Was ist das für ein Fettfilm, den Äpfel manchmal haben?

9 Antworten

Manche Apfelsorten, vor allem glattschalige wie ‘Jakob Fischer’, ‘Gravensteiner’, ‘James Grieve’ oder ‘Boikenapfel’, überziehen ihre Schale im Laufe der Lagerung mit einem feinen Ölfilm.

Diese wachsige Schicht entsteht durch den Stoffwechselprozess im Laufe der Reifung.

>> Die fettige Schale schützt die Frucht vor Verdunstung.

>> Die gelagerten Äpfel bleiben prall und knackig.

>> Auf dem Fettfilm perlt jegliches Wasser ab, was verhindert, dass Fäulnispilze in den Apfel eindringen.

Bei ‘Jakob Fischer’ und einigen anderen Sorten bildet sich dieser Schutzfilm vor allem, wenn die Früchte relativ spät geerntet wurden.

Die fettschaligen Äpfel müssen nicht geschält werden, der Belag ist gesundheitlich unbedenklich. Die Früchte sehen aus wie eingeölt und glänzen verführerisch, wenn man sie poliert. Das zunächst harte Fruchtfleisch wird unter der Schutzhülle wunderbar mürbe, saftig und zart.

Hi , habe ich hier gefunden:http://www.bioaugustin.de/fragen-und-antworten.html#schale

Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung, dass auch Bio-Äpfel diesen Film haben...

Die Schale einiger Äpfel glänzt so und fühlt sich fettig an. Sind die gewachst?

NEIN, unsere Äpfel werden nicht gewachst. Selbstverständlich nicht!

Die Wachsschicht auf Äpfeln ist durch einen natürlichen Prozess entstanden: Auch nach der Ernte reifen Äpfel weiter. Bei diesem Stoffwechselprozess entstehen Ausscheidungen, die sich als fetthaltige Schicht auf der Schale bemerkbar machen. Diese Wachsschicht ist natürlich und gesundheitlich völlig unbedenklich.

Wie stark Äpfel eine Wachsschicht bilden, ist sortenabhängig: Ambassy, Jonagold, Holsteiner Cox, Topaz und Gravensteiner neigen stärker zur Bildung einer Wachsschicht, dagegen Elstar, Boskoop und Pinova weniger.

Möglicherweise sind die Äpfel ja gewachst für den Verkauf, das macht sich aber selten so wie beschrieben bemerkbar. Es kann auch viel einfacher sein: Jede Apfelsorte hat eine für sie charakteristische Schale. Einige sind glatt, andere wie berostet oder rauh. Dann gibt es eben auch noch welche, die sind mehr oder weniger wie mit Wachs überzogen (z.B. der "Klarapfel" bzw. sogenannte "Augustapfel") und einige wirken sogar regelrecht fettig! Zum Beispiel die Sorte "Signe Tillisch", durch diesen (natürlichen) fettigen Wachsüberzug welken die Äpfel nicht so schnell bei der Lagerung.

Hier habe ich etwas Interessantes über das Wachs gefunden:

>Meiden Sie Äpfel mit künstlicher Wachsschicht, denn die kann krebserregend sein. Derlei behandelte Äpfel müssen deklariert sein, entweder mit einem entsprechenden Hinweis ("gewachst") auf der Schale, der Verpackung oder am Preisschild. Mit folgenden E-Nummern (E 901 – 904) gekennzeichnete Äpfel sind mit natürlichen Stoffen wie Bienenwachs oder Schellack behandelt. Gesundheitsgefährdende Folgen sind hier nicht bekannt. In Deutschland dürfen Äpfel nur mit natürlichem, nicht mit künstlichem Wachs behandelt werden!<

Es ist aus folgender Site, und diese beinhaltet noch viele beachtenswerte Dinge rund ums Apfelessen: http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=3628&key=standard_document_26288316&seite=3

Ich glaube, dass es auch etwas mit der Sorte zu tun haben kann. Ich finde, man sieht das an der Schale. Diese Äpfel sind oft heller/gelber und schmecken meiner Meinung nach mehlig und nicht so gut.. Geh auf den Markt, da gibt es meistens eh die besten Äpfel... Oder im eigenen Garten...

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