Warum machen sich Atheisten über Religion/gläubige lustig?


06.02.2022, 13:22

Atheismus ist weit verbreitet

22 Antworten

Es mag durchaus, wie bei allem, Individuen geben, die es mit der Person verbinden. Normale atheistische Argumente richten sich allerdings nie gegen einzelne Personen, sondern die Religion selbst. Das Problem ist oft allerdings, dass betroffene Gläubige sich mit der Religion identifizieren und sich daher persönlich angegriffen fühlen, wenn man zum Beispiel etwas offensichtlich falsches in der Bibel oder im Koran oder in anderen „heiligen“ Büchern nennt.

Ich persönlich bin nur der Meinung, dass jemand, der etwas behauptet auch die Beweislast trägt. Kleinere, eher irrelevante Behauptungen, wie zum Beispiel, dass man Müsli zum Frühstück hatte, kann ich auch ohne Beweise hinnehmen, da sie keinen Schaden anrichten. Sobald allerdings jemand einen Gott postuliert und diesem im gleichen Atemzug auch noch allerlei Fähigkeiten zuschreibt, die man weder prüfen, noch begreifen kann, hat diese Person sich selbst eine unmögliche Aufgabe gestellt, da ich so etwas nicht ohne Beweise akzeptieren werde und definitiv auch nicht kann.

Bis heute ist jede Person, die das getan hat, diesen Beweis schuldig geblieben und verstrickt sich immer mehr in Ausreden, was ihre Glaubwürdigkeit sehr in Frage stellt. Wenn man sich wirklich sicher ist, dann sollte man das auch so begründen können, dass andere es nachvollziehen können ohne etwas hinnehmen zu müssen, von dem man nie wissen kann, was es denn nun ist. Das Problem besteht bei jeder Aussage, die nicht beweisbar ist.

Über bestimmte Gläubige mache ich mich nur lustig, wenn sie meinen mir ihrem Glauben in mein Leben hineinregieren zu müssen. Dann sage ich gerne "Hey, wenn Du und Dein Gott garantiert nicht in der Hölle seid, dann muss das ein toller Ort sein, dem es erstrebenswert ist nach dem Tode zu bewohnen." aber eigentlich ist es mir egal. Ich werd nach dem Tod vom Einhorn zu den Glücksbärchis ins Wolkenland gebracht. Da ist's schön.

Ansonsten lassen die Büchlein mit den Antiken Geschichten mir wahlweise ein Schmunzeln ins Gesicht oder die Nackenhaare kräußeln, was Kommunikation angeht hat der in vielen Religionen als allmächtig bezeichnete Gott ganz schön versagt.

Schöne Grüße

Jesus und Mohammed sind historische Persönlichkeite, die von Autokratien missbraucht wurden/werden um eigene Herrschaftsansprüche zu rechtfertigen und auch das Unrecht, das sie begehen, um ihren Herrschaftsanspruch durchzusetzen.

Sie sind Mittel zum Zweck geworden und ihre Lehren werden verdreht und ihres Sinnes beraubt.

Gott ist seit "Menschengedenken" eine "Alibiperson" um sich das was man sich nicht erklären konnte, zu erklären. Es liegt in der Natur des Menschen, allem einen "Sinn" geben zu müssen. Und wie sollte man sich z.B. eine Epedemie besser erklären, als sie einer höheren Macht in die Schuhe zu schieben,

Aus dem gleichen Grund, aus dem sich auch Anhänger von "Religion A" über die Anhänger von "Religion B" lustig machen - und umgekehrt. "Christen" machen sich zum Beispiel gern über Voodoo-Anhänger oder Hindus lustig.

Und tatsächlich haben sie nicht Unrecht, auch, wenn sie ihren eigenen Aberglauben natürlich ausklammern: es ist lustig, wenn erwachsene Menschen, die eigentlich im Besitz eines rationalen Verstandes sind, ebendiesen ganz bewusst ausschalten, um an Fantasiefiguren glauben zu können. Und das tun sie dann auch nur bei ausgewählten Figuren, nicht etwa bei allen, obwohl die Beweislast bei einem "Jesus" oder einem "Allah" keineswegs besser aussieht als bei einem Shiva oder einem Horus.

Atheisten sind wenigstens konsequent, indem sie alle Fantasiefiguren gleich behandeln.

gern über Voodoo-Anhänger oder Hindus lustig.

wenn es das nur wäre.

