Ja. Pferde sind genau so wenig gerne allein wie Hunde oder Menschen auch. Es ist sehr gut möglich einen intakten Hund mit anderen Hunden zusammen zu halten ohne dass "ein Maleur passiert" ;) Bei Pferden ist das natürlich anders. Pferde sind ja doch die meiste Zeit des Tages ohne direkten menschlichen Kontakt in ihrer Herde. Es ist sehr schwierig einen Hengst wirklich artgerecht, also in einer funktionierenden Herde, zu halten. Deswegen ist es auch im Sinne des Tieres wenn es gelegt wird.

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Fahr in jedem Fall zum Tierarzt und lass das einmal abchecken. Der kann auch was gegen Allergien oder Schmerzen geben.

Im besten Fall gehst du dann einfach wieder nach Hause, aber IMMER lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

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Hallo astoriapaw,

es ist schwierig zu erklären woher das Verhalten kommt wenn man es nicht sehen kann.

Frage Nummer 1, wo schläft sie und wo schläfst du?

Frage Nummer 2, wann gehst du das letzte Mal mit ihr raus und wann wird sie normalerweise gefüttert (und womit)?

Von aversiven Methoden wie du sie oben beschrieben hast würde ich dir ganz klar abraten. Nicht nur, dass sie meist nicht den gewünschten Effekt bringen, gerade mit so sensiblen Hunden läuft man da ganz schnell Gefahr es sich ordentlich zu versauen. Und Border sind in der Regel extrem sensibel.

"Meistens ist es schwer am richtigen Zeitpunkt auch was zu machen, da ich meistens noch schlafe wenn sie bellt, und wenn ich dann mal aufstehe und zu ihr gehe, guckt sie beschämt, legt die Ohren an und geht schnell in ihre Box als ob sie wüsste, dass sie was falsch gemacht hat."
Ja, da den richtig Zeitpunkt für eine Strafe zu erwischen ist nahezu unmöglich und ganz abgesehen davon, wahrscheinlich auch nicht zielführend. Sie wird nicht wissen, dass sie etwas falsch gemacht hat (sonst würde sie es wahrscheinlich gar nicht erst tun). Sie weiß vermutlich einfach dass es Ärger gibt wenn du morgens zu ihr kommst. Völlig unabhängig davon, dass sie vorher gebellt hat. Was sie da zeigt ist beschwichtigendes Verhalten, sie weiß, dass es Ärger gibt - aber eben nicht warum.
Border sind zwar Hunde, die sehr reaktiv und aufmerksam sind, aber in der Regel absolut keine Wachhunde. Das mit irgendwelchen "Trieben" zu begründen, halte ich hier für unwahrscheinlich. Ich würde nicht empfehlen das einfach so zu lassen wie es jetzt ist, sondern eben auf Ursachenforschung zu gehen. Ich halte das nicht für typisches BC-Verhalten.

LG

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Ich denke du gehst von Selbstversorgung aus?

Wir machen das seit Jahren und ja, die Kosten halten sich im Gegensatz zum Einstellen (zumindest monatlich) stark in Grenzen. Wie viel du an Pacht zahlen muss, hängt stark davon ab wie viel Land du brauchst und vor Allem wo. Hier zahlt man (ganz grob) 100€/Monat auf einen Hektar. Strom und Wasser kommen hinzu, wobei es ja meist Grundwasser ist. Teurer sind tatsächlich die ganzen Anschaffungen vorher und Dinge die man bauen oder zumindest planen muss.

Hier sind nur die offensichtlichsten:

  • Unterstand
  • Box für Krankheitsfälle
  • Tränke
  • ggf. Zaun - Teilung in Paddock und Wiese
  • Reitplatz? Roundpen? ggf. mit gutem Sand?
  • etwas wo du dein Heu trocken lagern kannst
  • etwas wo du Sattel/Decken/Futter lagern kannst

Außerdem müssen auch diese Sachen ständig in Schuss gehalten werden, Zäune repariert etc. Wenn du wirklich nur eine Wiese bekommst und das ganze drumherum selbst aufbaust, kannst du dafür insgesamt zwischen 5 und 10 tausend Euro einplanen.

Emotional gesehen, finde ich, lohnt es sich schon. Ich würde nie wieder zu einem großen Stall wechseln, höchstens im Notfall. Aber es ist eine Menge Arbeit und man muss erstmal eine Menge Geld in die Hand nehmen.

