Welpe oder Tierheimhund als Anfängerhund?

17 Antworten

Definitiv aus dem Tierheim.

Ich hab schon oft darüber geschrieben, es gibt viele Gute Gründe für einen Hund aus dem Tierheim oder auch aus dem Tierschutz. 

Die Aussage, dass nur bekloppte Hunde dort landen ist schlichtweg falsch. Viele Tiere landen dort aus ganz banalen Gründen, der Halter wird krank, Trennung, Umzug, neuer Job etc. etc. Manchmal werden sie auch beschlagnahmt weil sie einfach schlecht gehalten wurden. Viele Problemhunde entwickeln sich zu ganz tollen Gefährten, wenn sie eben einfach nur richtig gehalten werden! Ich selbst habe zwei "Second-Hand" Hunde und beide sind absolut toll, freundlich und vorbildlich. Natürlich gibt es immer auch Kandidaten, die einfach zu viel erlebt haben um gut vermittelt werden zu können, aber das ist nicht die Regel. Außerdem liegt es ja im Interesse der Mitarbeiter dir erfolgreich einen Hund zu vermitteln der nicht in 2 Wochen wieder kommt. Die können ihre Hunde einschätzen und sind bestrebt, die den passenden zu vermitteln. 

Viele Leute denken, ähnlich wie Pferden, "wenn ich das Tier jung bekomme, kann ich es mir erziehen wie ich es brauche oder haben möchte". In Teilen stimmt das auch: Aber nicht für Anfänger. Wenn dich jemand fragt wie er am besten reiten lernen kann, wirst du auch nicht sagen er soll sich ein Fohlen kaufen. Das ist dasselbe Prinzip. Ein Welpe macht enorm viel Arbeit. Nicht nur, dass er rund um die Uhr betreut werden muss, er muss auch enorm viel lernen und besonders in der Anfangszeit kann man da (unbewusst) sehr viel Mist beibringen, was man später nur schwer wieder ausbügeln kann. Dann kommt noch die berüchtigte Flegelphase und das kann schnell mal an den Nerven zerren, ganz besonders wenn man nicht die Erfahrung und Routine hat, korrekt damit umzugehen. Ich sage nicht, dass ein Welpe bei Anfängern nicht funktionieren kann - ich sage nur die Wahrscheinlichkeit einen problematischen Hund aufzuziehen ist einfach deutlich größer. 

Ein erwachsener oder zumindest älterer Hund ist da deutlich einfacher. Das 1x1 können sie meist schon und sind sozusagen "aus dem gröbsten raus". Und ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor: Man kennt bereits ihre Persönlichkeit. Man kann nie sagen wie ein Welpe wird, wenn er erwachsen ist. So gesehen kauft man immer die Katze im Sack. Das ist bei einem älteren Hund selbstverständlich anders. Natürlich verändern auch die sich noch mit der Zeit und wenn sie sich eingelebt haben etc., aber lange nicht in dem Maße wie es ein Welpe tut. Logischerweise. 

Ich habe meine Hunde auch mit den Pferden mit. Obwohl vor Allem einer von beiden "schon" 2 war als er zu mir kam, klappt es wunderbar, er geht auf Ausritten und zu Turnieren mit und hat den Umgang mit den Pferden sehr schnell gelernt und eine Menge Spaß dabei. Ich wurde oft gefragt ob ich mir nicht sorgen mache, dass das nicht funktioniert weil er ja schon erwachsen sei. So ein Blödsinn. Hunde lernen ihr ganzes Leben lang und sind extrem anpassungsfähig. Lass dir also nicht einreden ein älterer Hund sei generell "schon verdorben" oder sowas. Das ist einfach nicht wahr! 

Außerdem gibt es so viele Hunde in Tierheimen die völlig unverschuldet dort gelandet sind. Tu etwas Gutes und schenke einem ein Zuhause! Oft sind diese Hunde wirklich sehr dankbar dafür und zeigen es auch. Wer schon Schlechtes erlebt hat, weiß das Gute später auch zu schätzen :) 

Die meisten Hunde sind nicht im Tierheim, weil die Vorbesitzer nicht damit klarkamen. Das ist ein Gerücht.

