Wie haben sich die Beziehungen von Südkorea und Japan nach Ende der japanischen Kolonialherrschaft in Korea entwickelt?
2 Antworten
Formell wurden die diplomatischen Beziehungen erst 1965 durch den „Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen“ aufgenommen. Japan leistete finanzielle Ausgleichszahlungen und Kredite, während Südkorea auf weitere individuelle Entschädigungsansprüche verzichtete.
Seit den 1990er Jahren kam es zu vorsichtigen Schritten der Annäherung, insbesondere durch symbolische Gesten japanischer Premierminister, aber die Versöhnung verlief nie linear. Wirtschaftlich und sicherheitspolitisch sind Japan und Südkorea eng verbunden, beide sind Verbündete der USA und teilen Sicherheitsinteressen gegenüber Nordkorea und China, doch emotional und kulturell bestehen bis heute deutliche Spannungen. In den letzten Jahren verschärften Handelsstreitigkeiten und erneute Auseinandersetzungen über die „Trostfrauen“-Frage die Lage zeitweise. Gleichwohl bleibt der Zwang zur Zusammenarbeit bestehen, da regionale Bedrohungen und ökonomische Verflechtung beide Seiten immer wieder an einen Tisch bringen.
Gruß aus Tel Aviv
Die Beziehungen zwischen Südkorea und Japan, das ist echt so eine Sache. Nach dem Ende der japanischen Kolonialherrschaft 1945 war das Ganze erst mal mega angespannt. Da gab es so viel Misstrauen, weil Korea ja echt schlimm unter den Japanern gelitten hatte, mit Zwangsarbeit und so.
Irgendwie haben sie dann, so 1965, endlich diplomatische Beziehungen aufgenommen. Das war so ein Deal, wo Japan quasi so ein bisschen Geld rübergeschoben hat, damit Südkorea nicht weiter wegen der Vergangenheit Stress macht. Aber das hat halt nicht wirklich alles geklärt.
Tja, und seitdem gibt es immer wieder so Streit, weil Japan sich in den Augen von vielen Koreanern nicht richtig für die alten Verbrechen entschuldigt hat. Und dann gibt's da noch so einen blöden Inselstreit, und die Frage, wer die Opfer von damals bezahlen soll, die ist auch bis heute nicht richtig gelöst. Das ist echt kompliziert und die sind sich da einfach nicht so wirklich grün, auch wenn sie wirtschaftlich viel miteinander zu tun haben.