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Vielleicht ist dein kleiner einfach ein sehr höflicher ;)

Ich würde mir da nicht allzu viele Gedanken zu machen, solange er zu älteren Hunden ein normales Sozialverhalten zeigt.

Je nach Rasse oder Erfahrung spielen Hunde sehr unterschiedlich. Einige sind eher die "Bolzer" und spielen sehr körperbetont (Labrador, Boxer z.B.) und andere spielen lieber Renn- und Fangspiele ohne viel Körperkontakt (meist eher die "windigen", sensibleren Hunde). Kinder spielen auch nicht grundsätzlich mit jedem anderen Kind, sondern nur mit Kindern die auch dasselbe Spiel spielen wollen. Auch für einen Welpen ist es unhöflich und ziemlich grob einfach andere anzuspringen oder anzuraufen. Ich finde es weder ungewöhnlich noch unangebracht, dass deine Welpe darauf mit Ignoranz reagiert! Ganz im Gegenteil: Das ist die netteste und gesündeste Art zu sagen " ich möchte das so nicht, dafür bekommst du von mir keine Aufmerksamkeit".

Du kannst versuchen dich mit "ähnlichen" Welpen zu treffen um ihn da ein wenig zu animieren. Ich finde das aber nicht unbedingt ein Muss.

Das schnüffeln im Garten kann ein Zeichen von Stress oder Übersprung sein. Er wendet sich dann anderen Dingen zu um nicht mit dem anderen Welpen interagieren zu müssen.

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Hier waren ja schon einige Antworten, deswegen gebe ich nur nochmal schnell Denkanstöße in eine andere Richtung.

Starker Juckreiz und allergie-ähnliche Symptome können auch auf einen Zinkmangel hinweisen.

Starkes Pfotenlecken und/oder Hecheln kann auch ein Hinweis auf Sodbrennen sein.

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Unruhe, Kopfschütteln und sogar steigen?

Das klingt für mich ganz gewaltig danach als sei etwas überhaupt nicht in Ordnung.

Wie andere schon sagten solltest du sie einmal tierärztlich auf links ziehen und durchchecken. Ich denke sie hat Schmerzen und nicht nur ein bisschen. Ich würde hier eher vermuten dass es Richtung Rücken oder Ähnliches geht, vielleicht Verspannungen, eine Fehlstellung, ausgerenkt, das kann alles mögliche sein. Lass sie von einem guten Osteopathen untersuchen und wenn nötig auch Wirbelsäule etc. röntgen.

Ich würde auch empfehlen dich nicht mehr oben drauf zu setzen bis die Sache geklärt ist. Versuche Bodenarbeit zu machen, idealerweise ohne Gebisse wenn das die Ursache sein kann und lass sie sich frei bewegen. Anhand dessen wie sich freiwillig bewegt und wie nicht kann ein geschultes Auge sehr schnell sehen wo vielleicht das Problem liegt bzw. in welcher Körperregion.

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Das Problem ist oft dasselbe. Wenn man schimpft (oder sonst wie negativ auf das Geschäft drinnen reagiert) lernt der Hund oft gar nicht das, was man ihm eigentlich sagen wollte.

Er pinkelt im Flur - > du meckerst/sprühst oder was auch immer ihr gemacht habt -> er lernt "wenn die mich beim pinkeln sehen gibt's Ärger"

Das heißt nicht zwangsläufig, dass er verstanden hat dass er das nicht machen soll, sondern eigentlich erstmal nur, dass er sich dabei besser nicht erwischen lässt. Und das hilft ja keinem weiter.

Wichtig ist, das richtige Verhalten zu belohnen. Lob den Hund immer wenn er draußen macht. Versuche, ihn drinnen soweit es geht nicht unbeobachtet zu lassen und wenn du das Gefühl hast, dass er unruhig wird oder sich eine "heimliche" Stelle sucht (weil er mal muss), gehst du mit ihm raus. Wenn er draußen gemacht hat, freust du dich total. Wenn nötig, kannst du ihn am Angang dafür auch mal im Haus an der Leine lassen damit er gar nicht die Möglichkeit hat sich zu verziehen.

Ich würde nicht darauf schließen, dass es Protest ist. Das ist viel zu menschliches Denken.

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Peugeot 5008, zumindest das ältere Modell erfüllt alle Kriterien! Man selbst sitzt recht hoch und Hund kann hinten wunderbar niedrig rein.

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Ich finde das zu viel. Mein Border ist 10cm größer und 14kg leichter. Er ist schlank und ein Kilo mehr würde ihm nicht weh tun. Aber 14??

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Schweizer Schäferhund oder Tamaskan?

