Was bringt Liebe?

7 Antworten

Liebe ist ein großes Wort. Man kann viel hineinprojezieren. Am Ende bleibt Liebe nichts, was man tut. Ich sage nicht "ich liebe Dich ab jetzt" und finde keine anderen Gefühle mehr in mir.

Liebe ist ein Bedürfnis. Es fasst zusammen, was wir uns sehnlich wünschen und was in seiner Erfüllung Glück bringt. Das sind Dinge wie Geborgenheit, Vertrauen, einander halten, verstehen, nicht verurteilen. Man öffnet sein Herz, weil man nichts zu befürchten hat. Dadurch wachsen wir über uns hinaus und können unser Potential voll ausschöpfen.

Sehen wir diese Bedürfnisse gefährdet, schlägt unser Empfinden um. Angst, Ablehnung, Trennung, sogar Hass stehen auf der anderen Seite der Waage.

Liebe und Hass gehen Hand in Hand. "Ich liebe nur Dich allein" ist ein gefährlicher Satz. Wären wir vollkommen, müssten wir nicht geliebt werden. Alles IST dann Liebe. Das ist etwas kompliziert, aber das sagt ja schon der Beziehungsstatus auf Facebook.

Sie lebt ja auch teilweise ohne Liebe zueinander. Denk nur mal an Gegenden, in denen Zwangsverheiratung Sitte ist. Auch bei den heute noch lebenden Urvölkern im Regenwald oder in der Wüste gibt es das. Aber mit zunehmender Zivilisation hat sich wohl auch das Aussuchen des Partners bzw. der Partnerin herausgebildet, und schon war Zuneigung bis zu Liebe im Spiel. Liebe ist etwas Wunderbares, schafft Nähe, Vertrautheit und vor allen Dingen Vertrauen, dass man gemeinsam etwas durchsteht, positiv wie negativ. Liebe bindet.

  • Ohne Liebe hätten Männer keinen Grund, nach dem Sex bei der Frau zu bleiben und gemeinsam für die Familie zu sorgen. Nur Gefühle führen zur Paarbindung und gemeinsamen Aufziehen der Kinder.
  • Evolutiv betrachtet war da ein ganz wichtiger Punkt. Ohne Schutz und Versorgung durch den männlichen Partner würde eine hochschwangere Frau oder junge Mutter mit Baby nicht durchkommen.

Wegen Fortpflanzung.

Früher waren die Frauen während der Schwangerschaft auf einen Mann angewiesen, der sie und das Kind beschützt und ernährt.

Liebe sorgte dafür, dass die Familie in der Steinzeit zusammen blieb. Und unser Nachwuchs wird so langsam erwachsen, dass er auf den Schutz beider Eltern angewiesen war.

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