Was bedeutet Entität?

5 Antworten

Person, Persönlichkeit, Wesen, Individuum

Es gibt die göttliche Entität, damit sind Götter als Wesen - nicht nur als Kraft oder Geist - gemeint.

Es gibt die Rechtsentität, damit ist u.a. die Personenhaftigkeit eines Unternehmens gemeint. Entweder als natürliche Person (Einzelunternehmung oder Personengesellschaft) oder als juristische Person (Kapitalgesellschaft z.B.).

 

Ich würde es mit "Seinseinheit" übersetzen. Wobei das natürlich kein bisschen verständlicher ist, lediglich weniger fremdworthaft.

Die genaue Bedeutung hängt vom Kontext ab. (wobei "genau" vermutlich nicht "scharf umrissen" bedeutet.)

Bei Datenbanken ist es etwas, das durch einen "Datensatz" dargestellt werden kann / wird. Oft noch eingeschränkt durch eine Eindeutigkeitsforderung.

Allgemeiner anscheinend irgend ein einzelnes "Ding" in einem sehr abstrakten Sinn, mit dem sich eine bestimmte Wissenschaft, Scharlatanerie, Berufsfähigkeit bezieht. "Ding" auch und insbesondere gegenüber "Klassen von Dingen". "Irgendein Tisch" ist keine Entität / kein Ding, "dieser Tisch hier" ist eine Entität / ein Ding.

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P. S.: Probier mal, es mit "Ding" zu übersetzen, und schau, ob es passt.

Also ich kenne und nutze 'Entität' immer (mal) als gehobenen Ausdruck für 'Einheit' (s.u., 2. Bedeutung)

Die erste Bedeutung, die auch der Duden zitiert, ist dermaßen selten, dass ich sie noch nicht kannte und auch nicht benutzt habe.:

1.  (Philosophie) Dasein im Unterschied zum Wesen eines Dinges 
2. (Fachsprache) [gegebene] Größe, Einheit (Quelle:Duden)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Sprache macht Spaß!

Der Duden ist eine Rechtschreibehilfe; kein Fachbuch. Für fachspezifische Begriffe sind die von Duden gegebenen Umschreibungen manchmal fragwürdig.

Meter, Sekunde usw. sind Einheiten aber keine Entitäten.
Länge, Gewicht usw. sind Größen; ebenfalls keine Entitäten.

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Abgeleitet vom lateinischen ,,ens" = Seiendes

Entität bedeutet was ,,ist": Gegenstände, Lebewesen, Stoffe, usw.

Eigenschaften wie Freiheit, Wahrheit, Farbe sind keine Entitäten.

Ich kann dich da sehr gut verstehen.

Wo es "philosophisch" wird, begibt man sich meist auf ziemlich wackligen Boden. Ein Semester lang besuchte ich (vor langer Zeit) auch Vorlesungen und Kolloquien an einer philosophischen Fakultät. Meine Haupterkenntnis daraus war dann die, dass meine wissenschaftlichen Ansprüche (insbesondere in Bezug auf klare Definitionen) dort keineswegs befriedigt wurden.

(insbesondere in Bezug auf klare Definitionen)

Wie kann man überhaupt philosophieren ohne klare Definitionen? Diese sollten doch das Fundament für die Philosophie sein?

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@ulrich1919

Ja, eben diese Frage habe ich mir damals auch gestellt. Um mich über dieses Problem mit den damaligen Dozenten oder Philosophie-Assistenten zu unterhalten, war ich aber zu wenig eloquent und hartnäckig - ich hatte mich eben in ihre abgesonderte Gedankenwelt (in welcher es gebräuchlich war, mit Fichte, Hegel, Schelling und kategorischen Imperativen nur so um sich zu schmeißen) gar nie einfinden können. Für mich blieb kein besserer Weg als eine Art "Kapitulation" vor den geschliffenen und pieksenden Philosophenschnäbeln ...

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@rumar

Danke für die Antwort! Philosophie hat nichts mit Eloquenz zu tun, sondern mit dem Verstehen der Zusammenhänge in dieser Welt. Deine Dozenten und Philosophie-Assistenten sind mitschuldig daran, dass Philosophie mit unverständlichem Gefasel gleichgesetzt wird, und verschiedene GF-Fragesteller meinen, ihre abstrusen Ideen unter ,,Philosophie" verkaufen zu dürfen.

Schade, dass Du kapituliert hast. Dein Wunsch nach Klarheit hätte die Philosophie weiter bringen können. Mich hat die ,,echte" Philosophie enorm viel weiter gebracht . . . . .

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