Ganz kurz bevor ich anfange...diese Frage stelle ich nur aus interesse und für die "Zukunft".

Welcher der oben genannten Rassen würde zu unserer Familie passen?

Zu mir & meiner Familie

- Ich bin 15 Jahre alt und interessiere mich schon seid Jahren für Hunderassen.( ich vermute das kommt daher,dass meine Familie eigentlich schon immer Hunde hatte und ich finde Hunde machen einem das Leben schöner)

-Wir wohnen in einer Wohnung jedoch Ländlich, vor unserer Haustür ist zum Glück ein riesiger Stadtwald mit meheren Wiesen, die sich nicht nur für Spatziergänge lohnen sondern auch zum Fahrrad fahren oder zum Trainieren mit dem Hund

- 200m weiter ist eine Hundeschule/Welpenschule die ich höchstwahrscheinlich besuchen werde

- Außerdem haben wir uns seid knapp einem Monat uns einen Garten gemietet da die Hunde bei so einem Wetter sich dort bestimmt wohler Fühlen als Zuhause

- Wir haben einen 8 Jährigen Haverneser der zum Glück top in Form ist und andere Hunde toleriert.

- Ich persönlich bin ein Ruhiger und Sportlicher Mensch was vor 2 Jahren noch ganz anders war (ich war übergewichtig) jedoch mag ich es Ziele zu setzten und diese auch zu Meistern wie beispielsweise abzunehmen und sportlich werden.

-Wir haben zwar Hunde Erfahrung aber nicht solche wo man sagen könnte ,,Hier nehmt euch alle ein Beispiel an mir"

Außerdem ist mir bewusst wieviel Zeit ich für einen Hund einplanen muss und ich fühle mich für diese "Umstellung" im Leben bereit.

Mit Freundlichen grüßen

David

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Hallo David, ich kenne beide Hunderassen, auch persönlich.

Körperlich tun die sich gar nicht so viel. Ein Tamaskan ist kein Husky aus Leistungszucht und dementsprechend auch nicht per se ein Schlittenhund. Es gibt natürlich welche, denen das Spaß macht und die auch gut darin sind. Aber zu denken jeder Tamaskan gehört in den Zugsport ist totaler Quatsch. Sie sollen in erster Linie Familien- und Begleithunde sein und keine hochspezialisierten Sportler. Wo hingegen sehr viel vom nordischen Typ durchkommt ist die "Arbeitsmoral" wenn wir es mal so nennen wollen ;) Ein BBS hat will to please, er ist ein Schäferhund. Er arbeitet gerne mit dir zusammen und muss auch nicht alles zwangsläufig hinterfragen. Das sieht beim Tamaskan oft anders aus. Es gibt welche, die gut trainierbar sind, und welche die da mal so gar keine Lust drauf haben und sich nur schwer motivieren lassen. Ist mitunter auch sehr Tagesformabhängig. Wenn du einen Hund möchtest, mit dem du auch mal Hundesort machen kannst, vielleicht eine Begleithundeprüfung oder THS, solltest du dich eher zum BBS orientieren. Alles das kann man mit einem Tamaskan auch erreichen - aber dafür muss man 1. wissen was man tut und 2. das Glück haben einen Hund zu haben, dem das auch Spaß macht. Da die Rasse nicht anerkannt und die Zuchtbücher nicht geschlossen sind, sind die meisten Hunde da noch sehr sehr unterschiedlich. Wenn man weiß, was genau man möchte, muss man sich da sehr intensiv mit Linien, Abstammung und auch den Züchtern auseinander setzen.

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Weil Menschenbabys nach Pampers stinken und den ganzen Tag unerträgliche Geräusche von sich geben.

Und das dauert Jahre bis die stubenrein werden.

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Wie gesagt uns ignoriert sie total, und das tut bisschen weh. Sie war immer der ur kuschelhund und mir fehlt das bisschen. Ist das normal?

Gut möglich, dass es ihr gerade genauso geht ;) Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Ersthund zu Anfang ein bisschen einknickt, sich verletzt fühlt und sich deswegen erstmal zurück zieht. Für sie ist das ja auch eine völlig neue Situation. Stell dir vor, dein bester Freund bringt auf einmal jemand Neues mit und erzählt dir, ihr seid ab sofort immer zu dritt. Das würde dich auch verletzen und du müsstest dich damit erstmal zurecht finden.

