen vertreten werden (auch als „Antitheismus“ bezeichnet).

Der entsprechende Satz ist mit zwei Literaturbelegen untermauert.

1
@XXholditXX
geben den Theisten damit einfach die Chance, die Existenz ihres Gottes doch irgendwann und irgendwie nachzuweisen.

So ist es gemeint. Da eine Falsifikation nicht möglich ist, kann die Existenzfrage von Göttern nur über Verifikation gelöst werden. Solange diese aber nicht vorliegt, geht der Agnostiker von der Nichtexistenz von Göttern aus.

Wenn Du "Antithesen" kennen gelernt hast, dann sind das keine "Atheisten" mehr,

Das schließt sich überhaupt nicht aus. Ich bin sowohl Atheist wie auch Antitheist. Zudem Agnostiker, Ignostiker, Materialist, Humanist und Organist.

3
Wer nicht an Götter glaubt, aber anerkennt, daß man die Nichtexistenz von Etwas nicht beweisen kann, ist Agnostiker.

Agnostiker ist schon einen Tick enger gefasst. Ein Agniostiker glaubt, dass etwas (i.d.R. die Existenz Gottes) weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

1
@helmutwk
Ein Agniostiker glaubt, dass etwas (i.d.R. die Existenz Gottes) weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

Genau das habe ich geschrieben. Nur das es hier nicht um Glauben, sondern um Wissen geht. Wir wissen, daß wir nichtexistente Dinge nicht falsifizieren können.

Entscheidend ist aber ebenso zu wissen, daß sich aus der Nichfalsifizierbarkeit von Etwas nicht auch nur ein Quentchen Wahrscheinlichkeit für dessen Existenz pressen läßt.

0
@realsausi2
Entscheidend ist aber ebenso zu wissen, daß sich aus der Nichfalsifizierbarkeit von Etwas nicht auch nur ein Quentchen Wahrscheinlichkeit für dessen Existenz pressen läßt.

Klar, die wahrscheinlich dafür stammt aus anderen Quellen. Wenn etwas weder bewiesen noch widerlegt werden kann, dann muss mensch sich das anschauen, was die Wahrscheinlichkeit berührt.

Denn aus der Unbeweisbarkeit von etwas kann auch kein Quentchen Wahrscheinlichkeit für dessen Nichtexistenz gepresst werden.

0

Ich bin mir nicht sicher ob gewisse dinge etwas mit "glaube" oder "an etwas glauben" zu tun hat.

Ich glaube auch an andere Wesen im All, das wir nicht die einzigsten sind im ganzen Universum. Aber an die typischen fliegenden Untertassen und Aliens wohl eher weniger.

Und so ist das auch mit der Kirche und an etwas glauben.. Ich denke man muß es differenzieren, einmal der Glaube an etwas.. wobei jeder seinen eigenen "GOTT" hat an dem er glaubt oder der glaube an der Kirche selbst, die uns versucht IHREN Gott und IHR Weltbild aufs Auge zu drücken und seit einigen tausend Jahre bis heute auch geschafft hat. Man kennt sie nur aus den Geschichten..

Mit Sicherheit ist an allem etwas dran, mit Sicherheit auch Gott. Sonst würde man nicht darüber erzählen und sie in jedem Weltbild veröffentlichen (in welcher Form auch immer)

Und niemand kann um die Existenz etwas sagen - wie damals, als auch heute..

Jeder Mensch hat seinen eigenen Glauben und an dem was er glaubt.. Und jeder Mensch hat auch seinen eigenen persönlichen Gott - in welcher Form auch immer - der ihm Kraft gibt... und das muß nicht zwangsläufig Gott oder Jesus usw. sein..

Bei anderen kann es etwas sein, oder ein Baum.. oder die Macht des Yodas oder zu einer verstorbenen Person dem man sehr nahe stand..

Glauben und Nichtglauben sind normal. Mann kann es nicht aussuchen. Erziehung spielt auch eine Rolle, aber bis zu Moment als man anfängt selbständig zu denken.

Religion ist ein Nebenprodukt der Evolution der menschlicher Psychologie. Die evolutioniert mit der Menschheit. Wenn man Tendenz verfolgt (Glaube an Geister in jedem Gegenstand=> Glaube an mehrere Götter=>Monotheismus) ist Atheismus die logische Ende dieser Entwicklung.)))

Im Mittelalter nannte man sie Heiden, heute gibt es Atheisten, die glauben, dass es keinen Gott gibt und Agnostiker, die der Meinung sind, dass man einfach nicht weiß, ob es nun einen Gott gibt oder nicht.

Ich glaube Glaube ist jedem seine Entscheidung und man kann mit beidem Leben (auch wenn ich persönlich es schwierig finde in dieser Welt noch einen Gott unterzubringen).

