Was ist der "springende Punkt" eines Gleichnisses?

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5 Antworten

Hallo Schleimschwein,

zunächst mal was Grundsätzliches:

Gleichnisse sind eine typische Redeform der Rabbiner, in der sie etwas erklären wollen.

Ganz allgemein: Biblische Bildrede (Maschal), in der etwas erzählt wird, um eine Aussage zu illustrieren.

Es gibt verschiedene Arten, ein Gleichnis auszulegen. Eine Methode ist die Unterscheidung nach Bildhälfte und Sachhälfte. Gemeint ist, dass der Erzähler eine Sache anhand von Bildern erklären will.

Bildhälfte ist alles, was sich in der Handlung konkret ereignet und zu sehen ist. Sachhälfte ist die Frage danach, welche Sache, welcher Gedankengang, welche Idee dargestellt werden soll.

Zu deiner Frage jetzt speziell: Alle erzählten Einzelheiten habe immer nur die Funktion, zu einem Vergleichspunkt zu kommen. (Ausnahme ist die spezielle Form der Allegorie, etwa das Gleichnis von der königlichen Hochzeit).

Das ist dann der springende Punkt, das Ziel, mit dem das Gleichnis erzählt wird.

Beispiel: Gleichnis vom verlorenen Sohn bzw. vom guten Vater!
Was im Einzelnen erzählt wird, ist die Bildhälfte. Die gemeinte Sache (Sachhälfte) ist dann, dass sich der Vater im Gleichnis so verhält, wie sich Gott verhält. Gott nimmt einen Zurückkehrenden bedingungslos auf. – Und das ist der springende Punkt.

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Kommentar von Schleimschwein
26.05.2016, 18:56

Vielen lieben Dank! Sachhälfte und Bildhälfte haben mir auch noch als erklärung gefehlt.

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Kommentar von Nadelwald75
31.05.2016, 17:39

... vielen Dank für den Stern!

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Meistens am Ende.

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das aha erlebnis .

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Gugsdu 00:00:32

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Der "springende Punkt" bei einem Gleichnis ist, dass die Zuhörer dieses nicht begreifen sollen (Mk.4,11-12).

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