Was bedeutet "nicht phonetisch"?

8 Antworten

Der Unterschied zwischen Japanisch und einer Sprache wie Chinesisch oder Thailandisch ist, dass im Japanischen die Tonlage/Tonhöhe keine Bedeutung hat. Das macht die Aussprache für uns einfacher.

Beispiel: Du hast im Chinesischen oder Thailändischen vielleicht ein Wort, das "ba" heißt. Je nachdem auf welcher Tonhöhe es gesprochen wird, kann so ein Wort bis zu vier total unterschiedliche Bedeutungen haben. Bei den europäischen Sprachen und auch im Japanischen ist das nicht so.

Japanisch ist aber, genau wie Chinesisch, eine nicht phonetische Sprache. Das hat nichts mit der Tonhöhe zu tun.

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@Yulam

Das hatte ich mir in der Zwischenzeit auch überlegt und daher einen Kommentar zu meiner Antwort geschrieben. :-))

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Mit "nicht phonetisch" kann natürlich auch gemeint sein, dass die japanische Schrift die Laute nicht abbildet, sondern eben auch Bilder (Kanji) verwendet. Diese sind vereinfachte chinesische Schriftzeichen. Diese Bezeichnung kann aber dann nur für die Schrift gelten, nicht für die Sprache selber.

Es gibt im Japanischen übrigens auch zwei Silbenschriften (Hiragana und Katakana), mit denen man die Laute ziemlich exakt abbilden kann. Diese Schrift würde man dann wohl als phonetisch bezeichnen.

Normalerweise besteht das Japanische Schriftsystem aus einer Mischung von Kanji und der Silbenschrift.

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@latricolore

Ich glaub, jetzt hast du alle mitgekriegt. ;-) Japanische hab' ich mal zwei Semester an der Volkshochschule gelernt. (Bevor ich dann im Sommer darauf in Japan war.) Viel kann ich aber nicht mehr.

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Wenn etwas nicht phonetisch ist, dann passt die Aussprache von Schriftzeichen in einem bestimmten geschriebenen Kontext (bsp. einem Wort) nicht mit den Lauten überein, die man primär für die einzelnen Schriftzeichen in der Sprache festgelegt hat, bzw. kann sie überhaupt erst gar nicht nachvollziehen. Das kann zum Beispiel sprachgeschichtliche Gründe haben.

Es sind also nicht direkt ganze Sprachen betroffen, sondern immer erst Worte oder auch nur Zeichenkombinationen.

Ob ein Wort nicht phonetisch ist, kann man beispielsweise testen, wenn man einen Grundschüler oder Sprachanfänger ein Wort schreiben lässt. Die schreiben dann im Deutschen nämlich nicht selten Walt (anstatt Wald) oder Burk (anstatt Burg) -- Stichwort: Auslautverhärtung. In meinem Sprachkurs sind das dann immer die Fälle, die ich mit 'Im Deutschen kann man so lesen, wie man schreibt, aber...' einleite.

Ich denke gerade Sprachen, die importierte Wörter nicht in ihr Rechtschreibsystem zwingen, sind davon stark betroffen. Also auch Deutsch und vor allem auch Englisch.

Chinesisch und Japanisch würde ich höchstens als primär nicht phonetisch bezeichnen.

Im Japanischen kann man beispielsweise ganz legitim alles in Kana (Silbenschrift) schreiben. Bis auf einige wenige Ausnahmen, ist deren lautliche Realisierung immer gleich. Man kann sich also eigentlich nicht verschreiben.

Auch im Bereich der chinesischen Schriftzeichen (Kanji, bzw. Hanzi) ist man nicht gleich ganz aufgeschmissen, was die Lesung betrifft, denn 80-90% aller chinesischen Schriftzeichen sind Phonogramme. Das heißt, dass man, anhand bestimmter Bestandteile im Zeichen, darauf schließen kann, wie die Aussprache sehr wahrscheinlich sein könnte. Das geht im Chinesischen noch besser, als im Japanischen, bei dem sich dieses System nur auf einen Teil der möglichen Lesungen eines Zeichens bezieht.

Im Chinesischen gibt es übrigens noch das bopomofo. Das ist eine Alphabetsschrift, die ähnlich eindeutig ist, wie die japanischen Kana. Das ist allerdings kaum in Gebrauch.

stand da nicht auch, dass jap. eine melodische Sprache ist? Ist jedenfalls das Chinesische.

ex ove: Phonetik ist erstmal die Lautlehre, bzw. besteht die Phonetik einer Sprache aus den Lauten (Phonemen), in denen sie geprochen wird. Für das Deutsche sind das a, b d, e f, g, h, i, j, k, l, m, n, o, p, r, s (weich), s (hart), t, u, w, x, z, sch, ch (weich), ch (hart), ä, ö, ü. Aus den Phonemen bestehen die Silben, aus den SIlben setzen sich Wörter (Semen; = sinntragende Einheiten) zusammen. Bei phonetischen Sprachen ist in der Regel jede phonetische Folge mit einer bestimmten Bedeutung (Semantik) besetzt. Ausnahme sind die Teekesselschen aka Homophone (Schloss, Gründung, Code/Kot...), deren momentane Bedeutung man aus dem Kontext herauskriegen muss. Bei der melodischen Sprache nun kommt zur Sinnübertragung neben der Lautfolge noch die Stimmführung hinzu, die dafür sorgt, dass die momentane Bedeutung von Homophonen immer eindeutig erfasst werden kann (außer im Stimmbruch^^). So kann man bei einer Silbe beim Sprechen die Stimmhöhe heben, senken, heben-und-senken, und senken-und-heben und was weiß ich noch.

Heißt in Kurz: In der nicht-phonetischen Sprache ist der Sinn eines Wortes nicht nur anhand der "Buchstaben" darin erkennbar (und passenderweise haben sie oft eine Silben- und/oder pictografische Schrift).

LG,

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