Woran das liegt, dass man nicht an Gott glaubt? Nun, vermutlich bist du nach einer Reihe verschiedener Erlebnisse zu dem Schluss gekommen, dass du mit diesem Gott nicht zufrieden bist. Das kann letztendlich verschiedenes heißen. Manche entwickeln sich dann mit ihrem Gott weiter. Manche verweigern seine Existenz. Manchen wird es egal. Manche suchen sich einen anderen Gott. Letztendlich ist es auch egal, was man tut, solange man niemandem damit schadet.

Ah ok Danke :), ich habe aber auch noch nie an Gott geglaubt ich denke eher dass es an meinen Eltern liegt die aus der Kirche ausgetreten sind und mit Religionen nichts mehr am Hut haben.

0

Heiden nannte man genauso die germanischen Polytheisten. Die hatten nicht nur einen Gott, sondern jede Menge davon.

1
@halbsowichtig

Ja, aber aus Christlicher Sicht fällt das schließlich auch unter "Ungläubige" und danach war gefragt :P

0
@eingew

"Götter und Propheten" klingt für mich nicht nach Christentum, denn da gäbe es Gott nur im Singular.

0
@halbsowichtig

Deshalb heißen sie ja aus christlicher Sicht auch Ungläubige und Heiden :P

0
Im Mittelalter nannte man sie Heiden, heute gibt es Atheisten, die glauben, dass es keinen Gott gibt [...]

Absolut falsch.

Atheisten glaubten nicht, dass es keinen Gott gibt. Atheisten glauben nicht, dass es einen Gott gibt.

Den Unterschied zwischen Glaube und Nichtglaube wirst du doch hoffentlich noch erkennen können, oder?

3
@Yoruka

Zum Wort "Atheismus" gab es hier auf der Seite erst neulich böse Diskussionen.

Fakt ist, dass dieses Wort von verschiedenen Buchautoren (auch Wissenschaftlern) mit unterschiedlichen Bedeutungen verwendet wird.

Die Verwendung des Wortes "Atheist" für Personen, die definitiv davon überzeugt sind, dass es keinen Gott gibt, scheint zumindest in der Vergangenheit wesentlich häufiger gewesen zu sein als die Verwendung, so wie du es verstehst.

Da es in Deutschland (im Gegensatz zu Frankreich) keine gesetzliche Regelungen gibt, welches Bedeutung eines Wortes "die richtige" ist, muss man davon ausgehen, dass im Zweifelsfall jede von den Lesern korrekt verstandene Bedeutung eines Wortes "richtig" ist.

Und nein: Mit dem griechischen Wortursprung (A-Theismus) kann man nicht argumentieren, ansonsten müssten "Eisdielen" ja gefrorene Holzbretter sein.

2
@Yoruka

Wenn du das Wort "glauben" nur auf die religiöse Bedeutung beziehst (welche bei weitem nicht die einzige ist), dann tut es mir Leid, dass ich mich dir gegenüber missverständlich ausgedrückt habe. Ich habe das Wort in diesem Falle als Synonym von "denken" oder "sind davon überzeugt" oder "vermuten" benutzt. Wenn du willst berufe ich mich bei dieser (offenbar deiner Meinung nach falschen) auf die umgangssprachliche Ausdrucksweise: "Ich glaube nicht, dass Franz die Wurst gegessen hat." Hier wird mit "glauben" ebenfalls eine Vermutung/Sichtweise/Überzeugung ausgedrückt.

Desweiteren halte ich deine Ausdrucksweise für unfreundlich.

MfG

0
@martin7812

Auf Wikipedia wird das übrigens ins Altgriechische für "ohne Gott" übersetzt. Kenne mich persönlich nicht mit Sprachen aus und Wikipedia ist ja zum Teil auch für falsche Tatsachen bekannt, dennoch interessiert dich das vielleicht ;)

0
@eingew

Ist ja auch korrekt - bedeutet allerdings noch lange nicht, dass man die heutige Bedeutung dieses Wortes aus der wörtlichen Übersetzung ableiten kann.

Der Wikipedia-Artikel, auf den du verweist, beschreibt bereits in den ersten Sätzen zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen dieses Wortes.

Ich habe gehört, dass die Eisdiele ursprünglich auch ein Brett war, das von Eisverkäufern benutzt worden ist, damit die Kunden ihren "Tresen" - nämlich die Fensterbank einer Erdgeschosswohnung - besser erreichen können.

Auch in diesem Fall war das Wort (Eis-Diele) ursprünglich wörtlich zu nehmen, kann heutzutage allerdings auf gar keinen Fall mehr wörtlich genommen werden.

0

Was möchtest Du wissen?