Wie Definiert man eigentlich "Männlichkeit"?

18 Antworten

Männlichkeit als Charakterzug

"Männlichkeit" bedeutet für mich nicht, sich maskulin zu kleiden, oder dominant zu verhalten, sondern Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen.

Wenn man sich Männlichkeitsriten bei indigenen Völkern ansieht, dann wird deutlich, dass es nicht darum geht, zu einem Macho zu werden, sondern "erwachsen" zu werden und in der Gesellschaft anerkannt zu werden.

Damit ist "Männlichkeit" für mich eigentlich etwas, das man meist eher mit dem Begriff der "Volljährigkeit" in Verbindung bringt - verantwortungsbewusst zu sein und seine Aufgaben ernst zu nehmen.

Es gibt also viele volljährige Menschen, die zwar biologisch männlichen Geschlechts sind, aber für mich persönlich keineswegs männlich verhalten.

Männlichkeit als Marketing

Diese ganze Diskussion um Äußerlichkeiten ist aus meiner Sicht eigentlich absolut überflüssig und teilweise auch ein Produkt der Konsumgesellschaft.

Ich erinnere mich, als plötzlich der Begriff "Metrosexualität" als Begriff für Männer aufkam, die pflegende Kosmetikprodukte, Anti-Age-Creme, und dergleichen nutzen.

Damals erlebte auch das Ideal des unbehaarten Bauchmuskelfetischismus ("Sixpack") eine besondere Blüte.

Es kam die Frage auf, ob ein Mann, der seinem Aussehen besondere Pflege angedeihen lässt, überhaupt noch "männlich" ist.

Dieser Stereotyp wurde meiner Meinung nach gezielt künstlich geschaffen, um die Marktlücke der "for Men" Produkte endlich schließen und neue Kunden gewinnen zu können.

Gleichzeitig führte er zu einer Diskussion, ob Männer nicht auf diese Weise vorsätzlich androgyner, weicher und zum "Softie" gemacht werden sollten.

Männlichkeit und Kultur

Hier schon mehrfach genannte Merkmale wie muskulöser Körperbau lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen, als Statuen von perfekt proportionierten, athletischen Gestalten überall präsent waren.

Männlichkeit wird häufig in Verbindung mit Machismo gebracht und das Klischee vom heißblütigen Südländer, der mit starken Armen eifersüchtig über seine Partnerin wacht, ist mittlerweile allgemein bekannt.

Die modernen Stereotypen der Männlichkeit bewegen sich zwischen dem Typ des "einsamen Wolfs" wie er in Western inszeniert wird, dem sportlichen "Sunnyboy" bis hin zum erfolgreichen "Macher", etwa als Geschäftsmann.

"Männlichkeit" ist also von Ort und Zeit abhängig und solche Konzepte unterliegen auch immer einer Veränderung und Neudefinition.

Heute würde zB längst nicht jede Frau den fiktiven Privatdetektiv Thomas Magnum (Tom Selleck) mit dickem Schnurrbart und Brustbehaarung als attraktiv ansehen.

Meine Meinung

Ich bin biologisch männlich und habe sicher auch Charakterzüge, die durch eine westliche Vostellung von männlichem Verhalten geprägt sind. Auch fühle ich mich vom weiblichen Geschlecht angezogen

Das war es aber auch schon - ich kleide mich nicht nach der neusten Herrenmode, zelebriere keinen Körperkult und auch sonst ist mir mein Geschlecht ziemlich egal.

Ich denke, man kann sich auch über andere Dinge definieren, als ausschließlich über sein Geschlecht und geschlechtsspezifische Stereotypen.

Persönlich finde ich diesen "Männlichkeitswahn" eher lächerlich. Ich bin in erster Linie ein Mensch mit vielen Eigenschaften Qualitäten - irgendein Chromosom und ein paar Genitalien sind wirklich kein besonderes Merkmal für mich.

Heutzutage sind solche Definitionen so schwer, weil die Übergänge so fliessend sind. Außerdem ist das sehr subjektiv. Generell halte ich von diesem "Das ist nur für Jungs" oder "Das ist nur für Mädchen" so gut wie nichts.
Was für den einen sehr männlich ist, geht für den anderen gar nicht. Zum Beispiel pinke Pullover. Manche sagen "Only real men wear pink sweaters" und andere sagen: "Pink ist was für Frauen."
Solche Dinge wie ein 3-Tage Bart sind für mich männlich oder Muskeln aber ein Dünner, der nicht so viel Glück hat mit dem Bartwuchs kann genauso männlich sein.
Jeder sieht das anders.. ich finde zum Beispiel solche Sachen wie Manieren (z.B. Frau den Stuhl vorziehen, dass sie sich setzen kann) und sowas sehr männlich.


Das hat auch nichts mit Männlichkeit zu tun Es hätte genauso gewachsen sein können, dass die Frau dem Mann den Stuhl vorzieht. Die Avancen sind meist von Attraktivität abhängig, was jeweils auf das andere Geschlecht schöner wirkt.Sehr schlanke Männer haben oft einen viel stärkeren Bartwuchs als dicke Männer.

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Hei Hei :)

Eine Interessante frage die du uns da stellst :)

Ich würde mal so frech behaupten das das wichtigste ist, damit du "Männlich" bist, das du etwas zwischen den beinen hast ;)

Also mal spass bei seite. Ich denke eine Antwort auf diese Antwort giebt es nicht.

Die Definition die ich mal jetzt schnell im Internet gefunden habe ist

"das Verhalten, das Aussehen oder die Eigenschaften, die als typisch für Männer betrachtet werden."

Da stellt sich dann nur die Frage was als ein Typisches Aussehen, Verhlaten oder Eigenschaften von Männern betrachtet wird.

Warum fragst du dich das denn?

Bist du eines Tages einfach aufgewacht und hast dich das gefargt? Oder Hat dich jemand unmännlich genannt?

Jedenfalls denke ich das "Männlichkeit" für jede Person etwas anderes ist.

Gerade für Freuen die von "Männlichen" Männern sprechen. Die eine meint damit vieleicht einen Grossen und Muskolösen Körper, für die andere ist es einfach ein Mann der weiss was er will...

Hoffe ich konnte dir ein keines Stück deine Frage beantworten ;)

Bist du eines Tages einfach aufgewacht und hast dich das gefargt? Oder Hat dich jemand unmännlich genannt?

Nein nein, es geht hier nicht um mich, es ist eine Allgemeine Frage, vielen ist ja ihre Männlichkeit wichtig..

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