Welcher sand speziell für pferdepaddock?

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4 Antworten

Hallo, 

der Paddock sollte niemals komplett mit Sand befüllt sein, wenn die Pferde darauf ganzjährig stehen. Pferde brauchen einen festen Untergrund wie z.B Knochenstein. Man kann eine bestimmte Stelle als Liege - und Wälzplatz mit Sand ausstreuen. Ansonsten ist das natürlich nicht gut für die Hufe und Gelenke. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

wie oben beschrieben ist da s auch nicht der plan. a) kommen sie täglich auf die weide und b) sollen hackschnitzel oben drauf. es ist dann wie waldboden und vom arzt empfohlen weil meine stute athrose hat. knochensteine sind, sobald es eine fläche ist wo sie auch galloppieren für gelenke etc NICHT gut. habe das alles mit ärzten durch! Entscheidung steht. einzige frage ist: welcher sand UNTER die hackschnitzel?

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@Openquestion

Sorry, aber da erzählt euer Tierarzt Mist. Ich habe selbst ein Arthrose-Pferd und weiß ganz genau, wie er auf Sand und nun auf Knochenstein lebt. Grade bei Arthrose ist fester Grund sehr von Vorteil! Grade weicher Grund ist für Gelenke - vor allem Bänder und Sehnen - sehr nachteilig. Ich kenne viele Pferde, die von Fohlen an auf einem Sand-Paddock standen und nun einen Bockhuf haben. 

Ich kann dir nur ans Herz legen dir das nochmal ganz gut zu überlegen. Wenn nicht, dann spielt es eigentlich keine Rolle welcher Sand, weil er generell als alleiniger Untergrund nicht zu empfehlen ist. Auch nicht mit Hackschnitzel oben drauf. 

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ich werde mir auf jeden fall nochmal rücksprache mit weiteren fachmännern halten - danke für die tipps

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Wir haben beste Erfahrungen mit dem Sand von Equiterra gemacht.

http://equiterra.net/frameset.html

Das ist Kirchenhellener Sand - ähnlich wie der bekannte Stremmer Sand, der nicht weit weg vom Equiterra Sand abgebaut wird und über sehr ähnliche Eigenschaften verfügt.

Unsere Plätze sind enorm langlebig. Wir können bis auf ganz wenige Ausnahmen von wenigen Tagen, ganzjährig auf den Außenplätzen reiten. Und es gibt an unserem Stall genügend Barhufer, die bestens damit auskommen.

danke für die schnelle antwort! sind das Marken oder einfach arten von sand?

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@Openquestion

Das ist die Firma, die den wirklich exzellenten Reitsand vertreibt und mit der man individuell besprechen kann, was und wieviel man braucht. Familie Ellekotten, das sind die Eigentümer, sind selber Reiter und beraten ausnehmend fundiert und fair.

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oh, vielen dank dann für dein wissen! scheinst ja gut informiert zu sein :)

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Ich würde in einen Auslauf auf dem die Pferde mehrere Stunden täglich sind, niemals Sand auf bringen - ich würde das immer komplett befestigen mit Knochensteinen. Hufabrieb ist weit geringer als bei Sand.

Alternativ gibt es noch mit Erde verfüllte Kunststoffgitter, aber auch da wäre ich eher sehr vorsichtig.

Holzhäcksel haben sich bei uns nicht bewährt. Mit den Knochensteinen ist alles super.

danke fürs schnelle antworten! was war denn das Problem bei hackschnitzeln? wir wollten wegen den generellen eigensxhaften von Holz ja chips aus stammholz nehmen... hast du solche oder normale hackschnitzel gehabt?

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@Openquestion

Holzschnitzel verrotten - wenn auch etwas langsamer - gemixt mit Pferdeäppeln (weil man nie alles weg bekommt) wird das über kurz oder lang eine eklige Pampe.

Als unsere Drainage drunter dicht war ging gar nichts mehr und man mußte das ganze entfernen.

Danach haben wir Knochensteine auf unseren Auslauf (so groß wie eurer) gemacht und haben seither keinerlei Probleme mehr.

