Weshalb haben die meisten Sportwagen einen Ottomotor?

8 Antworten

Das ist eine Frage der Motorcharakteristik. Ein Diesel ist ein Arbeitspferd und der Benziner ein Rennpferd. Ein Sportwagen muß spritzig sein, und das erreicht man mit einem Benziner viel besser als mit einem Diesel. Der Grund ist, dass ein Benziner theoretisch hochdrehen kann bis zum geht-nicht-mehr. Ich weiß von einem kleineren Benziner, der hat eine max. Drehzahl in der Gegend von ca. 24.000 U/min. Bei einem Diesel, ob aufgeladen oder nicht (das spielt tatsächlich überhaupt keine Rolle) ist aufgrund des isobaren Arbeitsprozesses bei ca. 5.600 U/min Schluß - mehr geht nicht.

Das ist sicher der Grund, warum in Sportwagen keine Diesel eingebaut werden. Auch wenn die heutigen Diesel gar nicht mehr mit jenen noch aus den 80er oder 90er Jahren verglichen werden können. Ein moderner Diesel läßt beim Ampelstart so manchen gleichstarken Benziner glatt stehen. Aber bei höheren Drehzahlen geht ihm dann doch die Puste aus. Aber baue umgekehrt einen 800 PS F1-Motor in einen 40to - Sattelzug ein. Das wäre ein Witz hoch 5. Bei der nächsten Steigung ginge diesem Motor die Puste aus.

Ich habe oben von Arbeits- und Rennpferd gesprochen. Ein Benziner ist vergleichbar mit einem feurigen Araber. Leicht, feingliedrig, ein wenig nervös und vor allem schnell. Ein Diesel ist immer noch ein Belgisches Kaltblut: schwer, robust, sehr stark und daher behäbig und eher langsam. Ein Benziner eignet sich bei gleicher Motorleistung gut für hohe Geschwindigkeit, der Diesel für schwere Lasten.

Vereinfacht lässt sich sagen, dass es bei einem Sportwagen auf die Leistung ankommt. Und diese ist proportional zum Produkt aus Drehmoment und Drehzahl; da beim Benziner das maximale Drehmoment in einem wesentlich höheren Drehzahlbereich als bei einem Diesel liegt, generiert Ersterer somit auch mehr Leistung.

Falls Du gerne die detaillierte Erklärung hättest, möchte ich Dich aus Faulheit auf folgenden Link verweisen, unter welchem Dein Thema bereits in extenso abgehandelt wurde. ;-)

https://www.gutefrage.net/frage/warum-gelten-benziner-als-sportlicher-obwohl-diesel-mehr-drehmoment-etc-haben?foundIn=user-profile-question-listing

Bei Rennmotoren interessiert vor allem die Maximalleistung im Verhältnis zu Hubraum und Gewicht. Und da hat der Ottomotor die Nase weit vorne. Bei gleichem Hubraum und Gewicht kann man aus einem Ottomotor fast doppelt so viel Leistung rausholen, wie aus einem Dieselmotor. Da ändert auch ein Turbolader nicht viel daran.

Zum Vergleich die aktuellen LeMans Topmodelle:
Porsche 919 Hybrid: 2,0 L Ottomotor mit Turboaufladung, > 500 PS
Audi R18 ultra: 3,7 l Turbodiesel, 510 PS
Toyota TS040: 3,7 L Otto-Saugmotor V8, 520 PS (Der gleich große Otto-Sauger bringt sogar mehr als der Turbodiesel)
Nissan GT-R LM Nismo: 3,0 V6, Otto mit Bi-Turbo, 503 PS

Golf 4 1.9 TDI BJ2001 keine Leistung nach kurzer Zeit fahren im höherem Drehzahlbereich?

Hatte schonmal die selbe Frage gestellt, kann aber jetzt noch n paar mehr Infos abgeben. Wenn ich auf der Autobahn n paar Minuten über 2700 Umdrehungen durchgängig fahre gibt der Motor auf einmal irgendwie nach. Man spürt das von der Geschwindigkeit her und sieht es auch da der Drehzahlzeigen um die 200 bis 300 Umdrehungen zurückfällt. Die weitere Fahrt über beschleunigt der Golf in höheren Drezahlen kaum (im 6. Gang komm ich sehr langsam auf 130/übeeholmanöver nur in Schneckentempo möglich). Egal welcher Gang. Ohne ESP gibt es auch keinen Unterschied. Im Unteren Drezhalbereich merkt man eigentlich nichts. Der komische Punkt an der Sache ist, dass wenn ich den Golf nur 1 oder 2 Minuten lang abstelle und dann wieder fahre ist wieder alles normal. D.h. er zieht auch wieder im oberen Drehzahlbereich. Falls relevant: Euro3 D4 also ein Rußpartikelfilter hat der auch. Hab nicht viel Fachwissen aber liegt es vielleicht an dem Filter? Sonst würde ich auf irgendwas Richtung Turbo tippen da doch der Turbolader für den hohendrehzahlbereich wichtig ist oder? Danke schonmal im Vorraus

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