Manche Christen bezeichnen sie als Teufelsanbeter.

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@wilmaed

Ich kenne da eine Geschichte von einem fanatischen Evangelikalen, der einmal bei einer Hindu-Familie in Indien übernachtete. Er bekam in der Nacht angeblich Albträume von den Hindu-"göttern", die sich ihm als "Dämonen" offenbarten.

Er bekam solche Angst, dass er am nächsten Tag sofort abreiste. Solchen Schaden kann der "Gottes"-wahn in menschlichen Köpfen anrichten.

Es gibt auch haufenweise Youtube-Videos, in dem angebliche "Christen" gegen Yoga und Meditation hetzen und meinen, diese Praktiken würden "Portale" in die "Hölle" öffnen und somit "Dämonen" in unsere Welt rufen. Wirklich schlimm.🙄

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@Indecisive

Dämonisierung anderer Menschen bzw Religionen:

 „Verteufelung“ ist die Darstellung einer anderen Person oder Gruppe, des Gegners oder Feindes als wesensmäßig böse. Es handelt sich um die extremste Form der Dehumanisierung des Anderen.
Sie entwickelte sich aus religiösen Ursprüngen und hat heute vor allem eine politische Funktion, besonders in politischen Konflikten, bei der Kriegsvorbereitung und Kriegsführung.

https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A4monisierung

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Atheisten sind wenigstens konsequent, indem sie alle Fantasiefiguren gleich behandeln.

Atheisten glauben das Leben sei Zufall und sie wurden nur geboren um zu essen zu trinken oder arbeiten zu gehen

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@Blacknaldo
 sie wurden nur geboren um zu essen zu trinken oder arbeiten zu gehen

Theisten leben nur von Sonne und Liebe.

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@Indecisive
Das ist, bei allem Respekt, absoluter Bullshit.

Ne es stimmt sie denken nicht über den sinn des Lebens nach ! Wer sie erschaffen hat oder warum man lebt !

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@Blacknaldo

Du weißt nicht, was Atheismus überhaupt ist. Deshalb gebe ich dir den Rat, diesen Begriff einmal nachzulesen.

Wenn du mir dann mit eigenen Worten korrekt erklären kannst, was Atheismus ist, können wir weiterreden.

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@Blacknaldo

Es gibt nichts Sinnloseres, als über den Sinn des Lebens nachzudenken. Dein Leben hat exakt den Sinn, den du ihm selber gibst.

Wenn dir das Philosophieren über einen "Schöpfer" sinnvoll erscheint und für dich persönlich einen Mehrwert generiert, ist das doch schön für dich. Aber das ist allein DEINE Sache und du solltest anderen keine Charakterfehler unterstellen, nur weil sie deine Gedanken und Überzeugungen nicht teilen.

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Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben.

Ich denke überzeugte Atheisten, betrachten Religion als Aberglauben vergangener Zeiten. Also etwas, was Menschen sich ausgedacht haben, weil sie keine anderen Erklärungen für Naturphänomene hatten. Sie fühlen sich dann Gläubigen Menschen intellektuell und geistig überlegen und machen sich darüber lustig.

Andere verarbeiten so ihre Enttäuschung und Wut über die Rückständigkeit der Kirche in den Bereichen der Gleichberechtigung oder verschiedenen Verbrechen.

Andere missgönnen der Kirche ihre Privilegien und lehnen deshalb alles ab, was damit zu tun hat.

Andere sind vermutlich einfach nur daran interessiert, ihre eigene Meinung als alleingültig gelten machen zu wollen. Das kennt man auch schon bei solchen Themen wie Politik, Musik,... überall dort wo man keine andere Meinung oder Ansicht tolerieren will.

Davon sollten sich Gläubige aber nicht beeindrucken oder ärgern lassen. Extremisten gibt es nunmal in allen gesellschaftlichen Bereichen, auch bei den Atheisten. Der beste Umgang ist, wie immer wenn jemand im Internet intolerant trollen will. Einfach ignorieren, wenns krass ist, dann melden und blockieren.

Extremisten gibt es nunmal in allen gesellschaftlichen Bereichen

Also sind das gläubige Atheisten :D

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@Blacknaldo

Sozusagen. Christen glauben zu wissen, es gibt Gott und Jesus ist sein Sohn. Atheisten glauben zu wissen, es gibt nichts Göttliches/Transzendetes in der Welt.

