Ich wurde beim vorangegangenen Arbeitgeber lange und recht brutal gemobbt. Die Folgen sind Belastungsstörungen, Schlafstörungen, Bruximus, Schwierigkeiten einstecken zu können bzw. extreme Sensibilität, teilweise Konzentrationsschwierigkeiten, Schwierigkeiten, bestimmte Situation verarbeiten zu können.
Dennoch arbeite ich als Akademiker und habe sogar danach nebenher ein weiteres Studium (Zweitstudium) erfolgreich abgeschlossen.
Es geht. Aber es ist schwer. Man spürt in Belastungsphasen extrem, intensiv schikaniert worden zu sein. Allerdings habe ich das Zweitstudium auch dafür gemacht, um mit Erfolgserlebnissen das Ganze besser verarbeiten zu können und weil das Arbeitszeugnis der Mobber für die Tonne ist (um genau zu sein: Ich schmiss es in den Schredder). Die Mobbingfolgen fühlen sich an wie eine Last auf dem Rücken. Man kann und muss damit weitergehen, aber es reduziert stark die Leichtigkeit. Dennoch oder deswegen bin ich froh, danach weitergekämpft und manches erreicht zu haben!
Das Problem ist: In der Mobbingphase macht man Fehler, weil das Leben die Hölle ist und die Konzentration am Boden. Aber man darf nicht aufgeben: Im Mobbing nicht, man muss sich wehren, auch nach Fehlern, und nach dem Mobbing darf man auch nicht aufgeben. Es geht, man muss sich die Freiheit und das normale Leben weitestmöglich zurückerkämpfen.