Die häufigsten Abgabegründe sind
Wohnungswechsel,
Familienzuwachs,
Krankheit oder Tod des Tierbesitzers.

Also kuck dich da ruhig mal um. Ein einigermaßen erzogener Ex-Familienhund ist für einen Anfänger wirklich besser als ein Welpe. Und es ist auch für den Welpen besser...

Wie steht es denn mit deiner Zeit? Ein Welpen kann die ersten Monate nicht alleine sein und ab dem 5-6 Monat kannst du langsam mit dem Training zum allein bleiben anfangen. Dann ist es aber noch mal Monate lange Arbeit bis du bei 1-2 Stunden bist.

Ein erwachsener Hund sollte generell nur 4-5 Stunden alleine sein, kannst du das gewährleisten?

Im Tierheim sitzen nicht nur gestörte Hunde. Da sind auch viele die z.B. den Besitzer verloren haben oder wo einfach dann die Zeit fehlt weil das Leben sich plötzlich anders entwickelt hat als man wollte.

Auch kannst du da dir einen Erwachsenen Hund suchen der es bereits kennst mal 4-5 Stunden alleine zu bleiben. Und bei einem Erwachsenen Hund kannst du dann halt auch schon nach dem Charakter gucken. 

Hunde für Anfänger

Also heute kam mir ein Gedanke: und zwar gibt es eigentlich Hunde für Anfänger? ich les immer bei jeder Rassebeschreibung - nicht als Anfängerhund zu empfehlen. Ich bin ja mittlerweile Hundeerfahren, mit Rottweiler, Labrador-Pointer-Mix und nem deutschen Jagdterrier hab ich allerdings meiner Meinugn nach nie einen Anfängerhund besessen. Als nächstes zieht ein Ridgeback bei uns ein, die sind dafür ja auch nicht bekannt :) Also wenn man jetzt gefragt wird: welchen Hund soll ich mir als Anfänger anschaffen? soll man da gleich sagen: kauf den dessen bedürfnisse zu deinem lebensstil passt und such dir nen guten Trainer/Hundeschule oder ne Rasse. ich denke auch die gerne empfohlenen wie z.b. Labradore und so weiter haben ihre "speziellen" Eigenarten....

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Was tun, wenn die Nachbarn zu viele Tiere haben?

Nur mal angenommen, man lebt in einer Reihenhaussiedlung und die Nachbarsfamilie nimmt immer mehr Tiere auf, so dass dort inzwischen acht Hunde (zwei große und sechs Welpen) sowie drei Katzen leben. Die Hunde befinden sich die meiste Zeit des Tages auf der Terrasse und wenn der Wind in die falsche Richtung weht, ist die Geruchsbelästigung durch Kot und Urin so stark, dass man draußen nicht mehr sitzen mag. Die Mutterhündin kann problemlos den Zaun überwinden und lief zeitweise unbeaufsichtigt draußen herum.

Fairerweise muss man sagen, dass diese Nachbarn ihre Terrasse jeden Abend gegen 20 Uhr mit dem Gartenschlauch oberflächlich reinigen, aber das ändert nichts an dem Gestank tagsüber. Andere Nachbarn haben wohl schon das Gespräch gesucht, aber bisher nur mit dem Erfolg, dass wenigstens die große Hündin nicht mehr frei herumläuft. Die Geruchsbelästigung besteht nach wie vor.

Was kann man in so einem Fall tun? Dem Vermieter der Nachbarn Bescheid sagen? Dem eigenen Vermieter Bescheid sagen? Einfach abwarten? Ich muss dazu sagen, dass wir im August sowieso umziehen, aber falls jemand von Euch schon mal so eine Situation durch einen diplomatischen Schachzug lösen konnte, würde ich mich über Tipps freuen.

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Hund ja oder nein? Wenn ja, welcher?

Hallo Leute,

erst Mal sorry für den langen Text, aber da es um ein Tier geht, ist es mir sehr wichtig, ausführlich Bescheid zu wissen und mich gründlich zu informieren bzw. alle Fragen zu klären bevor es dazu kommt.