Warum sollten Pferde nicht auch auf hartem Boden toben können? Bei uns sind die meisten Pferde unbeschlagen und alle kommen mit dem Boden super zurecht, da wird auch getobt.

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bei knochensteinen hätte ich ja auch wegen den gelenken angst. unser paddock ist groß wie ein riesen reitplatz - da toben die auch mal und fallen vllt mal hin oder wollen sich wälzen. das muss schon auch weich sein

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@Openquestion

Harter Boden ist nicht schlecht für die Gelenke sondern gut - besonders für Sehnen und Bänder ist der harte Boden der Bessere, genauso für die Hufe.

Je härter der Untergrund für den Huf desto härteren Huf bildet das Pferd und der wiederrum ist abriebsarm, also ohne Hufschutz reiten, auch auf steinigem und hartem Untergrund.

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okay! interessanter ansatz! naja, kleines problem dabei: eine der stuten hat leichte athrose (zum glück stumm) und der arzt meinte, dass man harten boden jetzt vermeiden sollte. reiten kann man sie nicht mehr, und führen (bewegung muss ja trotzdem) eben nur auf weichem untergrund. hackschnitzel wären wie waldboden, sagte er uns damals :(( schade, dass es offwnsichtlixh in der praxis anders aussieht! danke für deinen offenen rat! Erfahrungen aus erster hand sind manchmal lebensrettend ;)

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@Openquestion

Großer Fehler - harten Boden zu vermeiden bei Arthrose - bei Arthrose sollte man nur Stehzeiten vermeiden, sonst nichts.

Meine erste Stute hatte enorme Arthrose und ist auf diesem oben beschriebenen Boden wieder richtig gut gelaufen. Für ein Arthrosepferd ist es wichtig 24 Stunden Bewegungsmöglichkeit zu haben, nicht worauf es läuft ist da wichtig.

Einzig Rehepferde mit Hufbeinabsenkung sollten weicher stehen.

Mein Jungwallach war beim Beritt in einem Reitverein, deren Paddock mit Sand belegt war - die Hufe waren nach 6 Wochen so abgeschliffen, das er wieder zu Hause erst mal einen Hufabszess hatte, weil die Hufsohle so dünn war, das jeder Druck sofort eine Quetschung im Huf verursacht hat.

Paar Wochen wieder auf unserem normalen Knochensteinboden und die Hufe waren wieder o.k.

Für das Hufwachstum kann man Bierhefe zufüttern, hilft auch der Arthrose ganz gut, da kann man auch noch Derby Algenmineral zufüttern was hilft und MSM.

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@friesennarr

Kann dem nur zustimmen. Meine Mutter hat auch Knochensteine in ihrem Offi. Würde ich in meinen ebenfalls auslegen. 

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okay... das ist jetzt was komplett anderes, als die ärzte sagen... aber nochmal: sie sollen ja gar nicht mehr auf den sand, sondern auf hackschnitzel. besser gesagt auf chips aus stammholz. aus eiche. die sind gut! nur eben die frage: welcher sand da drunter. dass sand alleine doof ist haben wir auch gemerkt

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@Openquestion

Wie gesagt, ich würde auf den Sand Knochensteine verlegen, kannst ja einen Teil auch mit Holzhäcksel belegen - und dann sehen, was die Pferde bevorzugen. Holzhäcksel sind mit der Zeit eine sehr unhygienische Sache.

Ärzte erzählen nicht immer das richtige, leider.

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What ever, die klassische Basis ist der Quarzsand, er ist homogen und frei von Säuren. Über die Schütthöhe und die Tragschicht, solltest du Dich besonders informieren.

Was ich auch schon gesehen habe, sind Verbundpflaster aus Gummigranulat. Das ist der Luxus. Kunststoff ist ein schlechter Wärmeleiter, so gibt es keinen Bodenfrost im Winter wie bei herkömmlichem Pflaster. Zudem ist er porig und führt Nässe ab.

Ich verwende etwas ähnliches Steharbeitsplätzen mit sehr positivem Feedback. Es senkt den Krankenstand und was für Mensch gut ist, ist es für das Pferd allemal.

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