Warum wird die Bundeswehr von den deutschen nicht gemocht oder gehasst?

9 Antworten

Das Image leidet doch schon ewig. Sei es die ständigen Berichte wie schlecht sie ausgestattet sind, sei es, dass sie einen Kampfjet auf der Gamescom neben den Battlefield-Stand aufbauen und junge Menschen anwerben wollen, sei es Von der Leyen, sei es früher das Vorurteil, dass die Jungs nur saufen usw. 

Hassen jetzt nicht, aber hin würde ich niemals.
Ich werde niemals Unschuldige töten oder daran teilhaben.
Zudem bin ich vollkommen gegen Krieg.

Und ich rate jedem meiner Freunde und Verwandten nicht zum Bund zu gehen.

Natürlich muss jedes Land in gewisser Weiße wehrhaft bleiben, deshalb habe ich auch respekt vor denen, die beim Bund sind. Habe aber gleichzeitig große Zweifel an deren Entscheidungsvermögen. (Bei den meisten die ich kannte ging es nur um das schnelle Geld)

Es ist ja auch nicht alles schlecht, manche brauchen einfach den Drill oder das Zugehörigkeitsgefühl.

"wehrhaft" gegen wen oder was? es wäre mir neu, zu erfahren, dass afghanische Truppen in Deutschland herumballern.. Das "Zugehörigkeitsgefühl" von Bundeswehrsoldaten habe ich als Jugendlicher oft genug in Zügen erlebt, in den sich die betrunkenen Horden vom "Wochenend-Heimaturlaub" wieder zu ihren Standorten begaben. Schön ist das NICHT gewesen!

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@abibremer

Muss ja nicht jeder so empfunden haben. Mein Ding ist das auch nicht, aber jeder ist halt anders.

Ein Land muss in Zweifel wehrhaft sein um seine Interessen zu vertreten (nur im Inland, nicht so wie es derzeit ist), dass hat zwar viel an Bedeutung verloren (zum Glück), aber ganz ohne geht ist auch gefährlich.
Wir in Deutschland haben ja das Glück unsere Interessen eigentlich momentan nicht militärisch verteidigen müssen und ein Überfall von einem anderen Land eher unwahrscheilich ist.

Jetzt stell dir aber mal vor was passieren würde wenn Russland oder die USA keine Armee hätten.

Alleine die Tatsache, dass man eine funktionierende Armee hat schreckt schon ab.

Da gibt es aber auch viel Literatur darüber, ist interessant.

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@abibremer

"es wäre mir neu, zu erfahren, dass afghanische Truppen in Deutschland herumballern"

Und mir wäre es neu, zu erfahren, dass wir gegen afghanische Truppen kämpfen....

Und was du erlebt hast, waren Wehrpflichtige, die keineswegs freiwillig beim Bund waren oder sich groß mit den Werten der Bundeswehr identifizierten. Oder wann hast du zuletzt sowas erlebt oder davon gehört?

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Ich werde niemals Unschuldige töten oder daran teilhaben.
Zudem bin ich vollkommen gegen Krieg.

Da bist du dann wohl mit 99,9% der Soldaten einer Meinung.

Und ich rate jedem meiner Freunde und Verwandten nicht zum Bund zu gehen.

Auf Grundlage welcher Faktenkenntnis?

Natürlich muss jedes Land in gewisser Weiße wehrhaft bleiben, deshalb habe ich auch respekt vor denen, die beim Bund sind. Habe aber gleichzeitig große Zweifel an deren Entscheidungsvermögen.

Die Aussage widerspricht zum einen deiner ersten Behauptung, dass Soldaten unschuldige Menschen töten (oder aber du hältst dies doch für gerechtfertigt) und zum anderen widersprechen sich die beiden Sätze selbst. Du hast keinen Respekt vor jemandem, dem du sein Entscheidungsvermögen absprichst...

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@Apfelkind86

Lieber Knotenlos

Du scheinst nicht wirklich zu wissen wovon du redest, einerseits willst du nicht hin weil du keine Unschuldigen töten willst, demnach töten sie also Unschuldige und können es anscheinend nicht erwarten demnächst in Polen oder Frankreich einzumarschieren und dort das Volk abzuschlachten. 

