Warum Werden Rehe geschossen?
Hi 🙂
Warum werden Rehe geschossen?
Bitte keine Antwort wie: um den Wald zu retten Oder so.(habe ich Gerade gelesen).das wäre das schlechteste Argument...da Rehe für mich in den wald gehören.
Auch das sie sie Essen ist ein fürchterliches Argument.da gibt es genügend anderes.
Ich könnte sie niemals essen...🥰
GLG Misa
17 Antworten
Rehe sind ursprünglich keine reinen Waldtiere. Ihr eigentlicher Lebensraum sind Wiesen, Felder, Lichtungen und Waldränder, aber kaum der tiefe Wald. Erst der Einfluss des Menschen hat sie in die Wälder gedrängt, weil ihr angestammter Lebensraum von Landwirtschaft und Straßenbau beschnitten wurde. Auf Wiesen würden sie viele Gräser, Farne und Ähnliches fressen, was ihnen im Wald jedoch fehlt, weshalb sie dort deutlich mehr an Bäumen herumknabbern, als sie es bei ausreichend anderen Nahrungsquellen tun würden. Zu viele Rehe in einem Gebiet können daher massive Waldschäden anrichten und das ist tatsächlich der Hauptgrund, weshalb sie geschossen werden müssen. Auch wenn dir das nicht gefällt (mir ja auch nicht), muss der Wald geschützt werden, weil er auch der Lebensraum vieler anderer Arten ist, die genauso ein Anrecht darauf haben, in und von ihrem Wald zu leben. Gewissermaßen steht hinter der Jagd also auch ein Tierschutzgedanke. Gäbe es in Deutschland noch mehr natürliche Feinde des Rehs, wie Wölfe oder Luchse, wäre die Bestandsregulierung durch die Jagd nicht notwendig.
Auch wenn dir das Argument nicht gefällt, genau, dass ist der Grund: Um den Wald zu schützen.
Wälder gehören jemandem. Einen Wald zu haben, ist vergleichbar wie einen Fischteich zu haben oder eine Alm. Am Ende muss das Stück Land (in diesem Fall bewaldet) Geld einbringen oder zumindest mehr Geld einbringen, als es kostet. Der Besitzer zahlt z. B. Steuern und Abgaben darauf. Er muss fachkundiges Personal haben, das verhindert, dass Baumteile auf die Leute fallen oder kranke Bäume den ganzen Bestand gefährden. Das alles kostet Geld, was nicht von heute auf morgen reinkommt. Was der Opa angepflanzt hat kann der Enkel erst ernten (fällen).
Die Tiere in den Wäldern sind übrigens auch nicht für alle da. Auch sie gehören dem Waldbesitzer bzw. Pächter. Sie sorgen für die Gesundheit der Tiere und Winterfutter. Natürlich haben sie kein Interesse daran, dass das Wild die Bäume vor lauter Hunger anknabbert. Somit darf nur eine bestimmte Anzahl Wild im Revier verbleiben.
Ich bin Jäger und weiß wovon ich spreche, was man hier nicht von jeder/jedem behaupten kann 😁
Die Tiere in den Wäldern sind übrigens auch nicht für alle da. Auch sie gehören dem Waldbesitzer bzw. Pächter.
Das ist eine weit verbreitete Annahme, aber sie ist falsch. Gäbe es für das Wort falsch einen Superlativ, so wäre er hier angebracht. Die Tiere unterliegen dem Jagdrecht, aber sie gehören nicht dem Waldbesitzer oder Pächter so lange sie nicht geschossen wurden. Eine Welle gehört nicht dem Surfer und der Wind gehört nicht dem Segler. Ebenso wenig gehört das Wild dem Waldbesitzer.
Ich wollte eigentlich damit ausdrücken, dass man nicht losgehen darf und sich einfach ein Reh für das Silvesterbuffet schießen darf.
Das da jemand kommt und auf die feinen Unterschiede besteht, darauf kann man sich hier verlassen.
Auf diesen Unterschied kommt es aber an. Denn sonst entsteht für den unbedarften Laien ein vollkommen falsches Bild.
Der Mensch hat den Wolf vertrieben, dadurch gab es eine überpopulation und daraufhin ein Waldproblem, auf dessen Bezeichnung ich leider gerade nicht komme. Es geht halt darum, dass zu viele Pflanzen gefressen werden.
Entsprechend wird damit gegen das von Menschenhand erzeugte ungleichgewicht angekämpft.
Hallo,
Ich halte die Bejagung von Rehwild für notwendig, und ich bin der Meinung, dass wir alle, die wir hier leben, die Verantwortung dafür tragen!
Der Mensch hat schon vor langer Zeit die Landschaft zu seinem Nutzen umgestaltet: der Urwald, der Mitteleuropa praktisch komplett bedeckte, wurde größtenteils gerodet um Platz für die Landwirtschaft zu schaffen. Auf diesen neu entstandenen Flächen, egal ob Weiden oder Äcker, finden die Rehe wesentlich mehr Nahrung als am Waldboden, wo im Schatten wenig wächst. Jedenfalls die Hälfte des Jahres, aber gerade dann, wenn sie ihre Jungen bekommen und großziehen. Sie haben dann also wesentlich mehr Nachwuchs als im Urwald, der dann aber im Herbst/Winter vor abgeernteten Äckern und leergefressen Weiden steht, die erst im Frühjahr wieder wachsen. Beutegreifer wurden vom Menschen reduziert, und ihre Jagdstrategien funktionieren in der veränderten Landschaft teilweise nicht mehr so gut. So bleiben zu Regulierung der Rehwildbestände von Natur aus nur noch Hunger, Krankheiten und Seuchen - oder der Mensch greift ein und jagd.
Jeder, der in dieser umgestalteten Landschaft lebt und landwirtschaftliche Erzeugnisse konsumiert, egal ob pflanzlich oder tierisch, hat mmn seinen Anteil daran, dass diese umgestaltete Landschaft so bleibt, und dass die Rehe entwender bejagd werden oder elend verhungern müssen. Ich finde die erste Möglichkeit besser, und sie ermöglicht es nebenbei auch, dass wir überhaupt noch Wald haben können.
Ein Wald kann nicht beliebig viele Rehe beherbergen und ernähren. Werden es zu viele, muss man welche töten. Gibt es zu viele kranke Tiere, muss man diese töten, denn die natürliche Gesundheitspolizei (Wolf) wurde vor langer Zeit ausgerottet und wird erst jetzt örtlich wieder eingeführt.
Aber der Mensch verkleinert doch den Lebensraum immer mehr der Tiere...ist doch Klar das eng wird.und ningeln die Menschen das zb Füchse Oder andere Tiere Mitten in der Stadt rumlaufen und Nahrung suchen.
Das ist falsch. Die Tiere gehören niemanden, sie sind herrenlos. Sie gehören weder dem Grundeigentümer noch dem Pächter.