Versuch, ihr genau so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie vorher. Sie soll nicht bewusst zu kurz kommen. Aber zwing sie auch nicht dazu, wenn sie es gerade nicht möchte. Lass sie ruhig erstmal ein paar Tage das Ganze verarbeiten und sich arrangieren. Oft spielt sich das dann schnell wieder ein.

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Nein, eigentlich könne da keine andersfarbigen Welpen raus kommen.

Das gelb im Labrador ist rezessiv auf dem E-Lokus (e/e) und unterdrückt die Ausbildung der anderen Loki. Solche Hunde tragen die Anlagen für schwarz/braun/etc., aber da der E-Lokus alle anderen unterdrückt, können die nicht ausgeprägt werden, dafür müsste ein Hund mindestens eine Anlage E haben. Also E/e oder E/E. Da aber beide Hunde gelb sind und somit e/e kann kein Welpe ein Allel E bekommen. Also kann auch kein Welpe die Farben auf den anderen Loki ausprägen.

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Assistenzhund für Migräne?

Hi :)

Meine Name ist Hannah und ich bin 17.

Ich habe seit ich 9 bin regelmäßig Migräne, die sich in den letzten Jahren verschlimmert hat.

Es ist inzwischen so schlimm, dass ich im Januar-März kaum in die Schule gegangen bin.

Medikamente schlagen kaum an und zu den schlimmen Schmerzen kommen noch Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, starke Schwindelgefühle, Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Gerüchen und Hitze und teilweise Angstzustände.

Ich kann also wirklich nicht in die Schule gehen, weil es mir zu schlecht geht.

Ich war schon bei vielen Ärzten, nichts hilft wirklich.

Generell bin ich online eher auf englischsprachigen Seiten unterwegs und habe dort etwas über "Migraine Service dogs" gelesen.

Auf deutschen Seiten finde ich dazu kaum etwas.

Ich wollte schon immer einen Hund, gerne einen Australian Shepherd, die wie ich gelesen habe auch sehr intelligent sind.

Wäre es möglich (m)einen (zukünftigen) Hund dazu auszubilden mich auf beginnende Migräneanfälle aufmerksam zu machen wie auch bei Epilepsiehunden?

Wenn ich wüsste, dass ich Migräne bekomme und ich somit vorzeitig Medikament nehmen und Vorsichtsmaßnahmen treffen könnte wäre das unglaublich hilfreich und ich könnte auch wieder öfter zur Schule.

Wenn ja, wie?

Muss ich ihn irgendwo melden und dann trainieren lassen?

Kann ich das selbst tun?

Kann ich den Hund dann, wenn er trainiert ist zur Schule/später Uni/etc. mitnehmen, damit ich nicht plötzlich in der Öffentlichkeit von einem Anfall überrascht werde und dann die nächste Woche im Bett liege?

Danke im Voraus für jegliche Informationen/Hilfe/Tips :)

Hannah

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Ist der Beginn einer Migräne in irgendeiner Form messbar? Wenn dem nicht so ist, gibt es nämlich kaum Möglichkeiten dem Hund das ganze verständlich zu machen.

Bei Asthma verändert sich ja der Sauerstoff im Atem, bei Diabetes kann der Hund die Unterzuckerung riechen. Wenn man das weiß, kann man den Hund darauf ganz gezielt trainieren.

Wenn es aber für die Migräne keine solche Anzeichen gibt, wird es schwierig.

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Also so ganz easy peasy ist das nicht. Die Anforderungen sind nicht besonders hoch - ja. Aber ein wenig gezielt drauf vorbereiten sollte man sich trotzdem. Einfach auch aus dem Grund dass die Leute, die im Thema sind, viel genauer wissen was ein Prüfer sehen will. Feinschliff braucht jeder.

Mit "bei Fuß" laufen fängt es ja schon an. Für die meisten Hundehalter heißt das einfach nur "irgendwo in meiner Nähe und zieht nicht an der Leine". Das hat überhaupt nichts damit zu tun, was in so einer Prüfung gefordert ist.

Einen Kurs brauchst du dafür nicht, aber soweit ich weiß muss man dafür Mitglied in einem Hundesportverein sein. Die können dir auch genaueres zu allem sagen.

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Bei einigen Antworten hier kann einem ja schlecht werden... Ich glaube die meisten verstehen gar nicht warum ein Hund überhaupt an der Leine zieht. Und dass man mit JEDEM Gegendruck den man erzeugt, das ganze eigentlich nur verschlimmert.