Andererseits hältst du eine gewisse Wehrhaftigkeit für notwendig und hast Respekt vor ihnen.


Ich bin jetzt kein Militärexperte aber so halbwegs weiß ich das auch.

Egal, es ist - zumindest in der Theorie - so: Deutschland möchte nie wieder in einen Krieg verwickelt werden. Damit es für potentielle Aggressoren unattraktiv wird einen Überfall zu starten wird eine schlagkräftige Armee gebraucht um diese Abzuschrecken. Die Soldaten wollen nicht - wie du sagst - töten, sondern sind da damit gar nicht erst jemand einen Krieg startet. Das ist gleich wie bei den Atombomben, die schrecken auch ab und haben mehr Leben gerettet als ausgelöscht.


Worüber man sich allerdings wirklich streiten kann ist die Notwendigkeit der derzeit nur bedingt einsatzbereiten Armee und über das Budget dass zwar im Vergleich zu den USA verschwindend gering aber dennoch ein ordentlicher Batzen Geld ist. Ganz verzichten kann man jedenfalls nicht, außer vielleicht es gäbe eine EU Armee.

Fakt ist auch dass immer eine bestimmte Missbrauchsgefahr besteht dass irgendwann mal wieder eine Regierung an die Macht kommt die damit einen Krieg anfängt, auch wenn diese verglichen mit anderen Ländern sehr niedrig ist.

Dazu gibt es verschiedenen Meinungen, die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte.

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@Apfelkind86

"Da bist du dann wohl mit 99,9% der Soldaten einer Meinung."

Das kann gut sein, aber bei heutigen militärischen Konflikten gibt es die meisten Opfer in den Reihen der Zivilisten. Siehe Syrien, unsere Soldaten tragen dort eine Mitschuld an den Bombentoten durch "Aufklärung". Bei Bombenangriffen gibt es fast immer Zivile Opfer.

Daran möchte ich z.B nicht teilhaben, ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren auch wenn es nur indirekt ist.

"Auf Grundlage welcher Faktenkenntnis?"

Es wirkt auf mich, als hättest du dich nie wirklich mit der Thematik befasst. Für wen oder was werden Kriege denn geführt?
Das Kämpfen für Interessen, die nicht die meinen sind oder evtl. sogar den meinen widersprechen ist etwas, was ich nicht tun möchte. Die Interessen der Soldaten spielen keine Rolle, du musst gehorchen und das tun was von dir erwartet wird.

Geh beispielsweise mal auf eine Uni und frage die Professoren, wer von ihnen den freiwillig zum Bund gehen würde.

"Die Aussage widerspricht zum einen deiner ersten Behauptung, dass Soldaten unschuldige Menschen töten (oder aber du hältst dies doch für gerechtfertigt)"

Das hast du selbst da reininterpretiert, das habe ich nicht so geschrieben...

"und zum anderen widersprechen sich die beiden Sätze selbst.
Du hast keinen Respekt vor jemandem, dem du sein
Entscheidungsvermögen absprichst..."

Nein nicht im geringsten, ich kann zum Beispiel Respekt vor der Stärke eines anderen haben aber gleichzeitig finden, dass sein Entscheidungsvermögen nicht das beste ist.

Wenn du Respekt vor jemandem hast heißt das nicht, dass du alles an ihm gut findest.

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@Thomaas1997

"Du scheinst nicht wirklich zu wissen wovon du redest, einerseits willst du nicht hin weil du keine Unschuldigen töten willst, demnach töten sie also Unschuldige und können es anscheinend nicht erwarten demnächst in Polen oder Frankreich einzumarschieren und dort das Volk abzuschlachten.

Andererseits hältst du eine gewisse Wehrhaftigkeit für notwendig und hast Respekt vor ihnen."

Das habe ich niemals auch nur ansatzweise behauptet.
Du setzt also wehrhaft sein mit unschuldige töten gleich?
Das heißt wenn ich trainiere um nicht von jedem umgehauen zu werden, haue deswegen zwangsläufig andere in Grund und Boden?