Ich, 27 Jahre alt, halte nun seit über 20 Jahren Kleintiere und weiß daher, dass ein Tier viel Verantwortung bedeutet. Ich bin ein Mensch, der seinem Tier bis zum letzten Atemzug beisteht und ihm ein so angenehmes Leben wie möglich macht - koste es was es wolle. Leider werden aber Ratten und Hamster etc. nicht sehr alt und ich möchte gerne ein Haustier, welches ich länger habe. Eines dass sich zu mir aufs Sofa kuschelt, eines dass ich mit nach draußen nehmen kann, einen zutraulichen Lebensbegleiter, ein neues Familienmitglied.

Ich habe aber mit Hunden fast keine Erfahrung (mein bester Freund hat eine deutsche Dogge, mit der ich öfter schon spazieren war), hatte aber selbst noch nie einen Hund.

Das Finanzielle wäre absolut kein Problem, ich verdiene gut und habe auch genügend Ersparnisse. Bin mir aber nicht sicher, ob sich ein Hund unter meinen Lebensumständen wirklich wohl fühlen würde, bzw. wenn ja – welche Rasse?

Ich lebe in einer Mietwohnung im 3. Stock mit Balkon (Hunde und andere Haustiere sind erlaubt), bin aber Vollzeit berufstätig und Montag-Donnerstag von 7-17 Uhr nicht daheim, Freitag 7-13 Uhr. Am Wochenende hab ich den ganzen Tag Zeit. Mein Partner, der ebenfalls von einem Hund total begeistert wäre, hat immer 2 Tage Frühdienst wo er um kurz nach 14 Uhr heimkommt, 2 Tage Nachmittagschicht wo er bis 13:30 daheim wäre und 2 Tage frei. Der Hund wäre also maximal an 2 Tagen hintereinander 7 Stunden alleine (aber auch nur wenn diese 2 Tage zwischen Montag und Donnerstag sind). Wenn mein Partner in diesen 4 Tagen Spätschicht hat, wäre der Hund 3,5 Stunden alleine und freitags im schlechtesten Fall 6 Stunden.

Denkt ihr, dass das in Ordnung wäre oder ist der Hund arm, wenn er mehrere Stunden alleine ist?

Ich bin mir auch bezüglich der Rasse unsicher. Tierheimhund für Anfänger ja oder nein? Welche Rasse ist anfängerfreundlich?

Wenn dann sollte der Hund kurze Haare haben. Was mir aber zB nicht gefallen würde wäre ein Mops oder eine französische Bulldogge. Vom Aussehen her gefallen mir am besten American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier und Bullmastiff, jedoch rät jeder davon ab, sich als Anfänger einen Listenhund zuzulegen. Ob der Hund reinrassig ist oder nicht ist mir total egal, er sollte einen lieben Charakter haben und mir zumindest halbwegs gefallen. Aber das wichtigste ist, dass er sich bei mir wohl fühlt.

Gibt es eine Rasse, die zu mir passen würde? Oder würdet ihr eher generell davon abhalten, da ich keinen Garten habe und Vollzeitberufstätig bin? Wäre sehr dankbar für Tipps und euer Wissen.

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also. die frage steht eig. schon oben.

mein freund und ich möchten uns einen hund kaufen. ich habe mir schon ne menge zu beaglen durchgelesen, jedoch weiß ich immoer noch nicht, ob ein beagle jetzt für anfänger geeignet ist, oder ob es da zu großen problemen kommen kann.

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Meine Eltern spielen mit dem Gedanken einen Bullmastiff zu adoptieren. Sie haben zwar (meiner Meinung nach) Ahnung von Hundeerziehung und es wäre auch nicht der erste Listenhund doch irgendwie bin ich skeptisch. Hat jemand Erfahrungen mit dessen Wesen und der Haltung. Abgesehen von den Gesundheitlichen Problemen aber das ist ja heutzutage bei sogut wie jeder Rasse.

Wie auch alle Hunde davor soll er gebarft werden.

Sie haben ein großes Haus+ Hof, meine Mutter arbeitet nicht mehr und ist somit rund um die Uhr bei ihm. Tiere sind ihre Leidenschaft versteht sich :)

Die Rasse an sich soll ja sehr gelassen sein.

Habt ihr Erfahrungen im Alttag, mit anderen Hunden, dem Wesenstest und der Erziehung.
Zurzeit haben sie einen Terriermix

LG

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