Was steht in der Bibel zu (langen) Haaren beim Mann?

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Die Bibel äußert sich nicht meinungsbildend oder vorschreibend zur Haartracht; langes Haar bei Männern war üblich in allen Teilen der antiken Welt, wenn sich auch bei der urbanen Bevölkerung kurzer Haarschnitt bei Männern durchsetzte. Es gibt einige Textstellen in der Bibel, die "Haar" zum Gegenstand haben, die meisten beziehen sich auf die Speisevorschriften bzw. den Umgang mit Tieren, die "Schäden" haben, da findet man besonders viel im 3. Buch Mose, Kap. 13.
Im allgemeinen war es in der Antike üblich, sich einmal im Jahr das Haar komplett zu scheren, und dann wieder wachsen zu lassen, das hatte aber nur praktische Gründe (Sam 2,25-27). Ebenso war es Usus, das Haar als Ausdruck der Trauer zu schneiden. Frisuren in unserem Sinne gab es aber nicht, wenn geschnitten wurde, dann komplett.
Auch in Fällen von Krankheit gab es Empfehlungen (nicht Vorschriften!), so z.B. bei 3. Mose 14,8 (Maßnahmen bei Aussatz).
Im Neuen Testament gibt es eine merkwürdige Stelle im 1. Brief des Paulus an die Korinther (1. Kor 11,16), die sich auf die Kleidung im Gottesdienst bezieht. Dort wird langes Haar bei Männern als unnatürlich dargestellt. Dazu muss man aber noch einmal auf Paulus’ römische Prägung hinweisen, die das erklären könnte.
Diese Stelle ist übrigens die einzige in ihrer Direktheit, an der man den Unterschied zwischen Juden und Christen festmachen kann, wie man sich im Gottesdienst zu kleiden habe. Für männliche Juden war eine Kopfbedeckung (Kipa) vorgeschrieben, Paulus lehnt sie ausdrücklich ab, und fortan war war Barhäuptigkeit in christlichen Gottesdiensten üblich.

Gut gemacht!

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Von Gott gab es die Vorschrift einer Kopfbedeckung für Juden nicht; Jesus selbst war ein Jude und trug nichts dergleichen.Paulus sagte einmal (Apostelgeschichte 22:3 )zu einer jüdischen Volksmenge in hebräischer Sprache: „Ich bin ein Jude, in Tạrsus in Zilịzien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamạliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid." Nix mit römischer Prägung - sondern jüdischer Eiferer!

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OMG

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In der Bibel, hier AT, steht Einiges zu langem bzw. kurzem Haar bei Männern. Die "schönste" Erzählung ist die von Simson, dem im Schlaf sieben Locken abgeschnitten werden (Buch der Richter 16, 19ff), so dass er gefangen genommen werden kann. Weitere Stellen: Num 6, 1-11; Ijob 1, 20; Ez. 44, 20. Männern, die das Nasiräergelübde ablegen, darf das Haar nicht geschoren werden. Ijob schert sich das Haar aus Trauer bzw. Buße (ritueller Aspekt). Priester sollen sich das Haupt nicht scheren, aber auch nicht zu lange Haare tragen. Diese "Vorschriften" oder Bräuche sind zeitbedingt und haben selbstverständlich nicht die Bedeutung wie der Dekalog.

Hesekiel 44:20 „Und ihr Haupt sollten sie nicht kahl scheren, und das Haar des Hauptes sollten sie nicht lose tragen. Sie sollten auf jeden Fall [das Haar] ihres Hauptes stutzen.“

Ausnahme: Nasiraeer 4. Moses 6:5 „Alle Tage seines Nasiraeạtsgelübdes sollte kein Schermesser über sein Haupt gehen; ... indem er die Haarlocken seines Hauptes wachsen lässt.“ Samson hatte seine Haare zu Zöpfen geflochten.

In Hesekiel 44:20 geht es um die Priester!

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Nachtrag zu 1Kor 11, 1-16, der o.a. Textstelle: In diesem Abschnitt verwendet Paulus die Doppelsinnigkeit des griech. Wortes "kephale" (= "Haupt" im eigentlichen Sinn von "Kopf" und im übertragenen Sinn von "Oberhaupt") als Wortspiel. Seine Argumentation ist stark von den Sitten und Gebräuchen siner Zeit abhängig, an die er gewöhnt ist, was seine Schlussfolgerungen relativiert. Die Aussagen sind also nicht "verpflichtende Glaubenssätze"!

Entschuldigung: "...seiner Zeit...". Tippfehler.

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Ich bin selber gläubig, lese die Bibel und kann dir vergewissern: Es spielt keine Rolle ob du als Mann lange Haare bis zum Boden hast oder als Frau gar keine hast, denn: Gott liebt jeden so wie er ist!

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