Bei dem Rest stimme ich dir zu, abgesehen von dem Punkt, dass ich wie du behauptest sagen würde, die Soldaten würden töten wollen. Das ist grober Unfug, ich habe genügend Menschenkenntnis und mit vielen Veteranen gesprochen um zu wissen, dass dem nicht so ist. Ganz im Gegenteil.

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@Knotenlos

Es wirkt auf mich, als hättest du dich nie wirklich mit der Thematik befasst.

Nein, ich habe meine 12 Jahre als Offizier im Tiefschlaf verbracht. xD Was ist eine Schlacht?

Geh beispielsweise mal auf eine Uni und frage die Professoren, wer von ihnen den freiwillig zum Bund gehen würde.

Und danach mache ich unter Soldaten eine Umfrage, was sie von der Linkspartei halten und auf dieser Grundlage erkläre ich dir dann, was für eine blöde Partei das doch ist, ok? Im Übrigen solltest DU vielleicht mal eher mit Professoren sprechen, die sind bei Weitem nicht so anti-militaristisch und links eingestellt, wie du gerade hoffst. Ich arbeite mit sehr vielen Professoren sehr gut zusammen und auch die Hochschulen der Bundeswehr haben keinerlei Probleme, gute Professoren zu finden, die ihre Offiziere ausbilden.

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@Apfelkind86

"Nein, ich habe meine 12 Jahre als Offizier im Tiefschlaf verbracht. xD Was ist eine Schlacht?"

Das kann ich nicht beurteilen.
Man muss nicht geschlafen haben um sich damit nicht eingehender beschäftigt zu haben.

"Und danach mache ich unter Soldaten eine Umfrage, was sie von der Linkspartei halten und auf dieser Grundlage erkläre ich dir dann, was für eine blöde Partei das doch ist, ok? Im Übrigen solltest DU vielleicht mal eher mit Professoren sprechen, die sind bei Weitem nicht so anti-militaristisch und links eingestellt, wie du gerade hoffst. Ich arbeite mit sehr vielen Professoren sehr gut zusammen und auch die Hochschulen der Bundeswehr haben keinerlei Probleme, gute Professoren zufinden, die ihre Offiziere ausbilden."

Du hast garnichts von dem verstanden was ich geschrieben habe.
Du bekräftigst gerade mein Argument.

"nicht so anti-militaristisch und links eingestellt"

Das wollte ich damit auf keinen Fall sagen.

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Ich denke es liegt auf der Hand, Hauptsächlich ist natürlich ein gewisser Adolf daran schuld.

Ein weiterer Grund ist dass viele der - teilweise berechtigten - Meinung sind dass sämtliches Geld das in die Bundeswehr fließt Verschwendung ist.

Das Militär wurde weltweit über Jahrtausende zum erobern verwendet und hätte kein Land ein Militär könnte es theoretisch keine Kriege geben. Dies ist der Grude wieso viele generell dagegen sind, auch wenn das Militär in kleinem Maße leider notwendig ist.

Ohne Militär keinen Krieg?

Der Mensch wird immer mit Gewalt agieren, so sind wir. Krieg ist, auch wenn es paradox scheint, menschlich.

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@GhostOA

Nein das denke ich nicht. Seit 70 Jahren haben wir keinen gewaltsamen Konflikt mehr in Mitteleuropa. Es gibt von Haus aus gewaltbereite Menschen die sich wenn es die Situation ermöglicht ihre Gewaltbereitschaft ausleben.

Im zweiten Weltkrieg zB. verübte die SS zahllose Verbrechen, solche gewaltbereiten Leute gibt es immer noch viele (ein paar Prozent aller Leute soweit ich weiß) nur dass sie keine Möglichkeit haben Gewalt auszuüben ohne ins Gefängnis zu kommen.

Das ist gleich wie mit dem Verbrechen, Leute werden dann zu Verbrechern wenn es sich auszahlt das Risiko einzugehen weil sie zB. sonst kaum überleben können.

