Wenn man Drehstrom haben will und einen Elektriker...

6 Antworten

Also noch folgende Ergänzung von mir: Der Begriff Starkstrom ist irreführend. Der Strom bei 380V muss nicht automatisch stärker sein als bei einem 220V Verbraucher. Dreiphasenwechselspannung (so der eigentliche technische Begriff) wird aus folgenden Gründen verwendet: 1. Bei elektrischen Motoren.(z.B. große Kreissägen) Da benötigt der Motor drei verschiedene Magnetfelder zum anlaufen. Diese drei Magnetfelder werden durch je eine 220V Spannung erzeugt. Misst man einen Leiter gegen Null oder Erde, hat man eine Spannung von 220V, misst man die Leiter gegeneinander hat man 380V. Ich rede hier von der Spannung, nicht vom Strom. 2. In einem Elektroherd oder Durchlauferhitzer, nimmt man 3x220V nicht wegen einem Drehfeld, sondern um die Last auf drei Phasen (stromführende Leiter) aufzuteilen. Dann hat man logischerweise auch ein fünfadriges Kabel (drei Leiter (L1,L2,L3), N, und Schutzleiter (PE)). Die Zuleitung zu Deinem Herd, ist wahrscheinlich nicht fünfadrig, sonst hätte Dein "Fachmann" Deinen Herd auch korrekt anschliessen können. Leider weiß ich aus Erfahrung, dass nicht alle Altbauten mit Drehstrom auszusstatten sind. Es kommt nämlich auch auf die Leitung vom Hausanschlusskasten zu Deinem Zähler an. Oh Gott, ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken! LG

es kommt darauf an, was du vor hast und was du machen willst.

wir verpassen solchen Kunden gerne einen neuen Zählerkasten im keller. dann wird der bestehende wechselstromzählerkasten einfach ohne zähler als verteilung weiter betrieben.

das geht natürlich nicht immer... manchmal ist auch schon ein Zählerkasten vorhanden, in den ein Drehstromzähler hinein passt und sich auch entsprechend mit der infrastruktur erweitern lässt.

nun kommen wir zu den preisen

im aller günstigsten Fall wäre ein Zäherkasten vorhanden, in dem bereits 3 SLS Elemente eingebaut sind und die entsprechende drehstromzählerverkabelage unter den Abdeckungen bereit liegt. dann müsste der Elektriker nur die ganze geschichte umklemmen, die verkabelage einziehen und den drehstromzähleranschluss vorbereiten...

hier reden wir von etwa 6 AE (etwa 60 €) für den elektriker. seitens des energieversorgers ist das meistens kostenlos....

im teuersten fall bräcutest du eine neue Zählerplatzanlage samt Sicherungen, FI Schalter, vorsicherungen, eine neue, dickere zuleitung, und jede menge kleinkram... hier können je nach größe der Anlage, distanz zum Hausanschluss so wie gewünschter Austattung schon mal 2000 € material beienander kommen. dazu dann noch der arbeitsaufwand für elktriker, verputzer, und Maler...

aber wie gesagt...

ganz ehrlich unter uns, wenn du noch keine konkreten vorstellunegn davon hast, was mit drehstrom besser werden würde, dann würde ich mir das noch mal echt überlegen, es sei denn du planst so wie so eine erneuerung der Anlage....

lg, Anna

Ich nehme mal den wahrscheinlichsten Fall und lasse die sonstigen Möglichkeiten aus. Du musst ein Kabel vom Sicherungskasten in die Küche legen lassen. Wenn Du eine auf-Putz Verlegung vermeiden möchtest und es auch keine Möglichkeit gibt, das Kabel durch angrenzende Räume (Keller, Dach) zu verlegen, bedeutet das einen Schlitz auf der gesamten Länge. Kosten werden wahrscheinlich im hohen drei- bis niedrigen vierstelligen Bereich liegen (hängt stark von der Länge der Strecke ab).

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