Was studiren um im Museum zu arbeiten?

10 Antworten

Ich studiere Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam. Mit meinem Abschluss könnte ich Kuratorin im Museum werden oder in einer anderen Abteilung im Museum arbeiten.

Falls es dich interessiert, du immer noch Interesse hast an der Museumsarbeit und da jetzt nicht schon gelandet bist in der Zwischenzeit, könntest du dich bei der FH Potsdam einfach mal über den Studiengang Kulturarbeit informieren. Ich weiß, dass die FH Potsdam im Oktober 2018 ein einwöchiges kostenloses Probestudium anbietet, auch der Studiengang Kulturarbeit ist dabei. Das ist eine gute Möglichkeit, um ein bisschen ins Studentenleben rein zu schnuppern, sich mit Studierenden auszutauschen und einen tieferen Einblick in das Studienfach Kulturarbeit zu erlangen.

[+++Links durch Moderation entfernt +++]

Ergänzend zu Herr Müller und Bubis Antwort:

Es gibt Museologie als eigenes Studienfach in Berlin, das verbessert die Berufschancen ganz erheblich, allerdings nur in Kombination mit einem fachspezifischen Abschluss (Kunstmuseum --> Kunsthistorik, Naturkundemuseum --> Geologie, Biologie, usw.) am besten Promotion (auch wenn er zu sonst nix gut ist, die 2 Buchstaben vor dem Namen machen bei Bewerbungsgesprächen viel her und die Museen sind beruhigt, sich nicht jemanden auf der Suche nach einer bezahlten Promotion eingefangen zu haben.

Als erster Schritt wäre ein Volontariat (2 Jahre, begrenzt "Museums-Azubi") in einem Museum der Dir bevorzugten Fachrichtung zu empfehlen. Je nach Größe des Museums bekommst Du dann Einblicke in alle oben genannten Punkte oder eben einer bestimmten Abteilung. Informationen rund um die Berufsfelder und die jeweiligen Ausbildung im Museumswesen, findest Du beim Deutschen Museumsbund:

http://www.museumsbund.de/

Wenn du mit Exponaten arbeiten willst, ist Geschichte nicht ganz das Richtige, denn Historiker beschäftigen sich nicht primär mit der Sachkultur, sondern mit den historischen Quellen. Je nach Schwerpunkt des Museums können Archäologen, Kunsthistoriker, Prähistoriker, gelegentlich Historiker und noch einige andere mehr die Leitung eines Museums übernehmen. Profunde Kenntnisse um Verwaltungsangelegenheiten etc. schaden natürlich auch nicht, im Studium wird das aber nicht vermittelt. Pädagogik/ Museumspädagogik ist natürlich ebenfalls hilfreich. Letztlich ist ein guter Museumsleiter eine eierlegende Wollmilchsau.

Allerdings: Stellen an Museen sind mehr als spärlich gesät. Eines dieser Fächer mit genau diesem Ziel zu studieren, dürfte sich als im Endeffekt als enttäuschend erweisen, denn letztlich bist du hinterher froh, überhaupt eine feste Stelle zu bekommen (wenn überhaupt), das ist dann kein Wunschkonzert.

Abgesehen von einem fachspezifischen Studienfach (Geschichte, Paläontologie, ...) sind wohl Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit auch nicht ganz falsch. Die "üblichen Verdächtigen" BWL und Publizistik würden hier also sicher auch nicht schaden - gerade, wenn Du eine Führungsposition anstrebst und nicht beim gewöhnlichen Fremdenführer bleiben möchtest.

Da kann man sich schnell verzetteln, da wäre dann das aufs Museum zugeschnittene Museologie-Studium, das all diese Felder berührt, besser, es ist aber auf jeden Fall gut, neben der fachlichen Seite auch das Handwerk zu kennen.

2
@stenopelix

Das meine ich auch. Mit der heutigen Anzahl an Studienfächern führen mehrere Wege nach Rom bzw. ins Museum.

0

Geschichte, Kulturwissenschaften, Pädagogik, Museumspädagogik, Kunst, Wirtschaft...

Was möchtest Du wissen?