Die Menschen werden sich nie ändern, wohl aber die Umgebung, die weniger Raum für Gewalt und Verbrechen offen lässt.

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@Thomaas1997

Leider wird auf jede friedliche Zeit eine Zeit des Krieges folgen. Und leider sieht man in Europa, dass es langsam Zeit ist für diesen Krieg.

Die Menschen vergessen, wie es den war als Panzer durch Europa rollten. Als jeder nationalistische Interessen verfolgte und man dem anderen nur Misstrauen schenkte. Die letzten Zeugen sterben und manch einer sehnt sich auch wieder nach nationalistischen Zeiten und versucht sich von der Gemeinschaft abzuspalten.

Das müssen wir verhindern oder wir und folgende Generationen werden wieder in Feindschaft zu unseren Nachbarn stehen.

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@GhostOA

Man sieht also in Europa dass sich ein Krieg anbahnt....

Vergleiche bitte mal die heutige Zeit mit der politischen und wirtschaftlichen Situation am Ende der Zwischenkriegszeit.

Würdest du sich auskennen, würdest du nicht dieser Meinung sein.

Klar, es gibt viele Probleme, politische und wirtschaftliche. Aber es ist um Welten nicht so schlimm wie damals.

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Naja, mindestens 150000 Deutsche sind gerne dort :-D, also wohl nicht alle hassen die Bundeswehr, aber wahrscheinlich meinst du nicht hassen, sondern mögen sie nicht. Das wiederrum liegt an unserer Erziehung, die zum Glück nicht mehr das Soldatentum verherrlicht.

Die Erziehung verherrlicht auch nicht das Handwerk, dennoch werden Handwerker nicht angefeindet.

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@Apfelkind86

Weil Handwerker auch wichtig sind, und ihren Beitrag für die Gesellschaft erbringen und nicht in fremde Länder einmarschieren (stationiert werden) und dort Zivilisten erschießen, jedenfalls ist mir kein Handwerker bekannt der das im großen Stil durchzieht.

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@GhostOA

Welche Sicherheit bietet denn der Aufenthalt im Ausland? Was habe ich davon? Wenn man die Bedrohungslage ansieht in GB und Frankreich bietet sich doch eher das Bild, dass es eben kein mehr an Sicherheit bringt, ganz im Gegenteil, warum haben wir denn so viele Flüchtlinge?

Genau, weil unser "Sicherheitsgefühl" deren Land zerstört, ohne dass wir ein mehr an Sicherheit haben. Immer wenn ich den Unsinn lese, dass Armeen Sicherheit bringen indem sie woanders die Sicherheit zerstören, möchte ich die Menschen die das behaupten Schütteln, denn irgendwo sitzt ein Stein auf dem Verstand und verhindert Denken.

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@Apfelkind86

Habe ich zwar so nicht geschrieben, aber es lässt sich ja auch ausbauen.

Beispiel Kunduz: Tanklaster 142 Zivilisten, auch Frauen und Kinder

Beispiel Masar-i-Scharif: 5 Tote Zivilisten wurden mit Maschinengewehre beschossen weil sie in Richtung einer Absperrung gefahren sind

Beispiel Kunduz: 1 Zivilist exekutiert. Tatzeit: 15.01.2010 – Täter: Bundeswehrsoldaten unter dem Kommando von Brigadegeneral Leidenberger, konnte allerdings in einer Not OP gerettet werden.

Das sind nur drei Beispiele, gibt sicher auch noch die berühmte Dunkelziffer die weitaus höher liegt, dein höhnisches Getue kannst du steckenlassen, weiß ja wie die Opfer intern bei der Bundeswehr genannt werden und das da sich kaum einer der Soldaten große Gedanken darum macht.

Und auch du als Mitglied dieser Armee kannst ja kaum die "eigenen" Leute dafür verturteilen, siehe Korpsgeist, siehe "Spiele" in den Kasernen und "Andenken" an das große Vorbild.


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Das wäre mir neu....

Nur weil man nicht in die bundeswehr will, heisst es nicht gleich das man sie hasst.

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