Ich fang mal ganz vorne an. Was möchtest du von deinem Hund? Du sagst, du möchtest, dass er nicht an der Leine zieht. Aber wie soll der Hund das verstehen? Das ist negativ formuliert und somit sehr schwer verständlich. Wenn ich sage "denke nicht an einen rosa Elefanten" bekommst du auch zwangsläufig genau den in deinen Kopf - und so funktioniert das im Hundetraining auch. Du möchtest dass er nach dir schaut, neben dir läuft und selbstständig darauf achtet dass die Leine durchhängt.

Und jetzt, wo wir wissen, was das Ziel ist, können wir auch anfangen daran zu arbeiten.

Für den Hund ist es draußen alles unglaublich spannend und aufregend. Dich hat er den ganzen Tag um sich. Für ihn ist es natürlich sehr viel reizvoller draußen alles abzuschnüffeln und zu erkunden! Und je mehr du ihm das erschwerst (durch zurückziehen, blockieren oder sonst was) umso reizvoller wird es für ihn - insbesondere dann, wenn er dann gelegentlich doch hin darf. Stell dir vor ein Kind weiß wo die Süßigkeiten liegen, darf aber nicht ran. Wenn es einmal geschafft hat sich unbemerkt doch welche zu klauen, wird es das natürlich immer wieder machen.

Als ersten Schritt solltest du also mit ihm üben, sich auf dich zu konzentrieren. Du sprichst ihn an, lockst ihn mitunter auch mit einem Leckerchen an deine Seite, und wenn du seine Aufmerksamkeit hast, belohnst du ihn dafür. Z.B. mit Worten oder mit Futter. Streicheln ist in so aufregenden Situationen nicht immer unbedingt geeignet, weil viele Hunde das dann gar nicht wollen. Sie lassen es zwar zu - aber eine echte Belohnung ist es dann nicht. Wichtig ist auf jeden Fall zu beachten, dass das für den Hund sehr anstrengend ist. Nicht nur, weil er lernen muss (was ja immer anstrengt) sondern auch, weil er sich permanent zusammen reißen muss um sich nicht den ganzen Verlockungen hinzugeben. Üb das mit ihm, oft und nur für ein paar Minuten, immer mal wieder und überall. Wenn er sich von dir abwendet, läufst du ein paar Schritte zurück und lädst ihn wieder zu dir ein (ohhh, schau mal hier!) und belohnst ihn, wenn er wieder bei dir ist. Er soll verstehen, dass es für ihn den größten Vorteil hat, wenn er bei dir ist. Und zwar nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich.

Als zweites würde ich empfehlen auf ein Geschirr zu wechseln, dass vorne einen Ring hat. Wenn er dann nach vorne zieht, wird er damit automatisch seitwärts "gelenkt", kann also nicht weiter nach vorne und du musst gegenhalten. Das nimmt ihm eine ganze Menge Wind aus den Segeln und dir Muskelkater in den Armen. Das ganze lässt sich gut mit der Übung oben kombinieren - er dreht sich ein Stück rum und du lockst ihn wieder zu dir.

Das Ganze ist harte Arbeit, wenn man es richtig macht. Und viele Menschen denken es sei "eigentlich ganz einfach". In der Formulierung, ja. Aber für den Hund ist es eine enorme Leistung permanent allen Reizen der Umwelt zu widerstehen. Und gerade für pubertäre Hunde sind das eine unendliche Menge da draußen! Man kann den Hund natürlich auch solange blockieren und eingrenzen bis er sich nirgendwo mehr hin traut. Aber das bekämpft weder das eigentliche Problem (dass du seine Aufmerksamkeit nicht hast) noch wertet es den Spaziergang für euch als Team irgendwie auf. Ganz im Gegenteil.

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Ich wäre bei der Rasse vorsichtig. Großartige Hunde - durch und durch. Aber stark ingezüchtet weil die Rasse sehr populationsarm ist. Das ist ein Problem, mit dem leider mittlerweile sehr viele Rassenzu kämpfen haben, dennoch züchten viele Rasseliebhaber munter weiter, "der Reinheit wegen". Solltest du einen guten Züchter finden, lass dir auf jeden Fall die errechneten Inzuchtwerte zeigen, mindestens über 10 Generationen. Auch andere Rassen haben mittlerweile im Durchschnitt (!) eine genetische Diversität die noch schlechter ist als eine Bruder-Schwester-Verpaarung, weil es so wenig Gründungstiere gibt bzw. gab und niemand drauf geachtet hat. Ich denke, auch als absoluter Biologie-Laie kann man sich vorstellen dass das nicht ohne Konsequenzen für die Tiere bleibt.

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