Werden Kinder in der Schule indoktriniert?

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Nein das stimmt nicht, weil… 50%
Du hast recht 37%
Anderes 13%

12 Antworten

Anderes

Das ist sehr individuell. Ich z.B. habe eine Meinung und Weltansicht und beobachte die anderen einfach bzw. höre denen zu, um mir ein Bild von meinem Umfeld zu machen.

Bei uns wird schon in eine Richtung gedrängt (nicht immer und die Richtung ist häufig sogar in Ordnung), aber ich integriere höchstens zusätzliche Informationen, die meinen Ideen entsprechen oder mit diesen vereinbar sind.

Natürgibt es Leute, die das nicht können oder ggf. sogar etwas überarbeiten sollten.

Woher ich das weiß:Hobby – aktiver Austausch, Recherche
Anderes

Demokratie ist ein universelles Gut.

Aber dennoch übernehmen Schüler häufig bewusst oder unterbewusst die Auffassungen der Lehrer und Eltern sowie der "prominentesten" Schüler. Definitiv gibt es diese starke Beeinflussung, je jünger Person ist, desto stärker ist die Abfärbung von Auffassung anderer (deswegen bin ich auch gegen ein Jugendwahlrecht).

Genauso wurden die Schüler ja auch im Deutschen Reich zu Nationalsozialisten herangezogen und in der Sowjetunion zu Marxisten.

Natürlich funktionieren diese Indoktrinationsmechanismen überall. Atheistische Eltern haben häufig atheistische Kinder, Christen haben häufig christliche Eltern, islamische Kinder haben häufig islamische Eltern. In Nordkorea ist man vom Kommunismus begeistert, in England von der Krone, in Deutschland von den in Deutschland gepredigten Werten.

Dennoch - abgesehen von den ideologischen Parteien Grüne, AfD und Linke (und weiteren ideologischen Parteien) - wird auf einen halbwegs neutralen Vortrag des Wertekatalogs gesetzt, manche Lehrer setzen es um, andere indoktrinieren ihre persönliche Auffassung jeder Couleur. Noch neutraler wäre mir lieber, wobei zur Neutralität natürlich auch die Darstellung der Verbrechen als Verbrechen gehört. Aber Probleme und Missstände in dieser Demokratie gehören eben auch dargestellt und verurteilt. Das passiert zu wenig, man kann sich nicht darauf zurückziehen, dass es früher schlimmer war.

Du hast recht

Natürlich machen wir dasselbe. Das ist das Wesen der Schule, dazu wurde sie gegründet.
Man behauptet in Bezug auf die Funktion der Schule etwas anderes, aber egal um welche Lerninhalte es auch immer geht. Die Schule war zu allen Zeiten eine Belehrungs- und Erziehungsanstalt.

https://youtu.be/VXbsayf2ZmY

Gruß Matti

Nein das stimmt nicht, weil…

In der Demokratie eigene Gedanken erlaubt sind. Man wird dazu erzogen selbst zu denken, kritisch zu sein, zu hinterfragen. Dabei kann man durchaus auf die Idee kommen, dass Demokratie nicht das Optimum ist.

Natürlich gibt es immer Menschen, die andere Glaubensarten und Kulturen unterminieren und mögliche Sympathien gleich im Keim ersticken wollen.

Aber im Großen und Ganzen geht es Richtung Vielfalt. Es sind eher das persönliche Umfeld und Internetplattformen die entsprechend feindliche Bilder und Dogmen weiter vorantreiben.

Der Nationalsozialismus ist da ein gutes Beispiel, welches mit Demokratie nicht verglichen werden kann. Denn wer gegen diese Diktatur sprach wurde von der SS verfolgt.

Staatliche Verfolgung gibt es in einer - unserer - Demokratie, nur aufgrund von freier Meinungsäußerung, die weder beleidigt noch diskriminiert, nicht.

Und der Verfassungsschutz ist keine staatliche Verfolgung im Sinne der SS oder Stasi, wie eben Rechtsradikale es gerne darstellen, die eben gegen unsere Verfassung und Grundrechte aggressiv agieren. Sondern soll die durch unsere Verfassung zugesicherten Grundrechte gewährleisten.

Woher ich das weiß:Hobby – Recherche
Nein das stimmt nicht, weil…

...die Demokratie im Grunde nicht ideologisch legitimiert ist.

In einer Demokratie bestehen verschiedene Interessengruppen unterschiedlichster Weltanschauungen (Konservative, Öko-Gruppen, Sozialisten, Markt- und/oder Sozialliberale usw.) nebenher, und sie konkurrieren gewaltfrei um das Vertrauen der Bürger. Schüler werden nicht zu "Christdemokraten" oder "Freidemokraten" erzogen - ihnen wird der Wert eines pluralistischen Systems und des freien Meinungs- und Ideenaustausches vermittelt. Das ist Demokratie.

In ideologisch motivierten Systemen wie dem Nationalsozialismus gibt es solchen Pluralismus nicht. Freies Denken und unbelasteter Gedankenaustausch sind hier nicht erwünscht, denn es gibt ja den "Führer" und die "Partei", die sagen, was richtig und was falsch ist.

Im Nationalsozialismus werden die Schüler also zu treuen Verfechtern des Systems erzogen, während ihnen in demokratischen Systemen im Idealfall der Wert freien Denkens, offener Diskussionen und auch berechtigter Kritik gelehrt wird. Das kann man nicht sinnvoll vergleichen.

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