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@elprofesor313
Atheisten glauben zu wissen,

Falsch. Atheisten beziehen gar keine Position. Weder für noch gegen Götter. Wer das tut ist Antitheist.

Atheisten legen lediglich kein Bekenntnis zu einem Gott ab. Mehr steckt da nicht hinter.

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@realsausi2

Keine Position beziehen Agnostiker. Atheisten und Antitheisten haben die Gemeinsamkeit, dass sie Glauben generell ablehnen.

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@elprofesor313

Nein, das ist falsch. Atheisten lehnen nichts ab, sie nehmen nur etwas Spezifisches nicht an, nämlich einen Götterglauben.

Ich kenne keinen Atheisten, der nicht auch Agnostiker wäre. Das gebietet schon das Anerkennen des wissenschaftlichen Erkenntnissprinzips.

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@realsausi2

Das ist nicht korrekt. Agnostiker und Atheisten sind von der Ausrichtung her unterschiedlich. Agnostiker sagen, sie glauben nicht, weil sie es nicht wissen können. Sie sprechen aber davon, dass die Existenz eines transzendenten Wesens trotzdem möglich wäre. Sie schließen es nicht aus. Atheisten schließen es aus (a-theisten: ohne Gott). Atheisten sagen, es gibt nichts Transzendentes oder Göttliches. Das alle Atheisten das wissenschaftlich begründen, muss nicht sein. Oft ist es nur eine Frage der Erziehung oder des sozialen Umfelds.

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@elprofesor313
Agnostiker und Atheisten sind von der Ausrichtung her unterschiedlich.

Ich Atheist, Antitheist, Agnostiker, Ignostiker und Apatheist. Alles unter einer Mütze

Atheistischer Agnostizismus ist die Standardposition vernünftiger Atheisten.

Ein Atheist verneint die Existenz von Göttern nicht. Er geht nicht von deren Nichtexistenz aus sondern er geht nicht von deren Existenz aus. Das ist ein gravierender Unterschied.

Nun sind Atheisten häufig Menschen, die dem Verstand und der Wissenschaft Raum geben. Und wer das tut, muss zwangsläufig anerkennen, dass eine Nichtexistenz von Göttern nicht belegbar ist.

Niemand kann mit berechtgter Überzeugung sagen:" Es gibt keine Götter."

Wer das tut, tritt hierfür in die Beweispflicht. Es ist aber ein logischer Imperativ, dass eine Nichtexistenz nicht belegbar ist. Geht einfach nicht.

Kein wissenschaftlich orientierter Atheist wird also die Existenz von Göttern ausschließen. Er geht nur vernünftiger Weise bis zur Vorlage einer Verifikation derer Existenz berechtigt davon aus, dass es keine Götter gibt, bzw. sie nicht in Wechselwirkung mit der Welt stehen, was einer Nichtexistenz gleichkommt.

Auch Atheisten können nicht wissen, ob es Götter gibt. Und das ist Agnostizismus.

Ich kenne keinen Atheisten, der nicht auch Agnostiker ist. Und ebenso gibt es natürlich gläubige Agnostiker.

Atheisten schließen es aus (a-theisten: ohne Gott).

Das ist eine falsche Interpretion. Das "A" in Atheist steht für "Nicht". Also Nichttheist. So wie in Asynchron oder asymphatisch.

Wir sind keine Theisten. Darin ist erstmal überhaupt keine Aussage über die Existenz von Göttern enthalten.

Wir werden schließlich alle als Atheisten geboren. Als Nichttheisten. Das ist völlig passiv, enthält kein Statement.

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@realsausi2

Okay, ich verstehe langsam, dass du deinen Atheismus als sehr dogmatisch wahrnimmst.

Ich finde grundlegend unklug von sich auf die Allgemeinheit zu schließen. Nur weil du in deiner stark fundamentalistischen Ansicht es so empfindest, heißt das nicht, dass nicht, dass das automatisch für alle Menschen gilt. Und nur, weil du alles unter einen Hut bekommst, muss das nicht für die Menschheit gelten.

Versteh mich nicht falsch, ich habe kein Problem mit Atheismus, aber ich finde es nicht gut, wenn Religionen oder der Atheismus einen Absolutheitsanspruch aufstellen.

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