Was bringt es einem Programmieren (z.B. Java) zu lernen?

11 Antworten

Ich behaupte, wer eine Programmiersprache kann, kann noch lange nicht vernünftig programmieren. Dazu gehört etwas mehr, zumindest einige Grundkenntnisse der Informatik.

LG.

"Jeder" sollte bestimmt nicht mind eine Programmiersprache können. Jemand der verkauft, oder Regale einräumt, und sonst keine Interessen hat, der muss nicht irgendeine Programmiersprache können. Hat wohl auch keinen Vorteil daraus, wenn sie/er sich nicht weiter entwickeln möchte.

Aber es ist halt so, das man nicht nur in der IT-Branche div Programmsprachen kennen muss oder sollte. Klar, Webentwickler, Spieleentwickler usw kommen nicht ohne aus. Elektriker haben aber auch ihre Progammiersprachen. SPS, LON, KNX usw. Div Hersteller von Spezialgeräten nutzen auch die Möglichkeit, dem Kunden eine Programmierebene darzulegen, um den vollen Funktionsumfang auf seine Bedürfnisse anpassen zu können. Im Hobbybereich ist es auch gut, wenn man gerne bastelt und kleine Prozessoren (Arduino und der gleichen, PIC usw) programmieren möchte. Vieles gleicht sich vom Grundverständnis her. Auch wenn die Schreibweisen und letztlich manche Möglichkeiten voneinander abweichen. Es fällt dann aber einfacher, wenn man mal die Grundregeln kennen gelernt hat. Man weiß ja auch nie, was einen im Leben noch erwartet. Sei es nur Macro's in Excel, die es letzt endlich sind.

Finde nicht, dass jeder programmieren können sollte. Was wichtig ist, ist, dass jeder halbwegs gute Computerkenntnisse hat.

Aber wenn du als privatperson programmieren kannst, bringt es dir nicht viel. Du kannst di eventuell skripte schreiben, um kleine arbeitsprozesse zu beschleunigen. Aber für größere Programme hast du alleine als Anfänger eh keine chance.

Ich habe in meiner Probezeit dem Marketingtypen geholfen die neue Homepage der Firma aufzubauen, durch meine entsprechenden Kenntnisse in html und css und bin jetzt so nebenbei irgendwie halber IT Beauftragter. Hat nichts mit meinem Job zu tun, macht mich aber sehr wertvoll für die Firma und das wiederum ist gut für mich.

Es muss nicht jeder eine Programmiersprache können, aber im heutigen Computerzeitalter finde ich sollte sich doch jeder mal ein paar Stunden hinsetzen um die Basics einer solchen Sprache zu lernen, das hilft ungemein beim Verständnis.

Ich kann absolut verstehen, warum man zu so einer Auffassung kommen kann, auch wenn ich nicht denke, dass man viele dafür begeistern kann.

Ich will es mal versuchen einfach zu erklären:

Wenn man eine Buchhaltungssoftware entwickelt, dann muss man verstehen, wie Buchführung funktioniert.

Wenn man eine Crashsimulationssoftware für Autos entwickelt, muss man sehr viel über Autos und Physik wissen.

Wenn man eine Versicherungssoftware entwickelt, muss man sich mit Versicherungen auskennen.

Wenn man Software für einen Raketenantrieb entwickeln möchte, muss man wissen, wie ein Raketenantrieb funktioniert.

Wenn man eine Software zum automatisierten Fahren entwickelt, muss man wissen, wie man Auto fährt und die Verkehrsregeln kennen.

...

Die Liste ließe sich unendlich weiterführen. Tatsächlich ist es so, dass man als Softwareentwickler in vielen Bereichen tätig ist und damit immer stärker qualifiziert wird, weil man sich immer mit neuen Dingen beschäftigen muss. Zudem lernt man sogenannte Modellbildung, also die Abstraktion von der Realität. Und wenn man das gut machen möchte, muss man die Realität verstanden haben. Ansonsten funktioniert am Ende die Software nicht oder nur schlecht.

Softwareentwicklung ist eine Gedankenschule, wie Philosophie, mit direkter Rückkopplung, ob das, was man sich ausgedacht hat, auch wirklich funktioniert.

Langer Rede kurzer Sinn: Ja, wer Software entwickeln möchte, muss programmieren können.

Das Schöne an kompetenten Software-Entwicklern aber ist, dass sie sich i.A. durchaus zutrauen, Software für jeden nur denkbaren Anwendungsbereich zu entwickeln.

Insofern gilt: Wer keine Software selbst zu entwickeln gedenkt, der muss auch nicht programmieren können.

Tatsache ist aber auch, dass gerade Ingenieure sehr oft den Wunsch haben, eben doch ein klein wenig Software (mindestens als Hilfswerkzeug) selbst zu entwickeln.

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